Miniserie Teil 2: Was man beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos beachten sollte

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Bei dem Kauf eines gebrauchten Elektroautos kann man viel Geld sparen, allerdings sollte man ein paar Dinge beachten.

Elektroauto Mitsubishi i-MiEV

Elektroauto Mitsubishi i-MiEV (hier

Dieser Artikel ist Teil einer Miniserie:

Die Elektromobilität kommt in Deutschland nur langsam voran, allerdings gab es rein elektrisch betriebene PKW bereits vor den Autos mit Verbrennungsmotoren. Irgendwann gab es allerdings kaum Stromer zu kaufen, wenn der Öl-Preis allerdings wieder stark gestiegen war, gab es wieder den einen oder anderen Autohersteller, welcher ein E-Auto auf den Markt gebracht hat.
Seit etwa 7 Jahren ist die Elektroauto-Welle langsam wieder gekommen, diesmal scheinen die umweltschonenden Autos allerdings gekommen zu sein, um zu bleiben.

So markiert für mich der Beginn der Serienproduktion des Mitsubishi i-MiEV (später wurde er in Electric Vehicle umbenannt) im Jahr 2009 den Anfang, des neuen Stromer-Zeitalters.

Der Verkaufspreis lag im Jahr 2009 bei 34.000 Euro, mittlerweile kann man ihn als Neuwagen für 23.790 Euro erwerben. Die Reichweite liegt nach wie vor bei 160 Kilometern, modernere E-Autos verfügen mittlerweile über eine höhere Reichweite. Im Jahr 2018 werden viele Autohersteller Elektroautos mit einer Reichweite von über 300 Kilometern auf den Markt bringen – der Preis wird bei unter 35.000 Euro liegen

Das sollte man bei gebrauchten Elektroautos beachten

Wer sich aber kein neues Elektroauto kaufen will, sondern einen Gebrauchten, der kann trotzdem viel Geld sparen.
Denn abhängig von der Marke, ist der prozentuale Wertverlust unterschiedlich hoch. Zu der Qualität sagt Volker Blandow (TÜV Süd):

„Alle aktuell verfügbaren Fahrzeuge weisen durchweg eine hohe Qualität auf.”

Allerdings rät der Experte dazu, dass man bei den japanischen Herstellern, wie zum Beispiel Mitsubishi und Nissan auf das Modell und den Jahrgang achten sollte. Denn die Modelle wurden in den letzten Jahren stets verbessert, so wurde unter anderem auch der Verbrauch gesenkt.

Aber auch die Entfernung zum Arbeitsplatz sollte berücksichtigt werden, denn die Reichweite kann bei manchen Fahrzeugen bei kalten Temperaturen, wie sie im Winter auftreten, um 30 bis 50 Kilometer niedriger liegen.
Dies liegt zum Beispiel daran, dass sie Heizung/Klimaanlage, Licht, usw. mehr Strom verbrauchen. Aber auch die Akkuchemie mag keine kalten Temperaturen, da dann die chemischen Vorgänge langsamer ablaufen.

Wenn man mit dem E-Auto pendeln will, sollte man bei der Entfernung zum Arbeitsort auch berücksichtigen, ob der Arbeitgeber eine Lademöglichkeit anbietet. Denn dann kann man seinen Stromer aufladen, während man selbst arbeitet.

Für Zuhause lohnt sich für viele Elektroautos die Anschaffung eines entsprechenden Ladegerätes, so kann man ein paar Stunden Zeit sparen. So kann man sein Elektroauto mit bis zu 50 kW anstatt nur 2,3 kW aufladen.

Die Batterieeinheiten verlieren nach und nach ihre Kapazität, allerdings bieten die meisten Autohersteller eine Garantie auf die Stromspeicher. Bei dem BMW i3 soll diese ein ganzes Autoleben lang halten, also 12 Jahre oder 150.000 Kilometer. Manfred Poschenrieder (BMW) sagt auf Bild.de (externer Link) dazu:

„Auch wer oft mit 50 kW lädt, wird innerhalb eines normalen Autolebens keine Einschränkungen feststellen.”

(Siehe auch: Das Elektroauto Nissan Leaf schlägt sich gut im Langzeittest)

Wer sicher gehen will, kauft das gebrauchte E-Auto direkt bei einem Händler, denn hier wird das Fahrzeug in der Regel vor dem Wiederverkauf eingehend überprüft.

Wer sich jetzt ein E-Auto kaufen will, um in zwei Jahren ein Elektroauto mit einer höheren Reichweite zu kaufen, kann dies zum Beispiel leasen. Hierbei kann man die nächsten 2 Jahre das rein elektrische Fahren kennenlernen und sich dann ab 2018 ein neues Fahrzeug holen.

Denn während man mit einem rein elektrischen PKW eine Menge Geld sparen kann, weil man keinen Öl-, Keilriemen-, Kupplungswechsel machen muss und weil die Versicherungs- und Steuerbeiträge günstiger sind, wird der Benzin- und Dieselpreis wahrscheinlich bis Ende des Jahres wieder sehr stark steigen.

 

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