Bundesregierung entscheidet über neue Förderungen für Elektroautos

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Das Thema Elektromobilität wird in Deutschland von der Politik und der Wirtschaft eher halbherzig voran gebracht, denn insbesondere Norwegen, Niederlande, Frankreich und die USA ziehen an der Bundesrepublik vorbei.

In Norwegen werden viele Elektroautos verkauft. Hier sieht man das Dorf Reine in Norwegen. © harvepino - Fotolia.com

In Norwegen werden viele Elektroautos verkauft.Hier sieht man das Dorf Reine in Norwegen.© harvepino – Fotolia.com

Bis zum Jahr 2020 sollen laut Merkel und ihrer Regierung 1 Million Plug-In und Elektroautos über die Straßen rollen, aber von diesem Ziel ist man noch weit entfernt.
Wie man die Bevölkerung zum Kauf von Elektromobilien überzeugt, haben bereits mehrere Länder erfolgreich gezeigt: Denn in Norwegen, Niederlande, USA, Frankreich, etc. erhalten die Käufer von Elektro- und Plug-In Hybridautos eine Kaufförderung, welche durchschnittlich bei 5.000 Euro liegt. Gleichzeitig gibt es je nach Land noch andere Anreize, wie zum Beispiel kostenloses Parken, keine KFZ-Steuer, keine Maut, Nutzung der Busspuren und ein breit ausgebautes Netz an Ladestationen.

Merkel will sich bis Ende des Jahres entscheiden

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte zur Eröffnung der 66. Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main:

»Die Vorstellungen in der Bundesregierung gehen auseinander, was das beste Instrument ist. Aber wir werden noch in diesem Jahr entscheiden… Wir werden uns in den kommenden Wochen noch einmal damit beschäftigen, was geeignete Maßnahmen sind, um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen.«

Allerdings klingt es so, als ob man sich in Deutschland keine Hoffnung auf Kaufförderungen machen braucht. Denn so sagte Merkel, dass man bereits bei der Energiewende gesehen habe, dass die Förderungen auch wieder gesenkt werden müssen.

Norwegen als Vorzeigenation in Sachen Elektromobilität

Ursprünglich wollte die norwegische Regierung 50.000 Elektromobile fördern, um der Elektromobilität einen soliden Start zu ermöglichen.
Allerdings hat wohl kaum einer damit gerechnet, dass sie die Förderung so erfolgreich entwickeln würde, dass man das Ziel bereits 2 Jahre früher als geplant erreichen würde.

Dies sind die seit 2011 am meisten verkauften Elektroautos in Norwegen:

  1. Nissan LEAF (34 Prozent),
  2. Tesla Model S (19 Prozent),
  3. VW E-Golf (13 Prozent).

In Deutschland hatte man sich vor kurzem zu einer kleinen Förderung entschieden, denn so können die Kommunen die Busspuren für Elektromobile freigeben und kostenlose Parkplätze anbieten. Auch will man mehr Schnellladestationen an den wichtigen Autobahnstrecken installieren, allerdings hilft dies wenig, wenn es Städte gibt, in denen es keine Ladestation für Elektroautos gibt.

Via: SZ und n-tv

 

 

One comment on “Bundesregierung entscheidet über neue Förderungen für Elektroautos”
  1. R. Schreck says:
    25. September 2015 at 22:00

    Solange beid er Förderung Hybride (Stinkekisten mit Alibi-Elektroantrieb) mit Elektroautos in einen Topf geworfen werden ist das alles eh sinnlos.

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