Alle Hersteller sollten ihre Elektroautos mit verschiedenen Batteriegrößen anbieten

Den Großteil der heute verfügbaren Elektroautos kann man nur mit einer Batteriegröße kaufen, für den Käufer bedeutet dies, dass er nicht wie bei Tesla Motors zwischen verschiedenen Reichweite wählen kann.
Die Rechnung ist einfach, je größer eine Batterieeinheit ist, desto weiter kann man mit dem Stromer fahren.

Symbolbild. Eine aufgeschnittene Makrozelle.
Symbolbild. Eine aufgeschnittene Makrozelle.

Wer das Elektroauto Tesla Model S kauft, kann zwischen zwei verschiedenen Batteriegrößen wählen – früher waren es sogar drei: 40 kWh, 60 kWh (Reichweite: ca. 390 km) und 85 Kilowattstunden (Reichweite ca. 502 km).
Die kleinste Batteriegröße wird jedoch zwischenzeitlich wegen der mangelnden Nachfrage nicht mehr angeboten, ohnehin wurde hier auch ein 60 kWh großer Stromspeicher verbaut, welcher jedoch nicht vollständig genutzt werden konnte.

Es liegt in der Natur der Menschen, dass man die Möglichkeit haben möchte, sein gekauftes Produkt upzugraden bzw. vor dem Kauf zwischen verschiedenen Varianten zu wählen.
So könnte auch die Nachfrage nach bestimmten Elektroautos deutlich steigen, wenn man sie mit verschiedenen Reichweiten kaufen könnte (und der späteren Möglichkeit, spätere eine größere Batterie zu leasen oder zu kaufen).
So kann man zum Beispiel das sehr erfolgreiche Elektroauto Nissan Leaf nur mit einer Batteriegröße kaufen, welche eine Reichweite von ca. 199 Kilometern ermöglicht.
Der Kaufpreis (inkl. Batterieeinheit) beginnt bei 29.960 Euro, wenn man die Batterie least, muss man nur für den Wagen 5.900 Euro weniger bezahlen und die Batterie für ca. 79 Euro pro Monat leasen.
Es würden sich sicherlich noch mehr Menschen für den Leaf entscheiden, wenn man eine Batterie kaufen (oder leasen) könnte, welche einem die doppelte oder dreifache Reichweite ermöglicht – so müsste man für den Leaf inkl. doppelt so großem Stromspeicher nur 35.590 Euro bezahlen.
Dafür könnte man aber etwa 398 Kilometer weit fahren…

Man kann es mit dem iPhone oder dem iPad von Apple vergleichen, denn dort kann man zwischen verschieden großen Datenspeichern wählen. So das man ein relativ günstiges Smartphone mit wenig Speicher kaufen kann oder man will viel Speicher und muss so dementsprechend tief in die Tasche greifen.

Manche werden jetzt sagen, ja aber das macht Elektroautos ja noch teurer und die meisten Menschen fahren eh nur höchstens 50 Kilometer pro Tag usw.. oder auch, dass man Benziner auch nur mit einer Tankgröße kaufen kann – jedoch sollte man hier nicht vergessen, dass es fast an jeder Ecke eine Tankstelle gibt – bei Ladestationen ist dies noch nicht der Fall.
Auch ist es für viele einfach ein beruhigendes Gefühl, wenn sie wissen, dass sie ohne Probleme ohne eine Ladepause über 200 Kilometer weit fahren könnten.

Aber auch manche Manager von Autoherstellern sehen das Angebot von verschiedenen Akkugrößen skeptisch, so sagte Douglas Skorupski (Manager of Technical Strategy bei Volkswagen in Amerika):

“Das durchschnittliche Auto in den Vereinigten Staaten kostet um die 23.000 $… wenn Elektroautos bis zu 40.000 $ oder mehr kosten (würden), wäre dies eine Herausforderung… wir müssen uns auf den Preis konzentrieren ….”

Andere Experten aus der Autobranche finden das Vorgehen von Tesla gut, dass man deren Elektromobile mit verschieden große Stromspeichern kaufen kann.

Ich frage mich, wie gut sich das Elektroauto BMW i3 verkaufen würde, wenn man ihn zusätzlich mit einem größeren Batteriespeicher kaufen könnte. So das man zwischen der normalen Version für 34.950 Euro oder der Version mit Range-Extender oder doppelt so großer Batterie für 39.450 Euro wählen könnte.

Passende Fahrzeuge

Elektroauto Nissan e-NV200

Nissan e-NV200 Van

Elektroauto Tesla Model 3. Bildquelle: Tesla Motors

Elektroauto Tesla Model 3

Elektroauto Nissan e-NV200 nebeneinander

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Das Elektroauto Tesla Model X von Tesla Motors. Bildquelle: Tesla Motors /Übergizsmo

Elektroauto Tesla Model X

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Kai

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5 Gedanken zu „Alle Hersteller sollten ihre Elektroautos mit verschiedenen Batteriegrößen anbieten

  • 23. April 2014 um 20:16
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    Interessant wird das in 2 bis 3 Jahren da die Batterien beim gleichen Gewicht die doppelte Kapazität haben sollten. 300 kg für 160 bis 190 km sind in einem Kleinwagen schon sehr viel.

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  • Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 23.04.2014 › "Auto .. geil"

  • 24. April 2014 um 05:13
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    Da Flachspeicher und Akku was andres sind kann man sich nicht so einfach vergleichen. Klar kosten Unterschiedliche Speichergrößen und somit kann man günstigere Version nehmen, aber man kann meist auch eine SD Karte einlegen 😉

    Das es bald mal doppelte Reichweite geben müsste wäre gut, nur Renault konnte mir diese Frage noch nicht beantworten wo ich ein Mail geschrieben habe wegen 40KWh Version für den Zoe.

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  • 24. April 2014 um 13:23
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    Naja die Idee ist interessant, allerdings bedeutet eine größere Batterie ein höheres Gewicht und braucht mehr Platz im Fahrzeug.
    Soweit ich weiß wird der meiste Platz eh von den Batterien eingenommen. Also wohin damit?

    Meiner Meinung nach wird es in Zukunft ein solches Angebot geben, sobald mit Kleinwagen eine größere Reichweite (400-500km wie bei Tesla) gefahren werden kann.

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  • 24. April 2014 um 17:36
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    Es kommt halt darauf an, wie und wo man die Akkuzellen verbaut.
    In der Regel kann man bei Elektroautos, welche mindestens so groß wie der Nissan Leaf sind, ohne Probleme eine zweite Batterieeinheit einbauen. Denn für die Rennwagenversion hat Nissan seinem Stromer auch ein zweites Akkupack spendiert, so dass die Reichweite doppelt so weit als mit der frei verkäuflichen Version war.
    Einzig bei dem smart fortwo ED würde ich sagen, dass es dort einfach zu wenig Platz gibt.

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