Darauf sollte man achten, wenn man sein Elektroauto versichert

[21.07.2017] Wer sich ein Elektroauto kauft, sollte dies auch richtig versichern. Auf einen Punkt sollte man als Stromer-Fahrer besonders achten.

Ladestation für Elektroautos in der Kleinstadt Elze
Ladestation für Elektroautos in der Kleinstadt Elze

Langsam aber stetig steigen die Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos, von dem ursprünglichen Ziel der eine Million Stromer auf Deutschland Straßen im Jahr 2020 sind wir aber noch sehr weit entfernt.

Allerdings gibt es immer mehr Modelle, die Preise für E-Autos sinken immer weiter und auch die Reichweite wird immer größer. Konnte man vor 10 Jahren mit einem rein elektrisch angetriebenen PKW nur um die 120 Kilometer weit fahren, kann man mit den aktuellen Modellen (Tesla Model 3 und Opel Ampera-e) etwa 350 km mit einer Aufladung fahren.

In Deutschland herrscht die Versicherungspflicht für Autos

In Deutschland muss jeder PKW versichert sein, welcher auf öffentlichen Straßen gefahren wird. Dies ist die Kfz-Haftpflichtversicherung, welche die Schäden begleicht, welche man mit dem Auto verursacht hat.

Freiwillig kann man sein Auto noch Teil- oder Vollkasko versichern, diese Versicherung kommt für die Schäden am Fahrzeug auf.

Wer sich ein neues Auto kauft, sollte in der Regel eine Vollkaskoversicherung abschließen. Denn nur diese kommt bei Schäden am eigenen Fahrzeug auf.  Bei der „Vollkasko“-Versicherung sind so gut wie alle erdenklichen Schäden am eigenen Wagen versichert, die „Teilkasko“ übernimmt dagegen deutlich weniger Schäden.
Wenn das Auto erst einmal ein paar Jahre alt ist, kann man von der Voll- zur Teilkaskoversicherung wechseln.

Dank des Internets kann man seinen PKW mittlerweile schnell und einfach versichern und anmelden, denn während früher noch für die Zulassung eines Fahrzeugs die Versicherungsdoppelkarte benötigt wurde reicht heute die elektronische Versicherungsbestätigung (kurz VB-Nummer oder eVB-Nummer genannt).

Günstige Elektroautos in der Versicherung

Vor dem Kauf eines Elektroautos stellt sich natürlich auch die Frage, welche langfristigen Kosten damit verbunden sind. Je nach Wert und Unfallstatistik können die Beiträge für die Autoversicherung extrem auseinander gehen.
Für jemanden, der nicht zu viel für die Kfz-Versicherung bezahlen möchte, achtet mit Sicherheit auch darauf, welche E-Autos grundsätzlich in der Versicherung günstig sind. Dafür haben wir beliebte Elektro-Modelle durch gerechnet und so den günstigsten Fahrzeugtyp in Erfahrung gebracht.

Die Berechnung der Versicherungskosten erfolgte über das eVB-Portal evbnummer.com. Als Grundlage gehen wir von einem 39 Jahre alten Mann aus, der eine Schadenfreiheitsklasse 20 angesammelt hat. Der Versicherungsschutz soll eine Vollkasko mit 300,- Euro Selbstbeteiligung und eine Teilkasko mit 150,- Euro Selbstbeteiligung beinhalten.
Die durchschnittlichen Jahresbeiträge der 5 günstigsten Tarife sehen entsprechend folgendermaßen aus:
  1. Renault Zoe – 242,48 Euro
  2. BMW i3 – 250,31 Euro
  3. Hyundai Ioniq – 266,85 Euro
  4. Kia Soul EV– 267,89 Euro
  5. Nissan Leaf – 301,61 Euro
  6. Tesla Model S – 828,64 Euro

Es ist nicht unbedingt eine Überraschung, dass die Kfz-Versicherung für den Tesla wesentlich teurer ist. Denn mit einem Fahrzeugpreis von etwa 78.000,- Euro ist der Tesla auch mehr als doppelt so teuer wie die anderen Elektrofahrzeuge.

Wichtige Punkte zur Batterieeinheit von Elektroautos

Da die Batterieeinheit in der Regel zu dem teuersten Teil bei einem Elektroauto gehört, sollte diese auf jeden Fall mitversichert sein. Vor allem sollte man darauf achten achten, dass Bedienfehler mit eingeschlossen sind.
Wer den Energiespeicher für den Stromer mietet, sollte sich vorher schriftlich geben lassen, wie und ob man die Batterie versichern muss.

Aber auch die Abschleppkosten sollten von der Versicherung mit abgedeckt werden, denn ein Elektroauto darf nicht einfach so abgeschleppt werden, weil ansonsten die Batterieeinheit beschädigt werden könnte, weil sie durch die sich bewegenden Reifen weiter aufgeladen wird. Daher sollte das E-Auto auf einer Ladefläche transportiert werden.

 

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2 Gedanken zu „Darauf sollte man achten, wenn man sein Elektroauto versichert

  • 22. Juli 2017 um 15:31
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    Die Frage stellt sich vor allem, ob man die Li-Ion Batterie bezüglich eines irregulären Alterungsverhaltens (Kapazitätsverlust über die Zeit oder bei permanenter Anwwendung von Schnell-Ladung) versichern kann ? Dazu müsste jedoch das „reguläre“ Alterungsverhalten besser definiert werden und hier beginnt das eigentliche Problem. Es ist daher zu befürchten, dass sich keine Versicherung in dieses delikate Gebiet wagt und der E-Auto Besitzer auf den üblichen Phantasie-Angaben auf diesem Gebiet sitzen bleibt. Das ist die eigentliche Krux von E-Autos, die von den Herstellern häufig „unter den Teppich gekehrt wird“. Man kann es leider nicht oft genug wiederholen!

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  • 23. Juli 2017 um 18:57
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    Alle Hersteller geben inzwischen recht ordentliche Garantien auf ihre Batterien. Wem das noch nicht genügt, der kann den Akku ja mieten (geht zum Beispiel bei Renault), dann bekommt man ein Autoleben lang einen Neuen wenn der alte bei 75% Restkapazität angekommen ist. Es gibt auch inzwischen E-Autofahrer die bereits 100000 Kilometer gefahren sind und auch nach den vielen Ladungen sind die Akkus durchweg in guter Verfassung. Die These mit dem schnellen Ableben der Batterien ist eines von vielen Vorurteilen. Übrigens beim Verbrenner kriegen sie ausserhalb der eigentlichen Autogarantie keinen neuen Motor für umsonst, wenn bei den nach 5 oder mehr Jahren 25% aller Teile merkwürdige Zustände erreicht haben.

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