Ist das Elektroauto auch ökonomisch zu empfehlen?

3 Minuten Lesezeit

Gerade beim Thema Elektroauto herrscht noch große Skepsis unter den Verbrauchern. Ist die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges mit Elektroantrieb wirklich rentabel oder ist gar das Umrüsten des alten Benziners zu empfehlen?

 

Das Elektroauto BMW i3 gibt es optional auch mit einem Range-Extender (Reichweitenverlängerer). ©Adam Haranghy – flickr.com

Das Elektroauto BMW i3 gibt es optional auch mit einem Range-Extender (Reichweitenverlängerer). ©Adam Haranghy – flickr.com

Die Rechnung, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt, gestaltet sich komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint. Multiple Faktoren spielen hier eine Rolle:

  • Kaufpreis
  • Unterhaltskosten
  • Auftank- bzw. Ladekosten.

Preise für die Anschaffung

Die ursprünglich sehr hohen Preise für die Anschaffung eines Elektroautos sind in den letzten Jahren rapide gefallen. Noch 2010 wurde für den Mitsubishi iMiEV die horrende Summe von 34.390 Euro aufgerufen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es bereits wesentlich verbraucherfreundlichere Alternativen. Der Smart Fortwo Electric Drive ist bereits für knapp 19.000 Euro zu haben.
Für den noch 2010 vorherrschenden Kleinwagenpreis sind heute bereits luxuriösere Ausführungen zu bekommen. Mit dem VW e-Golf oder dem BMW i3 sind sowohl Fahrzeuge aus der Limousinen-Klasse als auch Sportwagen für einen angemessenen Preis auf dem Markt. Die Kosten für einen Umbau sind sogar noch unter der einer Neuanschaffungen angesiedelt. Für ca.10.000 bis 20.000 Euro lässt sich der alte Benziner in ein neues Elektroauto umrüsten.

Unterhaltskosten

Auch die Frage, wie sich die laufenden Kosten gestalten, übt enormen Einfluss auf die Kaufentscheidung aus. Hier hat das Elektroauto im Vergleich zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen eindeutige Vorteile, da die Wartung von Elektroautos sich um einiges preiswerter gestaltet.
Nach einer Studie des Instituts für Automobilwirtschafts (IFA), die sich auf die Tests der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt berief, waren die Kosten für Werkstattaufenthalte von Elektroautos um 35 % günstiger als die der Benziner- und Dieselfahrzeuge. Dies steht vor allem im Zusammenhang mit der geringeren Anzahl an Verschleißteilen und dem nicht benötigten Ölwechsel.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich, was an der Tankstelle ausgegeben werden muss. Der Test eines Verbraucherportals ergab, dass das Fahren mit einem Elektromotor den Geldbeutel, im Gegensatz zur Nutzung von Dieselmotoren und vor allem zu der eines Benziners, enorm schont.
Einen direkten Vergleich unter den jeweiligen Ausführungen des Kleinwagens Renault Kangoo ergab, dass die Elektroversion bei einer zurückgelegten Strecke von 200.000 km mit lediglich 6.541 Euro die günstigste Alternative war. Der Diesel kam auf 16.120 Euro und der Benziner sogar auf 26.642 Euro. Der Test verdeutlicht, dass das Umrüsten eines Benziners zu einem Elektrofahrzeug sich bereits bei 200.000 gefahrenen Kilometern finanziell rentiert.

Die Zeit hat sich auch mit dem Thema, wann sich die Anschaffung eines Elektroautos amortisiert beschäftigt: Infografik: Nach 160.000 Kilometern hat sich der höhere Anschaffungspreis eines Elektroautos amortisiert

Die Zukunft wird Elektroautos in den Mittelpunkt stellen

Wer auf lange Sicht viel Geld sparen und auch noch die Umwelt schonen will, sollte sich mit der Anschaffung eines Elektroautos auseinandersetzen. Wenn die Kosten für einen Neuwagen noch zu hoch sind, ist das Umrüsten des alten Benziners sehr empfehlenswert, vor allem wenn die Karosserie noch ohne Mängel ist.

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