Kalifornien will für den Elektroauto-Hersteller Tesla Motors die Umweltschutzrichtlinien ändern

Tesla Motors will eine Gigafactory genannte Batteriefabrik bauen, um dort in Zukunft die Batterieeinheiten für seine Elektroautos zu bauen. Da der Standort für die Fabrik noch nicht feststeht, bietet der US-Bundesstaat Kalifornien dem Autohersteller an, die strengen Umweltauflagen zu lockern bzw. ganz darauf zu verzichten, wenn Tesla in Kalifornien die Produktionsstätte baut.

In seiner Gigafactory will Tesla Motors Batterieeinheiten für bis zu 500.000 Elektroautos produzieren. Bildquelle: Tesla Motors
In seiner Gigafactory will Tesla Motors Batterieeinheiten für bis zu 500.000 Elektroautos produzieren. Bildquelle: Tesla Motors

Das US-Unternehmen Tesla plant den Bau seiner sogenannten Gigafactory, diese Fabrik soll Batterieeinheiten für die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge produzieren, so zum Beispiel für das Elektroauto Tesla Model III (Model 3).
Nun ist bekannt geworden, dass der US-Bundesstaat Kalifornien Tesla angeboten hat, auf die ansonsten so strengen Umweltauflagen zu verzichten, wenn der Autohersteller die Fabrik in Kalifornien baut.
Damit dürfte Tesla manche seiner zukünftigen Kunden in ein moralisches Dilemma stürzen, wenn es ihnen vor allem darauf ankommt, dass sie ein sehr ökologisches Auto fahren wollen, welches auch fair produziert worden ist.

Bisher muss sich jedes Unternehmen, welches eine Fabrik in Kalifornien errichten will, den strengen Auflagen des „California Environmental Quality Act“ unterwerfen – in diesem Rahmen muss unter anderem eine detaillierte Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen.

Die LA Times berichtet, dass das Büro vom Gouverneur Jerry Brown Tesla angeboten haben soll, ein eventuelles Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und das auf große Teile des Umweltgesetzes verzichtet werden könne, wenn die Gigafactory im US-Bundesstaat Kalifornien gebaut werden wird.
Es klingt schon etwas ironisch, wenn ausgerechnet einem Unternehmen, welches Elektroautos produziert, angeboten wird, auf strenge Umweltauflagen zu verzichten.

Andererseits kann man verstehen, wenn ein Gouverneur ein Unternehmen dazu anregen will, in seinem Bundesstaat eine Fabrik zu bauen.
Denn die Batteriefabrik wird zweifelsohne viel Geld in den Bundesstaat bringen, da ein großes Grundstück gekauft werden würde, in Tesla Fall bis zu 6.5000 Arbeitsplätze entstehen würden und somit auch eine Menge Steuern fließen würden.
Derzeit sind noch etwa 5 Bundesstaaten im Rennen um den Industriestandort, dazu zählt Kalifornien, welches aber hohe Grundstückspreise und Personalkosten aufweist und das günstige Nevada.

Da die Gigafactory selbst Strom mit Windkraft und Photovoltaik erzeugt, wäre die Fabrik schon mal etwas „grüner“ als die meisten anderen Fertigungsstätten – allerdings darf man nicht vergessen, dass dort Akkuzellen hergestellt werden sollen, was immer mit Chemie verbunden ist.

Derzeit ist das US-Unternehmen vor allem für sein Elektroauto Tesla Model S bekannt, im nächsten Jahr (2015) kommt dann das Elektro-SUV Model X auf den Markt.

Via: Gizmodo

 

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Kai

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