Elektroauto Nissan Leaf in Hannover getestet – Mit Videos

(18.03.2012)

Derzeit tourt Nissan mit seinem Elektroauto Leaf durch Deutschland (hier geht es zu den Terminen), das schöne ist, dass ihn jeder testen kann.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und den Nissan Leaf in Hannover am 12. März 2012 persönlich getestet. Nach Deutschland kam das Elektroauto Nissan Leaf verspätet, weil der Autohersteller sein EAuto erst einmal in Ländern angeboten hat, welche eine Kaufförderung anbieten.

Wer sich das das Elektrofahrzeug kaufen möchte, der muss dafür stolze 36.990 Euro auf den Tisch legen können.Das Wetter war bei meinem Praxistest in Hannover nicht sehr gut, das war wohl auch der Grund, warum um 14Uhr kaum andere Interessenten zu sehen waren.

Wenn man im Auto sitzt, wirkt die Verarbeitung des Innenraums gut und man findet sich schnell zu recht. Wie bei dem Großteil der Elektroautos hat auch der Leaf ein Automatikgetriebe mit verschiedenen Fahrstufen – beim Nissan sind es 3: Normal, ökologisch und der Rückwärtsgang.

Die Instrumente wirken aufgeräumt und man findet sich schnell zurecht, mir persönlich gefällt auch die Farbgestaltung in den Displays.
Woran ich mich etwas gewöhnen musste, ist die Form und Art des Knauf für die Automatiksteuerung.

Das Anfahren mit dem Elektroauto geht einfach und ich kam im normalen Fahrmodus schnell vom Fleck, bei dem Leaf ist es nicht nötig, den Schlüssel in das Zündschloss zu stecken.

Wie auch bei anderen Automatikfahrzeugen reagiert die Bremse sehr empfindlich, es genügt schon fast, mit dem Fuß auf das Bremspedal zu tippen und der Wagen kommt zu stehen. Wer es gewöhnt ist, ein Auto mit einem größeren Bremspedalspielraum zu fahren, wird bei den ersten malen, wo man bremsen muss, sich fast erschrecken.

Der Nissan Leaf ist flott unterwegs, für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit 80 kW (109 PS) und einem Drehmoment von 280 Nm. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 145 km/h elektronisch abgeriegelt, denn ansonsten würde man nicht auf die optimale Reichweite von 175 Kilometern kommen.

Während der Fahrt kann man links oben im Display einen Baum sprießen sehen, dies tut er jedoch nur bei einer ökologischen Fahrweise.

Dieses Bäumchen sieht man links oben im Display des Amaturenbrett wachsen, je ökologischer man fährt, dest besser wächst es.
Dies ist die Ecoanzeige im Infotainment-System, hier kann man sich laut Nissan mit anderen Leaf-Fahrern vergleichen.

Wer viel mit seinem Elektroauto fahren will und auch im Winter nicht viel an Reichweite einbüßen will, der kann sich bald den Nissan Leaf mit einer Sitz- und Lenkradheizung kaufen, die Mitfahrer hinten müssen hier jedoch nicht frieren, denn auch für die Menschen auf der Rückbank gibt es eine Sitzheizung. Dies soll sparsamer sein, als wenn man den kompletten Innenraum per Lüftung elektronisch heizen müsste.

Insgesamt haben 4 Erwachsene in dem 4,45 Meter langen Fünfsitzer Platz. Wie das Armaturenbrett und die Verkleidungen sind auch die Sitze aus recyceltem Material. Verstellen lassen sich die Sitze nur in geringem Maß. Der Kofferraum fasst 330 Liter, nach Umklappen der Rückbank stehen 680 Liter Ladevolumen bereit.

Wenn man sich mit seinem Leaf in einer unbekannten Umgebung befindet, kann man bequem über das eingebaute Navi nach Ladestationen suchen, ein hinterlegter Kreis stellt dar, wie weit man mit der Akkufüllung noch unterwegs sein kann. Die Batterieeinheit besteht aus 192 einzelnen Lithiumionen-Akkuzellen, es steht eine Leistung von 24 kWh zur Verfügung es wird mit einer Spannung von 360 Volt gearbeitet.
Übrigens sollte man, soweit wie möglich auf die Klimaanlage verzichten, denn diese hat sich bei meiner Fahrt als Reichweitenkiller erwiesen, so verkürzt sich die Reichweite um etwa 20 Kilometer, sobald ich die Klimaanlage eingeschaltet hatte.

Was mir gefällt, ist die Möglichkeit des Elektroauto Nissan Leaf via Smartphone auch außerhalb des Autos jederzeit zu überprüfen. Bis zu 8 Stunden dauert es, bis die Batterieeinheit wieder komplett aufgeladen ist; für eine kleine Tour reichen 30 Minuten Nachladung.
Die 2 Ladebuchsen sind an der Front unter dem Logo, eine für die 220-Volt-Steckdose und eine für den Schnelllade-Gleichstrom.

Der Kaufpreis von 36.990 Euro ist schon recht hoch, besonders das es keine Kaufförderung vom Staat gibt, erweist sich oft als Hinderungsgrund. Denn in anderen Ländern erhält man zwischen 7.000 bis etwa 10.000 Euro an Kaufförderung, welches die Entscheidung für das Elektroauto eher positiv beeinflussen wird.

Mein Fazit ist, dass das Elektroauto Nissan Leaf viel Spaß macht und auch eine gute Alternative für Fahrer sein kann, welche am Tag nicht mehr als 120 Kilometer fahren. Die Fahren im normalen Modus ist spritzig, während man sich im ökologisch korrekten Modus eher etwas gehemmt vorkommt.

Hier noch die Videos vom Nissan Leaf:

Die Steuerung und Informationsabfrage bei dem Elektroauto Nissan Leaf via Smartphone:

Der Innenraum des Nissan Leaf:

Hier kann man sich das Elektroauto Nissan Leaf bei der Anfahrt anschauen und auch anhören:

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Ein Gedanke zu „Elektroauto Nissan Leaf in Hannover getestet – Mit Videos

  • 21. März 2012 um 10:04
    Permalink

    Ich freu mich auch auf nächste Woche Donnerstag schon 🙂 wenn ich hoffentlich den Leaf testen darf 🙂

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