Elektroauto-Hersteller Tesla Motors kündigt Liefervertrag mit deutschem Unternehmen

[28.01.2017] Der Elektroauto-Hersteller Tesla Motors hat einen Vertrag mit dem deutschen Zulieferer SHW gekündigt, anfangs hieß es sogar, dass der neue US-Präsident Donald Trump schuld sei.

Elektroauto Tesla Motors Logo IAA 2015
Elektroauto Tesla Motors Logo IAA 2015

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Autobauer Tesla Motors seine Geschäftsbeziehung zu dem deutschen Unternehmen SHW gekündigt. Anfangs hieß es noch, dass Tesla diesen Schritt gegangen sei, weil man Befürchtungen hatte, zur Zielscheibe des neuen US-Präsidenten Donald Trump zu werden. Denn dieser hat die amerikanischen Unternehmen aufgefordert, ihre Produkte in den USA zu produzieren oder zumindest von einem US-Unternehmen zu beziehen.

Für den deutschen Zulieferer SHW bedeutet dies, dass ihm viel Geld verloren geht.

Qualität entspricht nicht den Vorstellungen von Tesla Motors

Laut der Wirtschaftswoche wurde der Großauftrag mit einem Volumen von insgesamt 100 Millionen Euro gekündigt, weil die Teile laut Tesla Motors technisch unzureichend seien.
Die Teile waren für das Elektroauto Tesla Model 3 bestimmt, welches Ende diesen Jahres auf den Markt kommen soll.

Für das jüngste E-Auto des Autoherstellers gibt es weltweit mehr als 400.000 Vorbestellungen, da die Besteller eine Reservierungsgebühr in Höhe von 1.000 Euro bezahlt haben, welche sie jederzeit (so ihr Fahrzeug noch nicht gebaut wurde) zurückfordern können, muss der Autobauer rechtzeitig mit der Produktion beginnen.

Denn die Konkurrenz wird immer größer, so beträgt die Reichweite zwar um die 346 Kilometer und das Model 3 soll „nur“ ca. 35.000 Euro kosten, aber mit diesen Eckdaten wird es im Jahr 2018 auch gute Stromer von anderen Herstellern geben.

Von welchem Zulieferer Tesla Motors jetzt die Achsgetriebepumpen bestellen wird, ist noch unklar. Für den Automobilzulieferer SHW könnte der gekündigte Auftrag wirtschaftliche Folgen haben, allerdings gehört auch Volkswagen zu den Auftraggebern.
Daher könnte die Sache doch noch glimpflich für SHW ausgehen, laut der Wirtschaftswoche will man juristische Schritte prüfen. Während sich SHW nicht dazu geäußert hat, ob es sich um Tesla handelt, war ein Sprecher von Tesla schon freigiebiger mit den Informationen.

Via: Wirtschaftswoche

 

 

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Ein Gedanke zu „Elektroauto-Hersteller Tesla Motors kündigt Liefervertrag mit deutschem Unternehmen

  • 29. Januar 2017 um 13:09
    Permalink

    Es ist irgendwie nur schwer vorstellbar, das die Qualität eines deutschen Unternehmens den Ansprüchen eines amerikanischen Unternehmens nicht genügt. Im Fall von Tesla kann ich mir aber gut vorstellen, dass Tesla die Achsgetriebepumpen selber produziert oder im „Baumarkt“ kauft um Kosten zu sparen. Schließlich soll das Model 3 nicht mehr als 35.000€ kosten.

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