Staatsanwalt will das Touchscreendisplay des Elektroauto Tesla Model S verbieten

Im Elektroauto Tesla Model S ist ein 17 Zoll großes Touchscreendisplay mittig am Armaturenbrett angebracht, dieses scheint nun den Gesetzesvertretern zunehmend ein Dorn im Auge zu werden – anscheinend wird schon geprüft, dieses zu verbieten.

Im Cockpit des Elektroauto Model S gibt es wenige Knöpfe, viele Einstellungen werden über großen Touchscreen auf der Mittelkonsole vorgenommen. Bildquelle: Tesla Motors
Im Cockpit des Elektroauto Model S gibt es wenige Knöpfe, viele Einstellungen werden über großen Touchscreen auf der Mittelkonsole vorgenommen. Bildquelle: Tesla Motors

Einer der Besonderheiten am Elektroauto Model S von Tesla Motors ist, dass man viele Funktionen über das Touchscreendisplay steuern kann (bzw. muss). Dazu gehört unter anderem das Aus- und Einschalten des Standlicht, Nebelleuchten, etc. – anscheinend scheint dem Staatsanwalt aus der Schweiz ( und dem ADAC, den Ordnungshütern (Stadtpolizei Zürich), etc.) die Tatsache zu stören, dass das Display dauerhaft eingeschaltet ist.
So deaktivieren andere Autohersteller ihre Display ab einer bestimmten Geschwindigkeit, um den Fahrer vor der Ablenkung zu schützen.

Das Elektroauto Tesla Model S. Bildquelle: Tesla Motors
Das Elektroauto Tesla Model S. Bildquelle: Tesla Motors

Der ADAC bemängelt, dass das Display einerseits zu sehr bei Sonnenlicht spiegeln würde und sich andererseits nicht im unmittelbaren Blickfeld des Fahrers befinden würde.

Inzwischen hat der Staatsanwalt Jürg Boll bei dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich eine Prüfung eingeleitet, ob der Bildschirm zulässig ist.

Allerdings scheint auf das Elektrofahrzeug von Tesla Motors wieder einmal exemplarisch eingedroschen zu werden, denn auch bei anderen Fahrzeugen besteht das Problem, dass die Technik die Fahrer zu sehr ablenken könnte.

So hat der Automobilclub im ersten Quartal 2013 mit Hilfe mehrerer Kameras zur Blickverfolgung getestet, wie stark die Technik im Auto die Fahrer ablenkt. Im Rahmen des Tests mussten die Versuchspersonen bei 6 Mittelklassefahrzeugen eine Radiofrequenz suchen und diese speichern, auch sollten sie über den Bordrechner Daten prüfen.
Die Suche nach einer Radiofrequenz soll besonders lange gedauert haben, gefolgt von der Überprüfung des Bordrechners auf zwei Parameter.

Ich bin der Meinung, dass die Menüs oder Regler nur in den ersten Tagen den Fahrer ablenken. Denn jeder Fahrer wird es von seiner Fahrpraxis kennen, dass man, sobald man sich an das Auto gewöhnt hat, nicht mehr hingucken muss, um den Sender zu verstellen oder eine andere Einstellung vorzunehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass nicht noch die EU auf den Trichter kommt und Tesla Motors zu einem Update der Software für die EU-Fahrzeuge zwingt und man während der Fahrt nur noch die nötigsten Einstellungen vornehmen kann.

Oder würde es keine Störung oder als Eingriff empfunden werden, wenn man auf dem 17Zoll Touchscreen-Display bei der Fahrt nur noch die nötigsten Einstellungen vornehmen kann?

Via: Golem

 

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Kai

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6 Gedanken zu „Staatsanwalt will das Touchscreendisplay des Elektroauto Tesla Model S verbieten

  • 5. Februar 2014 um 23:46
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    Hallo,

    da sieht man’s mal wieder – hier wiehert nicht nur der deutsche sondern auch der schweizer Amtsschimmel! Wahrscheinlich surfe ich als Teslafahrer im Internet, checke Emails und fahre permanent das Schiebedach auf und zu…
    Mal ehrlich, gerade die heutigen Autos glänzen alle mit sogenannten MMI’s für die man schon fast ein Informatikstudium absolvieren muss – ich denke hier an iDrive und Co. Während der Fahrt tut man ja auch ständig eine Radiofrequenz speichern, was übrigens auch bei den guten alten Radio’s ohne Ablenkung nicht möglich ist!
    Diese Tests und Behauptungen sind einfach wirklichkeitsfremd.
    Ich bin völlig Deiner Meinung und kann dies als Tesla Fahrer nur bestätigen, dass man zum Einen sehr schnell weiss, wo welcher Knopf ist (wie bei jedem anderen Auto auch) und zum Anderen stiert man nicht ständig auf den Bildschirm, und geblendet bin ich von diesem noch nie worden…
    Btw. das Schiebedach lässt sich bequem vom Lenkrad aus steuern – wenn man denn eins hat! Die Herren sollten erstmal’ne Weile mit einem solchen Fahrzeug fahren, bevor sie urteilen. Danach würden Sie feststellen, wie „verrückt“ ein good old ICE Car ist – ich will jedenfalls nicht mehr tauschen!!
    Schlimm genug, dass Tesla die automatische Absenkung deaktivieren musste (die ja hoffentlich bald wieder kommt) jetzt noch das zentrale Bedienelement abschalten – wie kann man nur auf solche Ideen kommen??

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  • Pingback:Deutscher Auto Blogger Digest vom 05.02.2014 › "Auto .. geil"

  • 6. Februar 2014 um 11:14
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    Nur ein Hinweis in Bezug auf die Bilder des Tesla Model S im Artikel…die sind von der Alpha-Version des Wagens von vor 5 Jahren… sowohl innen als auch außen sieht der aktuell erwerbbare Tesla Model S anders aus. Der Autor sollte sich vielleicht mal in einen Tesla Store begeben, um den Tesla auch einmal live zu erleben… 😉

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  • 6. Februar 2014 um 11:33
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    Internet ausschalten über 60 km/h halte ich schon für sinnvoll, alles andere wird egal sein, dass werden ja auch nur knöpfe sein, sie sehen halt nur anders aus wie bisher…

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  • Pingback:El Tesla Model S podría verse privado de su gran pantalla táctil central » amsacar.es - Tu comercial del Automovil

  • 9. Februar 2014 um 12:09
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    Das ist mir schon klar, dass sich eine Gruppe bilden wird, welche durch relativ Unbekannte angeführt wird. So manchem führende Hersteller ist der innovative Hersteller TESLA ein Dorn im Auge. Das was die Autoindustrie schon lange in der Schublade hat und durch die Mineralölindustrie und Politik dort auch zunächst bleiben wird, bringen andere frei auf den Markt. Das dann auch ADAC mitmischt und kritisiert ist klar. Ohne weiteren Kommentar!

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