Drittes Feuer beim Elektroauto Tesla Model S aus Sicht des Fahrer

(10.11.2013)

Am Mittwoch den 6. November ist wieder ein Exemplar des Elektroauto Tesla Model S in Feuer aufgegangen, nun hat sich der Besitzer des Unfallwagens zu Wort gemeldet.

Das Elektroauto Tesla Model S wird gelöscht, der Unfall ereignete sich in Nashville (USA). Twitter user NASHVILLIAN
Das Elektroauto Tesla Model S wird gelöscht, der Unfall ereignete sich in Nashville (USA). Twitter user NASHVILLIAN

Der Unfall ereignete sich im US-Bundesstaat Tennessee und geschah gegen 12:30Uhr, bei dem Fahrer handelt es sich um Juris Shibayama (38), welcher mit dem Elektrofahrzeug von Tesla Motors unterwegs war.

Am Mittwoch, dem 6. November kam es zum dritten Feuer innerhalb von sechs Wochen nach einem Verkehrsunfall, in welches ein Elektroauto vom Typ Model S von Tesla Motors verwickelt ist.

Jetzt hat Herr Shibayama (38) seine Sicht des Unfalls veröffentlicht:

Aus der Sicht eines Modell S Eigentümer

Von Juris Shibayama

Ich fuhr mit etwa 112 Kilometer pro Stunde auf der rechten Spur der Autobahn den Weg von der Arbeit nach Hause, vor mir fuhr LKW.In der Mitte der Fahrbahn lag eine Anhängerkupplung und ich hatte nicht genug Zeit, um auszuweichen. Die (Anhänger-)Kupplung gelang unter mein Auto und ich fühlte, wie diese den Boden des Elektroautos traf und es fühlte sich an, als sei das Auto dadurch nach oben gehoben worden.

Etwa 30-45 Sekunden später gab es eine Warnung auf dem Display im Armaturenbrett (des Elektroauto Tesla Model S, Anmerkung der Redaktion), welche mir mitteilte, dass das Auto repariert werden muss und nicht neu gestartet werden kann. Ich fuhr in der Hoffnung noch nach Hause zu kommen weiter nach Hause.
Etwa eine Minute später war auf dem Display im Armaturenbrett folgende Meldung zu lesen: „Bitte fahren Sie sicher rechts ran.DasAuto wird heruntergefahren.
Ich war in der Lage, sicher an den Straßenrand zu fahren und hatte die ganze Zeit die volle Kontrolle über das Auto.

Ich stieg aus dem Auto und begann alle meine Sachen aus dem Auto zu nehmen.Etwa 5 – 10 Sekunden nach dem Aussteigen begann Rauch aus dem vorderen Unterboden des Autos zu steigen.
Ich habe mich etwa 91 Meter (100 Yard) vom Fahrzeug entfernt. Es begann mehr Rauch aus dem Boden des Autos zu steigen und etwa zwei Minuten, nachdem ich ging, fing die Front des Autos Feuer.

Ich bin Gott dafür dankbar, dass ich war unverletzt geblieben bin. Wäre ich nicht in einem Tesla unterwegs gewesen, hätte das Objekt den (Fahrzeug-)Boden durchschlagen  und mich dabei schwer verletzen können. Von dem Zeitpunkt des Aufpralls des Objekts bis zu dem Zeitpunkt, als das Auto Feuer fing sind etwa fünf Minuten vergangen. Während dieser Zeit, hat mich das Auto gewarnt, dass es beschädigt wurde und es wies mich an, an den Straßenrand zu fahren.Ich hatte nie das Gefühl, dass ich in einer unmittelbare Gefahr war.
Auch nach dem das Auto von dem Objekt getroffen wurde, funktionierte es noch perfekt und die Situation war jederzeit unter Kontrolle. Es gab nie einen Punkt, an dem ich den Flammen nahe war.

Die Feuerwehrleute kamen sofort und haben die Flammen mit Wasser gelöscht. Sie waren dabei, die Türen zu öffnen und ich drückte die Schlüsseltaste vom Fahrzeugschlüssel und die Griffe kamen zum öffnen der Tür heraus, obwohl der vordere Teil des Fahrzeug brannte. (Wenn das Model S abgeschlossen sind, sind diese in den Türen verborgen – erst beim öffnen gleiten die Türgriffe aus der Tür. Anmerkung der Redaktion.)
Die Fahrzeugkabine wurde von keiner Flamme erreicht und es wurde nichts im Fahrzeuginnenraum beschädigt.
Ich war sogar in der Lage, meine Papiere und Stifte aus dem Handschuhfach zu bekommen.

Diese Erfahrung haben mir gezeigt, dass es falsch ist anzunehmen, dass das Tesla Model S ein unsicheres Auto ist.Ich würde jederzeit ein neues kaufen.

 

Via: Tesla Motors Blog

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Kai

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8 Gedanken zu „Drittes Feuer beim Elektroauto Tesla Model S aus Sicht des Fahrer

  • 11. November 2013 um 15:42
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    War Ihnen der Unfall, der für den 2. Brand sorgte nicht „kapital“ genug?
    Wer weiß wie ein anderes Auto nach dem schweren Crash in Mexico ausgesehen hätte.
    “We were able to contact the driver quickly and are pleased that he is safe. This was a significant accident where the car was traveling at such a high speed that it smashed through a concrete wall and then hit a large tree, yet the driver walked away from the car with no permanent injury.“
    http://blog.axisofoversteer.com/2013/10/another-tesla-on-fire-after-crash.html

    Oder hätten sie bei diesem schweren Unfall lieber im Honda als im Tesla gesessen? Im Foto sieht man den Tesla im Hintergrund. Er brennt nicht.
    Leider sind die beiden Insassen im Honda noch am Unfallort verstorben.
    http://articles.latimes.com/2013/apr/02/local/la-me-ln-laguna-beach-accident-20130402

    Ich sehe das fast schon umgekehrt. Das Model S ist passiv sehr sicher, wenn nicht sicherer als alle anderen Autos derzeit am Markt. Leider aber zum zum Preis eines schlechten Unfallpartnerschutzes.

    hs

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  • 11. November 2013 um 16:52
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    Ich verstehe auch nicht wie eine ca. 10 cm hohe Anhängerkupplung mir den gesamten Boden aufschlitzen soll.

    Das S soll angeblich eine Bodenfreiheit von 13,23 – 18,54 cm (Standard 15,24 cm) verfügen. Ist eine Anhängerkupplung nicht kleiner oder war das die Anhängerkupplung des LKW? Weiß jemand hier mehr? Bitte Info. Danke.

    Gruß

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  • 12. November 2013 um 22:31
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    „Auch nach dem das Auto von dem Objekt getroffen wurde, funktionierte es noch perfekt “
    … dann wurde ich drauf hingewiesen, dass mein Fahrzeug heruntergefahren wird.
    … ich entferne mich 100 m vom Fahrzeug. Das Fahrzeug brennt. Macht nichts. Die Feuerwehr kommt und löscht meinen Tesla. Ich bin begeistert! So ein zuverlässiges Fahrzeug. Es hat mich gewarnt, noch bevor es zu brennen begann…..

    Da war Tesla wirklich schnell beim Kunden und hat die Aussage beeinflusst. Ein brennendes Auto: HALLO!

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  • 12. November 2013 um 23:53
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    Ein relativ kleines Teil hat vor einiger Zeit die Ära der Concorde beendet
    Ein brennendes Flugzeug…..Hallo!

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  • 13. November 2013 um 08:36
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    Es ist schon fast nicht zu ertragen, wie man hier einen katastrophalen Mängel herunterspielt und es sieht so aus als hätte Tesla den Bericht verfasst.Der Tesla ist ein tolles Auto, aber dies ist genau der Grund, warum Mercedes nicht weiter bei Tesla eingestiegen ist. Ich komme mir von dem Bericht verarscht vor.

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  • 18. November 2013 um 12:43
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    Also ein Auto, was nach einer Beschädigung, dem Fahrer die Information gibt, dass er sich in Gefahr bringt wenn er weiter fährt und es ihm ausserdem dieses verbietet, in dem es sich abschaltet, klingt für mich nicht nach einem Katastrophalen Mangel, sondern eher nach einer sehr gut durchdachten Sicherheitsstrategie.
    Ausserdem hat man so auch die Möglichkeit noch das Fahrzeug an den Seitenstreifen zu befördern um nicht noch nachfolgende Leute zu gefährden.

    Wie viele Autos sagen dem Fahrer bescheid, dass es grade Benzin oder andere brandfördernden Mittel aus dem Motorraum verliert?

    Ich glaube nicht, dass dort Beeinflussung im Spiel war, sondern ein Fahrer, der sich bedankt, dass er ein Unfall der wesentlich böser hätte ausgehen können OHNE Blessuren überstanden hat, weil sein Auto mitdenkt.

    Wenn außerdem im Innenraum nichts geschehen ist, obwohl es zu einem Feuer kam ist das für mich ein weiterer Hinweis auf die Sicherheit des Fahrzeuges.
    Wie viele nicht Elektrofahrzeuge brennen schließlich jedes Jahr ab, wegen kleinerer Beschädigungen? Nur da sagt wieder keiner was, weil es wohl schon so sehr zur Gewohnheit gehört, dass es sich nicht lohnt es irgendwo zu erwähnen.

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  • 18. Dezember 2013 um 16:52
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    Leute wer mit über 100 Sachen auf eine Anhängerkupplung auffährt sollte froh sein, das die nicht noch durchs Dach fliegt.
    Es kommt immer darauf an, wo sie dann letztendlich einschlägt. Triff so ein Teil bei Benziner falsch auf und durchschlägt, Ölwanne oder Benzinleitung, kann ein Benziner des besten Premiumherstller abbrennen.
    Bloß nicht das Ammenmärchen der Ölindustrie glauben das Benzin nicht brennt !!

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