Nissan will mehr Schnellladestationen für Elektroautos installieren

(25.10.2011)

Damit die möglichen Käufer mehr Elektroautos kaufen, muss die Anzahl der Schnellladestationen erhöht werden, denn nur so können Menschen überzeugt werden, die gelegentlich längere Reisen unternehmen müssen.

Bildquelle: Nissan

Um den Menschen die Angst vor dem liegen bleiben mit dem Elektrofahrzeug zu nehmen und um ihre Mobiltätsbedürfnisse zu befriedigen ist ein engmaschiges Netz von Schnellladestationen notwendig, an denen sie die Batterie ihres E-Autos in weniger als einer halben Stunde auf 80 Prozent der Kapazität aufladen können.
Damit die Schnellladestationen schneller verbreitet werden, treibt der Autohersteller Nissan zusammen mit führenden europäischen Energieversorgern und Zulieferern die Entwicklung von von vor allem kostengünstigeren Schnellladegeräten voran.
Bis zum Jahr 2012 sollen Tausende von Schnellladestationen in Europa installiert werden, bis zum Jahr 2015 sollen es sogar Zehntausende sein. Von der Vereinbarung zwischen Nissan, Siemens, dem spanischen Energieversorger Endesa, dem portugiesischen Elektrizitätsunternehmen Efacec, dem Auflade-Infrastrukturspezialisten DBT und dem Zulieferer Circutor versprechen sich die Kooperationspartner eine erhebliche Preissenkung der Ladeeinheiten – um die Hälfte auf unter 10.000 Euro.

Wegen der günstigeren Anschaffungskosten soll die Einrichtung von Schnellladestationen vor allem auch für für Tankstellen- und Parkhausbetreiber sowie für den Einzelhandel attraktiv werden.
Die weiterentwickelten Stationen nutzen Schnellladegeräte des “Cha de Mo”-Standards (Cha de Mo steht für “Charge to Move” und bezeichnet einen Industriestandard für Ladevorrichtungen von Elektrofahrzeugen, auf den sich japanische Unternehmen wie Nissan, Toyota, Mitsubishi und Fuji Heavy Industries verständigt haben. Heute gehören dem Verbund über 150 Unternehmen weltweit und auch Kommunalverwaltungen an), die 50 Kilowatt abgeben und den Ladevorgang damit erheblich beschleunigen.

Erst vor kurzem hatte Nissan in Japan neue Schnellladestationen vorgestellt, deren Ausmaße 50 Prozent kompakter ist und die 70 Prozent weniger als die bisher angebotenen Anlagen zum Aufladen von Elektroautos kosten.
Die ersten Stromtankstellen dieser Art sollen bereits im kommenden Monat ausgeliefert werden. Die verbesserung der Infrastruktur soll vor allem auch dabei helfen, den Absatz des Elektroautos Nissan LEAF weiter zu steigern, der in Europa bereits in Großbritannien, den Niederlanden, Irland, Frankreich, Spanien und Portugal erhältlich ist. In Kürze werden die ersten Fahrzeuge in der Schweiz, Belgien, Norwegen, Schweden und Dänemark an Kunden ausgeliefert und Anfang 2012 kommt der LEAF auch in Deutschland auf auf den Markt.

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2 Gedanken zu „Nissan will mehr Schnellladestationen für Elektroautos installieren

  • 26. Oktober 2011 um 10:24
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    Anfang 2012 also auch in Deutschland. Was soll dieses Fahrzeug dann hier bei uns kosten? Soweit ich weiß hat die Regierung keinerlei Unterstützung zugesagt in Form von finanziellen Anreizen. Bei einem Preis von über 30.000 Euro wird er bei „Otto-Normalverbraucher“ wenig Anklang finden, obwohl er als vollwertiger, 4-sitziger PKW durchaus interessant scheint. Eine Ladestation würde ich als Berufspendler mit 50km pro Tag weniger vermissen. Nachts wird daheim geladen, tagsüber gefahren.
    Bei einem Preis von bis zu 25.000 Euro würde mich der Leaf durchaus reizen.

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  • 27. Oktober 2011 um 20:02
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    Hallo, der Leaf soll auf jeden Fall unter 30.000 Euro kosten, ich gehe mal von 28.000 Euro Kaufpreis + eventuelle Extras aus.

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