Elektroautos Zuhause laden und die Förderungen- die 7 größten Irrtümer

Man(26.07.2021) Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind die Absatzzahlen für Plug-In Hybrid- und Elektroautos massiv gestiegen, Zeit sich mit ein paar Irrtümern zu beschäftigen.

Dieser Parkplatz steht vor einer Ladestation bei Volkswagen in Wolfsburg.
Dieser Parkplatz steht vor einer Ladestation bei Volkswagen in Wolfsburg.

Seit 2019 wird die Elektromobilität in Deutschland sehr stark gefördert, so gibt es derzeit die Wallboxförderung (bis zu 900 Euro pro privater Wallbox) und den Elektrobonus für Elektro- und Plug-In Hybridautos. Je nach Bundesland oder sogar einzelnen Städten/Gemeinden kann es sogar noch zusätzliche Förderungen geben.

Die Absatzzahlen für Plug-In Hybridautos sind massiv gestiegen, so das es unter anderem für die Plug-In Version der Mercedes-Benz A-Klasse einen Bestellstopp gab. Bei Plug-In Hybridautos sehen viele Menschen den Vorteil, dass sie ihr Auto bei Bedarf auch an einer Tankstelle mit Benzin/Diesel schnell betanken können..

Irrtum 1: Wenn ich ein Elektrofahrzeug zu Hause aufladen will, fallen hohe Kosten an

Ein Plug-In Hybridauto muss nicht aufgeladen werden, so das zu Hause keine Ladestation benötigt wird. Bei Elektroautos kommt es darauf an, wie schnell man seinen Stromer aufladen will. Denn wer genug Zeit hat, kann sein Elektroauto auch an einer normalen Steckdose aufladen. Allerdings kann dies auf Dauer die Haushaltsverkabelung des Hauses oder der Garage überlasten.
Da die Wallboxen derzeit (Stand Juli 2021) über die KfW mit bis zu 900 Euro gefördert werden, sollte eine Wallbox installiert werden.

Irrtum 2: Wenn ich zu mein Elektroauto schnell Aufladen will, brauche ich eine Wallbox

Man benötigt keine Wallbox, wenn man zu Hause ein Elektroauto schnell aufladen will. Zwar ist eine Wallbox praktisch, aber man kann auch mobile Lademöglichkeiten nutzen.

So gibt es zum Beispiel die Juice Booster 2*, welche mit vielen verschiedenen Steckertypen kombiniert werden kann. So kann man eine normale Steckdose, Starkstromsteckdose, etc. nutzen.

Mit solchen mobilen Ladegeräten ist man sehr flexibel, wer sein Elektroauto aber nur zu Hause auflädt, sollte eine Wallbox verwenden.

Irrtum 3: Bald haben alle Gleichstrom Wallboxen zu Hause

Mit Gleichstrom Wallboxen (DC Wallboxen) lassen Elektroautos viel schneller aufladen, allerdings können die Gesamtkosten schnell fünfstellig werden.

Aber für Flottenbetreiber, Parkhäuser oder Gemeinschaftsparkflächen für Mietshäuser oder Einkaufscenter können sie eine gute Wahl sein, da sich die Stromer so schneller laden lassen und die Ladestation dann wieder anderen Fahrern zur Verfügung steht.

Irrtum 4: Zu Hause Laden ist ungefährlich

Bei nicht fachmännisch angeschlossenen Ladestationen kann es gefährlich werden, gerade Häuser, welche vor 1980 gebaut worden, haben noch evtl. veraltete Elektrik/Stromkabel verbaut. Dadurch kann es schlimmstenfalls zu Kabelbränden kommen, welche in einem Hausbrand enden können.

Daher sollte man die Elektronik des Hauses vorher von einem Elektriker prüfen lassen.

Irrtum 5: Es gibt bereits genug Ladestationen

Das Ladenetz ist noch nicht gut ausgebaut, weil es noch zu viele Insellösungen gibt.

So gibt es verschiedene Ladenetzbetreiber mit verschiedenen Abrechungsmethoden, ein spontanes laden ist derzeit schwierig. Allerdings werden immer mehr Ladestationen installiert, so das mittlerweile auch ländliche Gegenden mit Ladestationen versorgt werden.

In den Städten gibt es mittlerweile das Problem, dass die Ladestationen bereits besetzt sind und man entweder warten muss oder eine andere ansteuern muss.

Irrtum 6: Für die Förderung von 9.000 Euro für ein Elektroauto darf das E-Auto nur 40.000 Euro kosten

Das Auto darf auch mehr als 40.000 Euro kosten, die Förderhöhe hängt vom Netto-Kosten-Preis (ohne MwSt) und ohne die Zusatzausstattung ab.

Für ein Elektroauto kann man 9.000 Euro und für ein Plug-In Hybridauto 6.750 Euro erhalten.

Wenn die Autos auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge der Bafa stehen, können sie auch über 40.000 Euro kosten. Man erhält dann für ein E-Auto bis zu 7.500€ und für ein Plug-In bis zu 5.625€

Hier ist die BAFA – Fahrzeugliste

Irrtum7: Kaufprämie gilt nur für Neuwagen

Wenn die vier folgenden Bedingungen erfüllt werden, können auch Gebrauchtwagen von der BaFa gefördert werden:

  • Jahreswagen (nicht älter als 12 Monate)
  • nicht vor dem 15.11.2019
  • darf nicht schon mal gefördert worden sein
  • nicht mehr als 15.000 Kilomter gefahren worden.

Die Förderung bei einem Gebrauchtwagen fällt allerdings nicht so hoch wie bei einem Neuwagen aus.

 

*Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link, dies bedeutet, dass ich einen kleinen Geldbetrag erhalte, wenn über diesen Link ein Artikel bestellt wird. Für die Käufer wird der Artikel nicht teurer.

Passende Fahrzeuge

Plug-In Hybridauto BMW X5 xDrive40e. Bildquelle: BMW AG

Plug-In Hybridauto BMW X5 xDrive40e

Plug-In Hybridauto Toyota Prius, er wird auch als Prius Plug-In Hybrid oder auch als Prius PHV bezeichnet. Bildquelle: Toyota

Plug-In Hybridauto Toyota Prius Plug-in Hybrid

Für das Elektroauto Renault Zoe gibt es ab sofort ein Notladekabel, mit dem man die Akkuzellen auch an den sogenannten Schuko-Steckdosen aufladen kann. Bildquelle: Renault

Elektroauto Renault Zoe

Hyundai Ioniq Electric. Bildquelle: Hyundai

Elektroauto Hyundai Ioniq Electric

Elektroauto VW ID.3. Bildquelle: VW AG

Elektroauto VW ID.3

No votes yet.
Please wait...

Kai

Wenn Dir der Artikel gefällt, kannst Du auf Unterstütze uns erfahren, wie Du Mein-Elektroauto.com unterstützen kannst.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.