[21.06.2017] Für viele Firmen lohnt sich der Umstieg auf die Elektromobilität, gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten, im Unternehmen Energie zu sparen.

Elektroauto Nissan Leaf und 3 Varianten des Elektroauto Nissan e-NV200, Bildquelle: Nissan

Elektroauto Nissan Leaf und 3 Varianten des Elektroauto Nissan e-NV200, Bildquelle: Nissan

Dieselbetriebene Fahrzeuge sind in Firmenflotten oft Standard. Grund ist das bislang bessere Preis-Leistungsverhältnis bezogen auf Kosten pro gefahrenen Kilometer. Auf langen Strecken gibt es mitunter keine Alternative, doch für Betriebe, deren Mitarbeiter täglich im Kundendienst vor Ort unterwegs sind, können Elektrofahrzeuge durchaus eine sinnvolle, komfortable, energieschonende und langfristig kostensparende Alternative sein. Nicht umsonst setzt die Deutsche Post auf ihren selbst entwickelten StreetScooter. Das Produkt ist bezahlbar und wird demnächst auch für Firmen angeboten. Erklärtes Ziel ist laut Gerdes, Konzernvorstand e-Post-eCommerce – Parcel: „Wir bleiben Motor der Elektromobilität und wollen Marktführer in der grünen Logistik werden.“

Der Streetscooter ist ein Lastenfahrzeug, mit dem Firmen zum Beispiel Pakete ausfahren sowie Werkzeuge und Waren transportieren können. Einsetzbar ist es in der Logistik, im Handwerk, in der Gastronomie und weiteren Branchen. Die Deutsche Post redet inzwischen auch davon, ein Modell als Kleinwagen herzustellen. Dann ließen sich auch Firmen ausstatten, die keine Transportfläche benötigen. Außerdem plant die Post den Kundenkreis auf Privatpersonen zu erweitern. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber ein festes Vorhaben, das die Deutsche Post bereits mehrfach in der Presse kundgetan hat.
Bis es soweit ist, bleibt Firmen und Privatpersonen der Zugriff auf die bislang erschienenen Elektro-Automodelle, die bereits heute auf dem Markt sind. Die Firmen Audi, BMW, Citroën, Daimler, Mitsubishi, Nissan, Opel, Porsche, Toyota, Volkswagen und andere haben bereits verschiedene Modelle auf den Markt gebracht. Zu den Beliebtesten gehören diese:

Der Überblick über die beliebtesten Elektroautos Europas 2016 zeigt, welche Modelle noch zu den Favoriten bei Verbrauchern gehören.
E-Pedelec für Mitarbeiter auf Firmenkosten
Viel Energie lässt sich einsparen, wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht länger mit ihrem eigenen Pkw zur Arbeit fahren, sondern auf Elektro-Fahrräder umsteigen. Hierzu hat es der Gesetzgeber ermöglicht, ein E-Bike – genauso wie einen regulären Firmenwagen – mit der 1%- Regelung steuerlich zu berücksichtigen. Für kleines Geld können Mitarbeiter ein hochwertiges E-Bike nutzen. Beliebt sind insbesondere Leasingverträge, die Wartung und Akkuaustausch inkludieren. Dadurch ist sichergestellt, dass keine überraschenden Folgekosten auf den Arbeitnehmer zukommen. Und so funktioniert es:

  1. Die Firma schließt einen Leasingvertrag mit einem E-Bike-Anbieter über eine vorher festgelegte Laufzeit.
  2. Der Mitarbeiter darf sich bei dem Anbieter sein Wunsch-Bike aussuchen. Dieses darf er bei Laufzeitende zu einem geringen Restwert kaufen bzw. kostenfrei übernehmen.
  3. Finanziert wird das Fahrrad durch Brutto-Lohnverzicht seitens des Mitarbeiters. Dazu ist eine vertragliche Regelung notwendig, die den Verzicht auf das Bruttogehalt zugunsten der Finanzierung des E-Bikes beinhaltet.
  4. Auf die Lohnabrechnung des Mitarbeiters wird 1 % des Bruttoanschaffungspreises (abgerundet auf volle 100 €) draufgeschlagen und versteuert. Kostet das E-Bike zum Beispiel 2.500 €, werden monatlich 25 € dem persönlichen Steuersatz unterworfen.
    Auf den genannten Wegen können Firmen jeder Größenordnung Energie sparen und damit die Umwelt schonen. Gerade bei der Anschaffung von IT und Fahrzeugen sollten sie mit spitzem Bleistift rechnen und alle Optionen prüfen. Übrigens: Ein E-Bike schont nicht nur die Umwelt und spart Geld, sondern es stärkt darüber hinaus die Gesundheit und sorgt zudem für geringere Krankenquoten im Betrieb – gute Gründe, Mitarbeiter von der E-Bike-Nutzung zu überzeugen.

Betriebe denken Grün: Energieverbrauch in Firmen senken

In Firmen gibt es viele Energiefresser, die Tag für Tag das Budget belasten. Doch Betriebe denken inzwischen um. Sie suchen permanent nach Möglichkeiten, die laufenden Kosten zu senken. Dafür greifen sie in der Anschaffung etwas tiefer in die Tasche, denn langfristig rechnen sich energieeffiziente Geräte und Anlagegüter. Es gibt ein großes Einsparpotenzial bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie bei der Mobilität. Wo sich Energie und damit Geld sparen lässt, zeigt dieser Beitrag.

Büroausstattung auf den Prüfstand stellen

Um Energie zu sparen muss man in der Firma nicht gleich auf alle elektronischen Geräte verzichten. © stillkost - Fotolia.com

Um Energie zu sparen muss man in der Firma nicht gleich auf alle elektronischen Geräte verzichten.
© stillkost – Fotolia.com

Unter dem Stichwort „Green IT“ fasst das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit alle Maßnahmen zusammen, die mit Energiesparen in einem Unternehmen einhergehen. Vorrangiges Ziel ist es, die

„Information-und Kommunikationstechnologie so ressourcenschonend wie möglich einzusetzen. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern ist auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive sinnvoll,“

ist online auf der Webseite des eingangs genannten Ministeriums zu lesen. Die sogenannten Energieaudits sind in Unternehmen ab einer bestimmten Größe Pflicht. Die Vorschriften hierzu sind im Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) zu finden. Im Rahmen des Energieaudits wird erfasst, wie viel Energie ein Unternehmen verbraucht und wo sich Einsparpotenzial ergibt. Daraus entwickeln die akkreditierten Energieberater, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) im Auftrag der Bundesregierung einsetzt, einen Empfehlungsplan. Zu den wichtigsten Empfehlungen in Sachen Green IT gehören diese Punkte:

  • Einen leistungsstarken Server statt mehrere kleine Server nutzen und Sicherungsprozesse tagsüber während der Arbeitszeit und nicht nachts gesondert laufen lassen.
  • Datenmanagement auf doppelte Speicherungen überprüfen und verbessern.
  • Stand-by Funktionen aushebeln und Geräte vollständig abschalten. Das gilt für sämtliche IT-Geräte wie PC, Drucker, Zeige- und Eingabegeräte. Beim Austausch von IT sollten Betriebe auf Geräte mit Energy Star-Zertifikat achten. Diese sind oft zusätzlich mit dem Blauen Umweltengel gekennzeichnet. Tipp: Bei prindo.de sind Angaben hierzu in den technischen Daten im Abschnitt „Zertifikate“ hinterlegt, wie zum Beispiel an diesem Drucker von HP zu sehen ist. Über die Stichwortsuche lassen sich aus dem breiten Sortiment direkt die Produkte filtern, die Energieeffizienzanforderungen erfüllen.
  • Hardware bedarfsgerecht kaufen/Multifunktionsgeräte kaufen, die mehrere Funktionen erfüllen. Zum Thema Drucker schreibt das Bundesministerium: „Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker? In den meisten Büros werden heute Laserdrucker verwendet. Dabei haben Tintenstrahldrucker in den letzten Jahren einen großen Technologiesprung gemacht. Inzwischen haben sie die deutlich besseren Verbrauchsdaten. Im Druckmodus benötigen Tintenstrahldrucker im Schnitt 10-20 W Strom, Laserdrucker hingegen 300-400 W.“

 

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Kai
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