Mit dem Elektroauto Nissan Leaf von Großbritannien nach Sibirien

[30.04.2017] Mit dem Elektroauto Nissan Leaf will das Team „Plug In Adventures“ an der Mongol Rally teilnehmen, hierbei wollen die Fahrer 16.000 Kilometer von Großbritannien bis nach Sibirien zurücklegen.

Im Elektroauto von Europa nach Asien: „Plug In Adventures“ wagt den Selbstversuch und startet mit einem Nissan Leaf bei der Mongol Rally. Die abenteuerreiche Langstrecken-Rallye führt im Sommer über rund 16.000 Kilometer von Großbritannien über die Mongolei bis nach Sibirien. Ein Elektroauto ist in diesem Jahr erstmals dabei. Um jedoch die Herausforderungen der Langstreckenfahrt zu meistern, wurde die Familienlimousine gezielt modifiziert zum Nissan Leaf AT-EV (All Terrain Electric Vehicle). Bildquelle: Nissan
Im Elektroauto von Europa nach Asien: „Plug In Adventures“ wagt den Selbstversuch und startet mit einem Nissan Leaf bei der Mongol Rally. Die abenteuerreiche Langstrecken-Rallye führt im Sommer über rund 16.000 Kilometer von Großbritannien über die Mongolei bis nach Sibirien. Ein Elektroauto ist in diesem Jahr erstmals dabei. Um jedoch die Herausforderungen der Langstreckenfahrt zu meistern, wurde die Familienlimousine gezielt modifiziert zum Nissan Leaf AT-EV (All Terrain Electric Vehicle). Bildquelle: Nissan

Das man mit Elektroauto auch sehr weite Strecken fahren kann, zeigt sich an dem Vorhaben von „Plug In Adventures“: Denn das Team will an der Mongol Rally teilnehmen, hierfür fahren sie etwa 16.000 Kilometer von Großbritannien über die Mongolei bis nach Sibirien.

„Plug In Adventures“ hat für dieses anspruchsvolle Vorhaben den vollelektrischen NissanNissan Leaf gewählt. Die 2011 von Chris Ramsey ins Leben gerufene Initiative ist ein Zusammenschluss von Abenteurern und Freunden der Elektromobilität. Mit ungewöhnlichen Aktionen machen sie seitdem auf die alternative Antriebstechnik aufmerksam. So fuhren sie im September 2015 innerhalb von nur zwei Tagen von der Nord- zur Südspitze Großbritanniens und wieder zurück: Für die knapp 2.660 Kilometer lange Strecke wurden ausschließlich öffentlich zugängliche Ladestationen genutzt.

Bei der Mongol Rally startet „Plug in Adventures“ mit einem Nissan Leaf AT-EV (All Terrain Electric Vehicle): Das geländetaugliche Elektroauto basiert auf dem klassischen Nissan Leaf Acenta mit der 30-kWh großen Batterieeinheit und bietet so eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern pro Ladung.

Um die Herausforderungen der Langstreckenfahrt auf zum Teil unwegsamen Gelänge zu meistern, wurde die Familienlimousine gezielt modifiziert: Für eine bessere Leistung abseits asphaltierter Straßen ist der Leaf AT-EV auf besonders widerstandsfähigen Rädern und Reifen unterwegs. Geschweißte Platten unter den Querlenkern, geflochtene Bremsleitungen, Schmutzfänger und ein sechs Millimeter starker Aluminium-Wannenschutz geben zusätzliche Sicherheit im rauen Gelände. Auf dem Dach findet sich neben einem Gepäckträger ein leistungsstarker LED-Spotbalken, der Licht in die Dunkelheit bringt.

Da die Mongol Rally nicht auf Zeit gefahren wird, ist für die Fahrer ein möglichst hoher Langstreckenkomfort wünschenswert. Um Gewicht zu sparen und mehr Platz zu schaffen, hat Plug In Adventures deshalb in Zusammenarbeit mit den britischen Spezialisten der RML Group auch das Interieur des Nissan Leaf angepasst. Während vorn mit Ausnahme von Gummifußmatten alles unverändert blieb, wurde die zweite Sitzreihe vollständig entfernt. Dadurch sinkt das Gewicht um 32 Kilogramm. Im Kofferraum sind ein Feuerlöscher und ein Erste-Hilfe-Kit befestigt.

Chris Ramsey erklärt:

„Die Mongol Rally ist bislang unsere wohl anspruchsvollste Fahrt mit einem Elektroauto, aber wir sind perfekt vorbereitet. Je weiter östlich wir unterwegs sind, desto mehr kämpfen wir nicht nur mit der abnehmenden Zahl von Ladestationen, sondern auch mit schwierigerem Terrain.

Die Wahl des Nissan Leaf war eine bewusste Entscheidung. Ich bin mit dem Auto vertraut, es ist zuverlässig und haltbar und wir können in Europa auf ein großes Netz an Schnellladestationen vertrauen.“

Ramsey plant regelmäßige Zwischenstopps ein, um den Menschen entlang der Route die Vorzüge von Elektroautos näher zu bringen. Außerdem wird er auf der „What3Words“-Plattform (http://what3words.com/) Lademöglichkeiten markieren, damit künftige E-Autofahrer in der Region nicht lange suchen müssen.

Gareth Dunsmore (Director Electric Vehicles bei Nissan Europe) sagt:

„Seit der Einführung des Leaf 2010 sind unsere Kunden mehr als drei Milliarden Kilometer gefahren, was einer CO2-Einsparung von über 500 Millionen Kilogramm entspricht.

Nur wenige Leaf Besitzer waren allerdings so aktiv wie ‚Plug In Adventures‘, die zeigen, dass Elektroautos mehr können als den täglichen Arbeitsweg. Wir unterstützen eine so ambitionierte Fahrt und wüschen ihnen eine sichere und angenehme Reise.“

Die Mongol Rally ist eine Charity-Fahrt, die über Berge sowie durch Wüsten und Steppen von Europa nach Asien führt. Die von „The Adventurists“ organisierte Rallye startete erstmals 2004 und hat seitdem rund fünf Millionen Britische Pfund (gut 5,8 Millionen Euro) für den guten Zweck eingefahren. Jedes Team beteiligt sich mit mindestens 1.000 Pfund.

Die 2017er Auflage beginnt am 16. Juli; Ziel ist die russische Stadt Ulan-Ude im südöstlichen Sibirien.

Via: Pressemitteilung von Nissan

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Ein Gedanke zu „Mit dem Elektroauto Nissan Leaf von Großbritannien nach Sibirien

  • 18. September 2017 um 21:07
    Permalink

    Mit einem Elektroauto eine Rally fahren, das ist mal ein waghalsiges Vorhaben. Aber es trägt auf jeden Fall dazu bei, dass E-Autos weiter im Markt etabliert werden. Das kann nur gut für den Automarkt sein. Irgendwann werden Elektroautos so normal in unserem Straßenverkehr sein wie heute noch der Benziner, und selbst der ist ja schon in Verruf geraten. 

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