Hochschule will Frauen für die Elektromobilität begeistern

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Im September startet an der Ostfalia Hochschule das Projekt „Elektromobilität ist weiblich“, dass Ziel ist es, Frauen für Elektrofahrzeuge zu begeistern.

Die Ostfalie will Frauen für die Elektromobilität begeistern, dafür werden interessierte Frauen aus Salzgitter gesucht. Bildquelle: Hochschule Ostfalia

Die Ostfalie will Frauen für die Elektromobilität begeistern, dafür werden interessierte Frauen aus Salzgitter gesucht. Bildquelle: Hochschule Ostfalia

Derzeit werden Elektroautos überwiegend von Männern gekauft, da Frauen allerdings noch immer mehr als Männer Kurzstrecken fahren, sind gerade sie als Zielgruppe für die Nutzung von Elektrofahrzeugen interessant.

Das Institut für Verkehrsmanagement an der Ostfalia Hochschule will mit dem Projekt „Elektromobilität ist weiblich“ die Einstellungen von Frauen zur Elektromobilität hin untersuchen.
Im Rahmen des Projektes sollen Frauen von dem Thema Elektromobilität überzeugt werden und sie sollen für Elektrofahrzeuge begeistert werden.

Am 15. August wurde das Projekt der Presse präsentiert, das Hochschulvorhaben wird aus einem Landes-Fonds zur Stärkung der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg finanziell unterstützt.
Derzeit sind es vor allem Männer, welche sich zum Beispiel Elektroautos kaufen.

Darum richtet sich das Projekt ausschließlich an Frauen

Laut der Hochschule gibt es auch in Zeiten der Gleichberechtigung noch immer Unterschiede im Rahmen der Verkehrsteilnahme, die Unterschiede sind laut der Hochschule (Quelle Ostfalia Hochschule) :

  • „im Durchschnitt kürzere Einzelwege fahren
    ein Verbrennungsmotor also oft im Kaltstartbereich fährt (hoher Kraftstoffverbrauch, noch nicht voll wirksamer Katalysator)
  • kürzere Gesamtstrecken erledigen
    deshalb weniger elektrische Reichweite notwendig ist
  • größere Anteile ihrer Wege innerorts unterwegs sind
    wo der Vorteil des Elektro- gegenüber dem Verbrennungsantrieb am größten ist und lokale Emissionsfreiheit und geringere Lärmentwicklung von E-Pkw besonders wichtig sind
  • häufiger am Wohnort anwesend sind (Hausfrau oder Halbtagskraft)
    damit häufiger Zugang zum privaten (zukünftig steuerbaren) Ladepunkt haben
    – um tagsüber PV-Strom vom eigenen Dach zu laden – Smart Home
    – um zu Netzentlastungen für den Energieversorger beizutragen – Smart Grid
  • häufiger ihr(e) Kind(er) begleiten und häufiger einkaufen
    was wegen des zusätzlichen Gewichts mit einem Fahrrad beschwerlich ist, mit einem (Lasten-)Pedelec aber zu bewältigen wäre“

Frauen sollen mit dem Thema Elektromobilität vertraut gemacht werden

Das Forschungsvorhabens besteht laut der Hochschule aus den folgenden Punkten (Quelle Ostfalia Hochschule):

  • Infoveranstaltungen zur E-Mobilität nur für Frauen, bei denen kurze Probefahrten möglich sind
    so wird die Scham von Frauen umgangen, sich vor Technik-begeisterten Männern mit ihren Fragen zu blamieren, also die Frage erst gar nicht zu stellen und/oder sich auf eine solche Veranstaltung erst gar nicht zu begeben.
  • E‑Pkw- und Pedelec-Testzeiträume von 14 Tagen ausschließlich für Frauen
    damit die Anlaufschwierigkeiten überwunden sind und die Testfahrerinnen sich sicher fühlen im Umgang mit dem Fahrzeug. (Anmerkung der Redaktion: Zum Beispiel das Elektroauto VW eGolf)
  • ErFAHRungsaustausch von Frau zu Frau
    dazu laden die Testfahrerinnen innerhalb der zweiten Woche ihnen persönlich bekannte Frauen (Kolleginnen, Nachbarinnen, Sportkameradinnen, …) zu sich nach Hause ein und berichten von ihrem elektrischen Fahren (emotionaler Input) und eine Projekt-Mitarbeiterin steuert fachlichen Input bei.

    Die Aufenthaltszeiten der Testfahrerinnen am Wohnort werden von ihnen per Fahrtenbuch erfasst und dem lokalen PV‑Strom-Angebot  gegenübergestellt.

Meine Meinung über das Projekt Elektromobilität ist weiblich

Ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Leider können anscheinend nur Frauen teilnehmen, welche in Salzgitter wohnen. Warum oft Männer zu den Menschen gehören, welche eher ein Elektroauto kaufen, liegt laut einer Studie (welche ich leider gerade nicht gefunden habe) daran, dass Frauen eher ein praktisches und dabei preisgünstiges Auto bevorzugen. Eine Ausnahme scheinen in dem Bereich nur die SUV zu sein, so zählen für viele Frauen die bessere Sicht, die subjektiv gefühlte Sicherheit durch die Größe und das Raumangebot eines solchen SUVs zu den positiven Entscheidungsmerkmalen.

An dieser Stelle darf man aber nicht vergessen, dass es auch im Bereich der Elektromobilität Vorreiterinnen – wie zum Beispiel Jana Höffner (aka ZoePionierin) – gibt.

Zu der Projektseite der Ostfalia geht es hier entlang: Elektromobilität ist weiblich

 

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