Wer in Deutschland ein Elektroauto kauft, kann laut aktuellen Medienberichten bald mit einer Kaufförderung in Höhe von bis zu 5.000 Euro rechnen – allerdings gibt es auch schon das erste „Dementi“.

Der VDIK fordert eine stärkere Förderung für Elektroautos

Der Spiegel hat berichtet, dass die Bundesregierung die Einführung einer Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro zum Kauf eines E-Autos plant. Damit soll das Ziel von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 doch noch erreicht werden, denn Anfang 2015 waren gerade einmal knapp 30.000 reine Elektroautos in Deutschland unterwegs. (Siehe auch: Im Jahr 2014 wurden in Deutschland nur 8.522 Elektroautos verkauft)

Zwar steigt die Zahl der Neuzulassungen von Jahr zu Jahr, dies reicht aber längst nicht zur Zielerreichung aus. So gab es Anfang 2014 etwa 17.500 E-Autos, Anfang 2015 waren es ungefähr 29.656 und von Januar 2015 bis inklusive Oktober 2015 wurden bereits 9.070 Elektroauto neu angemeldet. Gleichzeitig werden die Preise für Elektromobile immer günstiger, dies liegt größtenteils daran, dass die Preise für die Lithium-Ionen Akkuzellen sinken.

Kommt die Kaufprämie in Deutschland oder nicht?

In der Spiegel Printausgabe (Nr. 47, 13.11.2015) und auf Spiegel Online wurde in dem Artikel „Förderprogramm: Regierung will Kauf von E-Autos mit 5000 Euro prämieren“ unter anderem folgender Inhalt veröffentlicht:

„Bei der letzten Sitzung des Lenkungskreises Elektromobilität verständigten sich die beteiligten Ministerien auf eine Kaufprämie von bis zu 5000 Euro. Offizieller Titel: »Umweltbonus«“.

Während es vor ein paar Tagen noch so klang, als wenn die Einführung der Kaufprämie in Deutschland so gut wie beschlossen sei, gab es am 12.11.2015 bereits eine Gegenmeldungen dazu:

So berichtet das „Handelsblatt„, dass Wolfgang Schäuble (CSU, Bundesfinanzminister) über den Elektrobonus sagte:

„Das Bundesministerium der Finanzen lehnt Kaufprämien nach wie vor ab, da von signifikanten Mitnahmeeffekten auszugehen wäre.“

Ganz anders scheint Sigmar Gabriel (SPD, Bundeswirtschaftsminister) zu denken, so hatte er am Dienstag (10.11.2015) für die Einführung einer Kaufprämie plädiert:

„Wir müssen schon auch den Mut haben, die Instrumente dafür zu beschließen“, warb er bei einer Veranstaltung des Autobauers BMW in Berlin. „Wir werden nicht umhinkommen, Marktanreize zu beschließen.“

Der Spiegel berichtet, dass die Finanzierung durch eine höhere Mineralölsteuer ermöglicht werden soll. Denn diese soll um 1 Eurocent erhöht werden, um damit pro Jahr bis zu 800 Millionen Euro für den Umweltbonus einzunehmen.
Daher würden die Fahrer von PKW mit einem Verbrennungsmotor die Kaufförderung für die Stromer finanzieren, wenn die Kaufförderung wirklich bis zum Jahr 2020 eingeführt werden würde – könnte sich das Warten noch etwas lohnen, denn die Reichweite steigert sich etwa alle 2 bis 3 Jahre um etwa 100 Kilometer.

Ob der Umweltbonus nun eingeführt wird oder nicht, steht noch nicht fest – daher kann man derzeit nur abwarten.

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Kai
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