Video-Tipp: Das Märchen von der Elektromobilität

Vor wenigen Tagen kam auf ARD die Dokumentation „Das Märchen von der Elektromobilität“, die Sendung ist sehr interessant – auch wenn der Untertitel „Wie Politik und Industrie E-Autos bremsen“ verrät, in welche Richtung der Beitrag geht.

Fotolia_39130945 Bildquelle stockWERK - Fotolia.com
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Wer sich über den aktuellen Stand der Elektromobilität in Deutschland informieren will, sollte sich die Doku „Das Märchen von der Elektromobilität“ in der Mediathek von ARD angucken.

In dem Beitrag erfährt man ein paar interessante Fakten, zum Beispiel, dass im letzten Jahr (gemeint ist wahrscheinlich das Jahr 2014) 8.463 Elektroautos in Deutschland neu zugelassen worden sind – 4.814 haben aber die deutschen Autohersteller auf sich selbst zugelassen

Insgesamt fahren derzeit etwa 32.000 E-Autos in Deutschland, somit hält Prof. Dudenhöfer das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektroautos für ein Märchen.

Es wird auch kritisiert, dass die Autohersteller vom Staat beim Thema Elektromobilität gefördert werden wollen, obwohl sie Gewinne in Milliardenhöhe einfahren.
Aber auch die Preispolitik kommt zur Sprache, so wird am Beispiel des Elektroauto BMW i3 moniert, dass dieses mit etwa 35.000 Euro vergleichsweise teuer sei – der BMW-Sprecher begründet dies damit, dass es sich um ein Premiumfahrzeug handelt.

Obwohl sich die deutschen Autohersteller als Führend beim Thema Elektromobilität bezeichnen, sprechen die Zahlen der abgesetzten Fahrzeuge eine andere Sprache. So wurden in den USA im letzten Jahr 123.000 E-Fahrzeuge verkauft, 49% davon stammten von US-Herstellern, 36% von japanischen Autobauern und 9 % von deutschen Automarken.
In Europa sieht es nicht viel anders aus: Im letzten Jahr stammten 39% von einer japanischen Marke, 24 % von einem deutschen Autohersteller und 20 % kamen von französischen Autobauern.

Aber auch die mangelnde Anzahl der Schnellladestationen wurde bemängelt, so gab es anscheinend während der Dreharbeiten in Berlin nur 6 Schnellladestation (Combo).

Das Video gibt es in der Mediathek der ARD: „Das Märchen von der Elektromobilität“ (externer Link)

 

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Kai

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6 Gedanken zu „Video-Tipp: Das Märchen von der Elektromobilität

  • 15. August 2015 um 17:09
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    Sehr gute Reportage über den Zustand von Elektroautos in Deutschland und diese gegenüber den Rest Europa.
    Autolanddeutschland hat das Rennen doch verloren. Alleine schon der Hauptpfeiler das wir kein einiges Batteriewerk haben hier.

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  • 15. August 2015 um 22:57
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    Exakt meine Meinung. Hauptkostenfaktor beim Elektroauto ist die Batterie. Wer keine eigene Massenfertigung hat und zukaufen muss, hat einen Kostennachteil, der ihm die Wettbewerbsfähigkeit kostet.

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  • 16. August 2015 um 21:11
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    Ich babe den Film gesehen und sie zeigen nur was wir doch alle schon längst wussten. Leider haben sie wohl recht oder stimmt es etwa nicht, dass TESLA auf dem Premiummarkt völlig alleine ist? In den USA hat Tesla nahezu 50% in diesem Sektor (icl. der Verbrenner!). Das schlimme daran ist wenn man einen Tesla Model S fährt merkt man, dass JEDER deutsche Autohersteller das wohl qualitativ besser gemacht hätte aber die tuns ja nicht. Ich kann die Dauernörgler an der Elektromobilität so langsam nicht mehr hören. Rechnen Sie sich das schön, wenn Sie wollen aber es kann garnicht sein, dass ein Elektroauto mehr CO2 austößt wie ein Verbrenner, auch bei unserem derzeitigen Strommix. Diese Negativrechnung geht nur auf, wenn ich den schlechten Kohlestrom ausschliesslich den Elektrofahrzeugen zuordne und selbst dann müssten wir schon sehr ineffiziente Kraftwerke haben weil ja das Elektrofahrzeug selbst viel effizienter arbeitet als ein Verbrenner.
    Wir fahren zwei Tesla in der Firma (www.teslastation.de – ich hoffe so viel Werbung darf sein …) Realer Verbrauch bei zügiger Fahrt aber nicht ständig Vollgas 26KwH/100km – bei Strommix ca 600g/kwH = 160g/100km. Mit meinem privat genutzten Twizy bei meinem Gewicht von über 100kg und zügiger Fahrweise = 66g/100km. Das sind ECHTE Werte und kein Beschiss. Rechnet mal Eure ECHTEN Verbrenner Werte dagegen, und die werden nicht besser in der Zukunft, wenn es mehr ÖKO-Strom gibt.
    Die Welt sieht so aus wie sie aussieht weil wir alles so gemacht haben wie wir es gemacht haben und wir ändern das indem wir alles so lassen? Eine seltsame Logic. Mit den verschleuderten 30 Mio. für die Akkuforschung hätte man ca. 3000 Standard, Typ2 Ladestationen bauen können. Ich habe mal mit einem Hersteller telefoniert, dort meinte man incl. der üblichen Verlegekosten usw. wird so eine Station auf ca. 10.000EUR kommen. Wenn wir viel viel mehr Ladestationen haben ist Schnelladen nur noch auf der Langstrecke nötig und die Reichweite ist kaum mehr ein Problem. Wieso rechnet jeder den CO2 Ausstoß der E-Fahrzeuge schlecht aber die Autoindistrie rechnet bei Ihren Hybriden das elektrische Fahren mit NIX Ausstoß? Dass diese Werte nur mit dieser Bescheißerei funktioneiren war mir klar, dass aber darüber hinaus noch viel viel mehr gemogelt wird (hätte ich mir denken können …) wusste ich nicht. Klar ein Hybrid wird alle 25km aufgeladen …. Was soll man dazu noch sagen?
    Wer kauft einen Merzedes Panzerwagen mit 2,5t und steckt ihn in die Steckdose damit der dann 20km fahren kann? Ich glaube das wäre sogar mit zu blöd.
    Ausserdem, abgesehen vonn jeder ÖKO- und LOGIC-Diskussion sitzen da Leute die uns etwas erzählen und dann das Gegenteil davon machen.
    UND sie lassen sich einen kompleten Markt wegnehmen. Daimler kauft einen kompletten Fahrzeugstrang von einem Hersteller der erst sein ein paar Jahren existiert!!!! Blamage hoch 3 !!
    Ich habe die deutsche Autoindustrie zu diesem Thema abgeschrieben weil ja selbst BMW nicht weiter macht und würde für eine langfristige Geldanlage keine Aktien von denen kaufen.

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  • 16. August 2015 um 21:14
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    Der Exaktheit wegen erwähne ich noch, dass der Twizy Wert über ein ganzes Jahr selbst gemessen wurde. Damals fuhr ich jeden Tag, auch im Winter, 15km hin und zurück zur Arbeit. Im Sommer waren es deutlich unter 10KwH/100km.

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  • 16. August 2015 um 22:52
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    Für alle die sowas interessiert war nichts neues in dem Bericht dabei – denke aber der Bericht war für Leute gedacht die nur am Rande oder gar nicht an E-Mobilität interessiert sind.
    Jedes demokratische Land hat die Regierung die es verdient, da selber gewählt. Und in jedem Land fahren auch genau die Autos rum die seine Bewohner gekauft haben. Also warum jammern, wir haben es selber in der Hand was wir wählen und welche Kaufverträge wir unterschreiben. @nightrunner: Muss nicht unbedingt sein, da fast alle Teile in einem Auto nur noch Zukaufteile von irgendwoher sind und hinsichtlich E-Mobile kommen bestimmt einige neue Sachen und dann kann sich da noch viel ändern.

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  • 26. August 2015 um 13:08
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    Man kann es drehen wie man will.
    Bei Elon Musk ist das Bierglas halb voll.
    Ein Feuerwerk an Innovationen und künftigen Modellen ist zu erwarten.
    Bei der deutschen Automobilindustrie und Politik anscheinend halb leer.
    Den Film braucht es nicht um das Festzustellen.
    Einfach schade um die vielen Arbeitsplätze, die wohl schon bald wegfallen werden.
    Mit diesen Wirtschaftsführern wäre das Flugzeug wohl nie erfunden worden.
    Wo ist nur dieser Pioniergeist von Deutschland geblieben?
    Einfach nur zum Heulen!

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