In Deutschland wird die Elektroauto-Förderung zerredet

Ab Februar 2015 soll es in Deutschland das Elektromobilitätsgesetz geben, damit sollen Elektrofahrzeuge gezielt gefördert werden.
Durch die gezielten Privilegien will die Bundesregierung den Verkauf von Elektroautos (und Plug-In Hybridautos) in Deutschland steigern, aber vorher muss der Gesetzentwurf noch das Bundeskabinett durchlaufen.
Aber schon jetzt gibt es von verschiedenen Seiten Kritik, unter anderem geht es darum, dass auch Plug-In Hybridautos gefördert werden sollen.

Elektroautos dürfen in manchen Ländern die Busspur benutzen. © Wolfgang Mette - Fotolia.com
Elektroautos dürfen in manchen Ländern die Busspur benutzen. © Wolfgang Mette – Fotolia.com

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrint (CSU) plant, Elektroautos in Deutschland ähnlich, wie in Norwegen zu fördern. Dort dürfen elektrisch angetriebene PKW unter anderem die Busspur benutzen und können kostenlos auf manchen Parkplätzen parken.

Da sich Elektromobile vom Aussehen her, kaum von Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor unterscheiden, sollen diese nach den derzeitigen Plänen ein Sonderkennzeichen erhalten (ähnlich, wie es derzeit bei Oldtimern der Fall ist) erhalten.

Allerdings sollen laut Spiegel auch Fahrer von Plug-In Hybridautos in den Genuss der Förderungen für Elektromobile kommen, dies stößt aber anscheinend einigen sauer auf. Denn so würden auch teure teure PKW, wie zum Beispiel der BMW i8 (126.000 Euro), Porsche Panamera S E-Hybrid (110.409 Euro) oder der Mercedes S 500 Plug-in-Hybrid (108.944 Euro)  von den Vorteilen profitieren könnte – und das, obwohl manche trotz des teilweise elektrischen Antriebes, einen hohen Verbrauch haben.

Daher wird derzeit über zwei Bedingungen diskutiert, welche ein Plug-In Hybridauto (PHEV) erfüllen muss, damit es auch gefördert werden kann:  Die erste, ist die rein elektrische Reichweite (welche derzeit mindestens 30 km und ab 2017 mindestens 40 km betragen muss).
Alternativ könnte eine Förderfähigkeit auch an den CO2-Ausstoß geknüpft sein, so das nur PHEVs gefördert werden können, welche höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

Es bleibt also spannend, wann und ob es das Elektromobilitätsgesetz in Deutschland geben wird. Nach dem derzeitigen Stand, wollen aber viele Kommunen die Busspuren in ihrem Bestimmungsbereich nicht freigeben.

 

 

 

 

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Kai

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5 thoughts on “In Deutschland wird die Elektroauto-Förderung zerredet

  • 16. September 2014 um 19:27
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    Solange es keine deutliche, finanziell spürbare Förderung für Elektrofahrzeuge gibt, wird sich am Verhalten der Verbraucher nicht viel ändern.

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  • 16. September 2014 um 23:41
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    Ja da hat deutschland einiges nachzuholen und das wird auch wierklich zeit ! Ich hoffe nur, das die jetzt nicht mit 1000 euro kommen!

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  • 17. September 2014 um 08:07
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    Angeblich wird da wieder nix passieren

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  • 17. September 2014 um 10:00
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    Wenn es um die Förderung der E-Mobilität geht, sind scheinbar nur komplizierte Ansätze erwünscht, damit es auch etwas zu forschen und zu fördern gibt. Über schlichte aber sinnvolle Anreize, wie zum Beispiel kostenlose und „Barriere freie“ 16A/32A-Ladesäulen (ohne SmartCard, mit PIN von der Parksäule erhältlich) auf gebührenpflichtigen Parkplätzen einzurichten, wird die Nase gerümpft. Dann würde ja Energie völlig unkompliziert ohne Roaming abgegeben (wie auf Wohnmobilplätzen schon immer üblich) und Stellplätze würden auch von E-Autos wieder freigegeben, sobald genug nachgeladen ist. Wie profan 🙁
    Hoffentlich kehrt bald Normalität in die E-Mobilität ein, damit die Vernunft ihre Chance bekommt…

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  • 17. September 2014 um 09:21
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    Mein Vorschlag für eine Förderung wäre ja die Einrichtung von speziellen Umweltzonen nur für Elektrofahrzeuge. Zu einer solchen Zone könnte auch die eine oder andere Busspur gehören und Parkplätze in diesen Zonen sind natürlich nur für Elektrofahrzeuge erreichbar. PlugIns sollen dort nur fahren dürfen, wenn sie rein elektrisch unterwegs sind.

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