Elektroauto Nissan Leaf meldet sich, bevor es kaputt geht

3 Minuten Lesezeit

(15.03.2013)

Wäre es nicht schön, wenn das Auto einem schon im Vorfeld mitteilen würde, dass etwas im Fahrzeug nicht so gut läuft und das bald etwas am Fahrzeug kaputt gehen könnte?

Symbolbild. Das Elektroauto Nissan Leaf, hier das Ursprungsmodell.

Das Elektroauto Nissan Leaf, hier das Ursprungsmodell.

Genau dies hat ein Elektroauto vom Typ Nissan Leaf im US-Bundesstaat Washington getan, denn dort wurde der Leaf-Besitzer Rob Greelee von der lokalen Nissanvertretung angerufen, dass er sein Elektrofahrzeug doch bitte zur Batteriekontrolle bringen möchte.

Bei dem besagten Elektromobil handelt es sich um einen fast zwei Jahre alten Leaf, welcher bisher knapp 27.400 Kilometer auf den Buckel hat und bei dem nun die Batterie teilweise gewechselt worden ist.

Aber wie konnte Nissan im Vorfeld von dieser Anomalie an dem Stromspeicher erfahren?

Nissan hat gesagt, sie haben durch das Carwings-Systems erfahren, dass sich eine Akkuzelle beim Aufladen nicht so verhalten hat, wie sie es eigentlich tun sollte.

Carwings hatte direkt an Nissan gemeldet, dass ein Fehler vorliegen könnte – und Greenlee hatte noch nicht mal eine Fehlermeldung auf dem Display in seinem E-Auto.

Anschließend hat der Nissanvertragshändler den Eigentümer angerufen, die mangelhafte Zelle wurde identifiziert, entfernt, und durch eine neue ersetzt.

Die komplette Reparatur war dank der 8-jährigen Batteriegarantie des Leaf kostenlos.

Greelee erklärt, dass es am Anfang hieß, die Reparatur würde nur vier Tage in Anspruch nehmen, allerdings hat die Diagnose von Ingenieuren und der Austausch der Akkuzelle dann doch fast zwei Wochen gedauert.

Bei dem Carwings-System von Nissan handelt es sich um eine Art umfassendes Telematik- und Steuerungssystem für das Elektroauto Nissan Leaf, wenn man das System aktiviert, werden Daten an Nissan übermittelt und man kann aber auch Funktionen seines Elektrofahrzeug bequem mit dem Handy steuern – dazu zählen das Steuern Klimaanlage, die Reichweite errechnen lassen, den Ladevorgang steuern, usw..
An Nissan werden über Carwings unter anderem die Daten über den Fahrstil (je umweltfreundlicher man fährt, um so mehr wächst ein virtueller Baum im Fahrzeug), gefahrene Kilometer, Aufenthaltsort, die Reisegeschwindigkeit und den Zielort mit.

Das Carwings-System wird auch in dem neuen Leaf enthalten sein.

Jeder Autofahrer kann selbst bestimmen, ob er nun Carwings nutzt oder nicht. Wer sehr streng darauf achtet, welche seiner Daten übertragen werden, der wird dieses Telematiksystem nicht nutzen. Aber dieses System wird nicht nur bei dem Leaf eingesetzt, sondern auch Tesla Motors verwendet bei seinem Elektroauto Model S ein ähnliches System, welches in Daten zwischen dem E-Auto und dem Hersteller austauscht.

Via: Greencarreports

 

 

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