(24.10.2012)

Über Elektroautos und andere Elektromobile gibt es viele Vorurteile, 5 davon werden heute genauer betrachtet.

Dies ist das Elektroauto Volvo C30 Electric.

Wer mit anderen Menschen über Elektroautos, Hybridautos, Plug-In Hybridautos und andere Elektromobile redet, der wird über kurz oder lang über ein paar Vorurteile stolpern:

Vorurteil Nr. 1 – Nicht Praxistauglich

Eines der größten Vorurteile beim Thema Elektroauto bezieht sich auf das Thema Reichweite, dabei fährt der Großteil der Menschen durchschnittlich 50 Kilometer pro Tag mit seinem Auto. Da die meisten E-Autos eine durchschnittliche Reichweite von 150 Kilometern haben, können die meisten Fahrten elektrisch zurückgelegt werden.

Auch der ADAC bestätigt den Elektrofahrzeugen, dass sie den ersten großen Praxistest „mit Bravour bestanden“ haben. So wurden bereits vom ADAC und vielen anderen Unternehmungen Rallyes mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen gemacht.
Die Stromkosten liegen bei etwa 2,5 bis 3,5 Euro pro 100 Kilometer, so sind die Elektromobile maximal ein Drittel so teuer wie ein Auto mit einem Verbrennungsmotor. Ein Langzeittest in Schottland hat ergeben, dass sich der Kauf eines Elektroauto nach rund 60.000 Kilometern amortisiert (auch wenn diese Angabe groß klingt, kann man sie sogar leicht schaffen, wenn man an 5 bis 6 Tagen pro Woche 50 Kilometer weit fährt)

Wer sich kein Zweitwagen kaufen will, wenn er mal weite Strecken fahren muss, der kann sich ein Elektroauto mit einem Range-Extender kaufen. Die bekanntesten Fahrzeuge, welche so einen haben, sind der Opel Ampera und das baugleiche Modell Chevrolet Volt. Hier kann man etwa 60 bis 80 Kilometer rein elektrisch fahren, bevor der kleine Verbrennungsmotor Strom für erzeugt.

Vorurteil Nr. 2 – E-Autos sind nur ein Modetrend

In den nächsten Jahren werden die großen Autohersteller etwa 150 Elektroautomodelle auf den Markt bringen, für die Entwicklung geben die Konzerne zweistellige Milliardenbeträge aus.
Der Bau der Auto- und Batteriefabriken läuft auf Hochtouren, denn Elektromobile haben einen klaren Vorteil: Sie wandeln 80 Prozent der gespeicherten Energie in Bewegung um. Bei einem Verbrennungsmotor sind es nur um die 30 Prozent. Im Vergleich in Punkto Verbrauch und Wartung sind elektrisch angetriebene Fahrzeuge bis zu 60 Prozent preiswerter.

Vorurteil Nr. 3 – Ladenhüter

Elektromobile bescheren den Herstellern schon jetzt Milliardeneinnahmen, so wurden seit 2009 über 75.000 Großserienelektroautos weltweit verkauft.

Das Elektroauto Nissan Leaf wurde bereits über 37.000 mal verkauft, der Chevrolet Volt und der fast baugleiche Opel Ampera wurden bis lang ca. 28.000 mal verkauft.

Bei den Hybridautos sehen die Zahlen noch besser aus, so hat Toyota fast 4,4 Millionen Hybridfahrzeuge bisher weltweit verkauft und einen Umsatz von 100 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Die Verkaufszahlen steigen noch mehr, 40.000 Hybridmodelle pro Monat werden derzeit allein in den USA verkauft, das sind rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Plug-In Hybridautos wie der Toyota Prius Plug-In erleben eine große Nachfrage, allein in den USA wurden im September über 5.500 Plug-In Hybridautos verkauft. In Deutschland bot Toyota in diesem Jahr 300 der Fahrzeuge an, noch vor dem Marktstart waren diese ausverkauft.

Vorurteil Nr. 4 – Elektroautos sind zu teuer

Wer sich ein Elektroauto kaufen will, der muss für die Anschaffung im Vergleich zu einem Auto mit einem Verbrennungsmotor etwa 8.000 Euro mehr ausgeben.

Für das E-Auto Nissan Leaf muss man ca. 36.000 Euro bezahlen, diese Summe an sich ist erst einmal hoch. Aber man darf nicht vergessen, dass es bei so gut wie allen neuen Geräten so ist, d. man am Anfang eine höhere Summe bezahlen muss.
Durch die technische Entwicklungen und den immer besser werdenden Produktionsverfahren sinkt auch der Verkaufspreis.

Ein positives Beispiel ist das ab 2013 auf dem Markt kommende Elektroauto Renault Zoe, es kostet rund 20.000 Euro, die Batterie wird für 70 Euro pro Monat gemietet.

Der Vorteil ist, dass man nicht am Anfang eine teure Batterieeinheit mit kaufen muss.

Vorurteil Nr. 5 – Elektromobilität ist auf Subventionen angewiesen

Eine Batterieeinheit für ein Elektroauto kostet durchschnittlich 8.000 Euro, mit dieser kann man dann ca. 150 Kilometer weit fahren.
Manche Menschen behaupten nun, dass bei solchen Kosten ein E-Auto nur zu verkaufen ist, wenn der Staat den Kauf mit einer Prämie subventioniert.

Eine Kaufprämie würde den Elektrofahrzeugen helfen, aber durch den Fortschritt werden die Akkuzellen immer günstiger. Heute kostet eine Batterie um die 400 Euro pro Kilowattstunde, laut VW-Chef Winterkorn soll der Preis bis 2014 auf rund 200 Euro pro kWh sinken.

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Kai
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