Elektroauto Model S von Tesla Motors muss einmal pro Jahr zum Check-Up

(13.09.2012)

Das Elektroauto Model S von Tesla Motors ist in den USA bereits verfügbar, in Europa muss man noch bis 2013 warten – aber schon jetzt hat sich der Vizepräsident Joost de Vries von Tesla Motors zu dem Serviceintervall geäußert und auch die Kosten genannt.

 

Laut Tesla Motors sollte man sein Elektroauto Model S mindestens 1 mal pro Jahr (oder nach 12 Meilen) einem Check-Up unterziehen lassen. Bildquelle: Tesla Motors

Wer den Blog von Tesla Motors liest, wird über das Service-Intervall für das reine Elektroauto Model S etwas erstaunt sein, so liegt sollte man das Elektrofahrzeug einmal im Jahr bzw. nach 20.000 Kilometern (12.000 Miles) einem Check-Up unterziehen lassen.

Da ein Elektromobil im Vergleich zu einem Auto mit einem Verbrennungsmotor wesentlich weniger Teile hat, welche einem Verschleiß ausgesetzt sind, verwundert das hohe Serviceintervall etwas.

Wenn das E-Auto überprüft werden muss, kostet dies 600 US-Dollar (ca. 465 Euro), in der Gebühr ist dann der Austausch für die meisten Verschleißteile wie Scheibenwischer inbegriffen (die Reifen gehören jedoch nicht dazu und soviel wird eh nicht in den ersten Jahren anfallen.

Es gibt die Möglichkeit zu sparen, indem man gleich für vier Jahre im Voraus bezahlt, so muss man für die vier Jahre nur 1.471 Euro (1.900 US Dollar) für den Check-Up bezahlen, was etwa 368 Euro pro Jahr bedeutet.

Wer keine Zeit und/oder Lust haben sollte, mit seinem Elektroauto extra zum nächsten Tesla Motors Stützpunkt zu fahren, der kann auch das Serviceteam zu sich kommen lassen. Dieser Service kostet 100 US-Dollar und wird in den USA unter der Bezeichnung Ranger Service angeboten.

Für ganze 2.400 US-Dollar kommt das Tesla Service Team die nächsten vier Jahre etwa einmal pro Jahr (oder nach ca. 20.000 Kilometern) dorthin, wo man gerne den Service in Anspruch nehmen möchte. Warum das jetzt 100 Euro teurer ist, als wenn man das einfache 4 Jahrespaket bucht und den Service einzeln zu einem kommen lässt, erschließt sich mir nicht so recht.

 Softwareupdates für das Elektroauto werden automatisch installiert

Die modernen Autos sind fast rollende Computer, bei dem Elektroauto Model S können neue Updates über Nacht heruntergeladen und installiert werden.  Wenn ein neues Update verfügbar ist, wird man als Fahrer über das 17-Zoll Touchscreen informiert; anschließend kann man das Update entweder sofort oder automatisch in der Nacht installieren lassen.

Über die Softwareupdates können zum Beispiel neue Funktionen in das Elektrofahrzeug Model S von Tesla Motors integriert werden, so haben viele Fahrer die Rückmeldung gegeben dass sie sich ein automatisches Anfahren wie bei einem Auto mit Automatikgetriebe wünschen. Genau diese Option kann nun über das Menü aktiviert werden.

Fazit zum Thema Serviceintervall bei Elektroautos

Ich finde es etwas seltsam, warum man ein E-Auto wie das Model S so oft überprüfen lassen sollte. Mit einem Auto mit einem Verbrennungsmotor, muss ich nur etwa alle 2 Jahre zum Tüv und kann dies auch gleich mit der Serviceinspektion abdecken lassen.
Wahrscheinlich will man einfach ausschließen, das bei so einem teuren Fahrzeug frühzeitig Probleme auftauchen, welche den Ruf ruinieren könnten. Über die jährlichen Kosten von 465 Euro kann man fast hinwegsehen, denn jemand, der sich einen Tesla Motors kauft, der braucht nicht unbedingt zu sparen. Und ich würde mein Tesla auch einmal jährlich zur Inspektion bringen, wenn ich dafür davon ausgehen kann, das alles ohne Probleme läuft.

Die Kosten und Daten zum Thema Service beim Elektroauto Model S können hier nachgelesen werden: Tesla Model S Service Webseite

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5 Gedanken zu „Elektroauto Model S von Tesla Motors muss einmal pro Jahr zum Check-Up

  • Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 13.09.2012 › "Auto .. geil"

  • 14. September 2012 um 07:20
    Permalink

    „die Reifen gehören jedoch nicht dazu und soviel wird eh nicht in den ersten Jahren anfallen“

    Das würde ich zumindest bei den 21-Zöllern nicht sagen. Auf denen sind nämlich High-Performance-Reifen aufgezogen. Die haben ordentlich Grip aber auch ordentlich Verschleiß – also das, was sonst bei richtigen Sportwagen aufgezogen wird. In amerikanischen Foren heißt es, die seien nach 15.000 Meilen (24.000 Kilometern) runter. Und kosten tun sie natürlich auch ordentlich 🙂

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  • 14. September 2012 um 09:13
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    Auch KFZ mit Verbrennungsmotor müssen jährlich zur Inspektion. In den allermeisten Serviceheften steht sinngemäß: Wartungsintervall 20000 (30000)km, mindestens einmal im Jahr (je nachdem, was früher eintritt)….
    Also bitte keine Stimmungsmache gegen E-Autos!
    Auch wenn ich das Intervall ebenfalls ungewöhnlich kurz finde für ein Auto mit wenig Verschleißteilen…

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  • 14. September 2012 um 13:09
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    Sehe das auch so, 50.000km wären doch besser. Schätze mal geht aber bestimmt wegen den Akkus so das man sie regelmäßig auf Unstimmigkeiten prüft.

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  • 15. September 2012 um 09:01
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    Richtig schönes Auto! Hat was von einem Aston Martin, bei einem Verkaufspreis von 50.000$ hätten die Servicekosten aber ruhig niedriger oder den Zeitabstand erhöhen können.
    Ausserdem schrecken die ja damit auch potenzielle Kunden ab, was ja schade ist.

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