Der Reichweiten-Rekordversuch war ein voller Erfolg, denn bisher haben Elektroautos unter dem Vorurteil leiden müssen, das sie keine hohe Reichweite haben. Nun wurde mit einem alltagstauglichem Elektroauto ein Reichweitenrekord aufgestellt, das „lekker Mobil“ hat die Strecke von München in Berlin (Entfernung: 605 Kilometer) ohne Aufladen geschafft – dies hat bisher noch kein Elektroauto geschafft.

In der Zielstadt Berlin gab es auch einen Fototermin vor dem Brandenburger Tor. Bildquelle: Lekker Mobil

Bei dem Elektromobil handelt es sich um einen umgebauten Audi A2 mit vier Sitze, einen vollständig nutzbaren Kofferraum, Servolenkung, ABS, ESP, Airbags und Komfortfunktionen wie Klimatisierung, Sitzheizung und Radio – die Strecke wurde mit einer Richtgeschwindigkeit von 90 km/h absolviert .
Das Projekt wurde gemeinsam von dem Energieanbieter lekker Energie und dem Berliner Technologieunternehmen DBM Energy durchgeführt – begleitet wurde die Fahrt und auch das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Selbst nach nach 626 Kilometern von München nach Berlin hat die Batterie unter dem Kofferraum des gelb-lilafarbenen Elektroautos noch 18 Prozent Leistung angezeigt.

Auch der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle war von dem Erfolg beeindruckt und spricht von einem Durchbruch für das Elektroauto. Bisher hat noch kein alltagstaugliches Elektromobil ohne Aufladen so eine lange Strecke bewältigt, als Lohn wird ein Lorbeerkranz aus Plastik aufs Autodach gelegt. Allerdings hat Brüderle bedenken, weil das Elektroauto so leise ist.

Der Rekordakku wurde vom jungen Unternehmen DBM gefertigt, die Batterie/Akku wird aus einer auf Lithium-Metall-Polymer-Basis entwickelt. Zusammen mit dem Partner und Förderer lekker Energie will DBM die Technik weiter verfeinern. Bereits jetzt werden bis zu 15.000 Akkuzellen pro Tag produziert.

Der Akku des umgebauten A2 braucht vier Stunden zum Aufladen, dies läge vor allem amveralteten deutschen Stromnetze, sonst sei das auch in ein paar Minuten möglich. Der Akku soll insgesamt bis zu 500.000 Kilometer schaffen, bevor die Kapazität nachlässt.  Wie viel der Akku gekostet hat ist leider unbekannt, aber es handelt sich um mehrere Lithium-Ionen-Akkus, welche über das ganze Fahrzeug verteilt wurde – der Akku wog ca. 100 Kilo und der umgebaute A2 hatte ein Gewicht von ca. 1.600 Kilo.

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Kai
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