Tesla muss die Werbung für sein Elektroauto Model 3 ändern

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[10.03.2019] Bisher hatte Tesla bei den Preisen seiner Elektroautos auch den „Preis nach Einsparungen“ angegeben, bei dem Elektroauto Tesla Model 3 wurde der Verkaufspreis so um 5.000 Euro günstiger. Diese Praxis hat die Wettbewerbszentrale nun moniert, Tesla muss seine Preisauszeichnungen nun bis zum 20. März 2019 ändern.

Das Elektroauto Tesla Model 3 - hier sieht man das Fahrzeug mit der Seriennummer 1. Bildquelle: Tesla / Elon Musk

Das Elektroauto Tesla Model 3 – hier sieht man das Fahrzeug mit der Seriennummer 1. Bildquelle: Tesla / Elon Musk

Wer auf der Internetseite von Tesla bisher sein Wunsch-Elektroauto konfiguriert hatte, bekam zumindest in der Vergangenheit zuerst den Preis nach Einsparungen angezeigt.

Nun hat die Wettbewerbszentrale diese Praxis moniert, denn diese sieht darin eine Irreführung von möglichen Käufern.

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs teilte am 6. März 2019 mit, dass die Werbepraxis von Tesla „wegen Irreführung potentieller Interessenten und Verstoßes gegen die Preisangabenverordnung beanstandet“ worden sei.

Der US-Autohersteller hat sich aber außergerichtlich mit der Wettbewerbszentrale geeinigt, im Rahmen der Einigung müssen die Preisangaben bis zum 20. März 2019 geändert werden.

Der Preis für das Elektroauto Tesla Model 3 sei willkürlich und intransparent

Die Wettbewerbszentrale moniert an dem „Preis nach Einsparungen“, dass die Einsparungen durch die geschätzten Benzinkosten in einem Zeitraum von fünf Jahren nicht nachvollzogen werden können.

So schreibt die Wettbewerbszentrale, dass die angegebenen Einsparung nicht nur „willkürlich, sondern auch intransparent“ seien und „damit den Grundsätzen von Preiswahrheit und Preisklarheit“ widersprechen.

Die Preisdarstellung verstößt somit auch gegen die Regelungen der Preisangabenverordnung.

Wenn man die Benzinkosten pro Monat umrechnet, kommt man auf monatliche Benzinkosten in Höhe von 83,33 Euro. Je nach Art des PKW mit einem Verbrennungsmotor bedeutet dies, dass man etwa 300 Kilometer pro Woche fahren könnte. Dieser Wert hängt aber vor allem vom genutzten Auto, der Fahrweise, Umwelt und Witterung ab.
Denn wer mit einem Bleifuß in einer kalten Winternacht durch eine bergige Gegend fährt, wird mehr verbrauchen, als jemand der an einem warmen Frühlingstag über eine flache Gegend fährt.

Tesla hat die Art der Preisangabe inzwischen geändert

Früher hatte Tesla den Kaufpreis und die monatliche Leasingrate angezeigt, bei welchem die eingesparten Benzinkosten bereits abgezogen worden sind. Mittlerweile wird der tatsächliche Kaufpreis direkt angezeigt und erst durch einen Klick auf den Button Preisdetails erfährt man von den geschätzten eingesparten Benzinkosten.

Via: Golem

 

 

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