Elektroautohersteller Tesla Motors präsentiert Solar-Dachziegel

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Haus mit dem Tesla Solar Roof. Bildquelle: Tesla Motors

[30.10.2016] Am Freitag hatte der Elektroauto-Hersteller Tesla Motors seine Solar-Dachziegel der Öffentlichkeit präsentiert, auch eine größere Powerwall wurde angekündigt.

Haus mit dem Tesla Solar Roof. Bildquelle: Tesla Motors

Haus mit dem Tesla Solar Roof. Bildquelle: Tesla Motors

Am 28. Oktober hatte Elon Musk (CEO / Geschäftsführer) von Tesla Motors sein neustes Produkt präsentiert, hierbei handelt es sich um Solar-Dachziegel. Das sogenannte Solar Roof wird es in verschiedenen Designs geben. Bereits im kommenden Sommer sollen die ersten Dächer mit den neuen Schindeln ausgestattet werden.
Mit den neuen Dachziegeln erspart man sich den bisherigen Aufbau, wie er bei den bisherigen Solaranlagen nötig ist.

Die verwendete Technologie ist nicht neu, die Produktion soll Solarcity übernehmen.
Als Partner für  die Produktion konnte das Unternehmen 3M gewonnen werden, dieses dürfte den meisten Menschen durch die Post-Its bekannt sein.
Bei der Produktion wird das Wassertransferdruck-Verfahren (hydrographically printed) angewandt, mit welchem auf die Solarkacheln das gewünschte Design übertragen wird.

So sieht das Tesla Solar Roof ohne die bedruckte Oberfläche aus. Bildquelle: Tesla Motors

So sieht das Tesla Solar Roof ohne die bedruckte Oberfläche aus. Bildquelle: Tesla Motors

Vom Bürgersteig aus sollen die Solardachziegel durch das Druckverfahren, wie normale Dachziegel aussehen, für die Sonnenstrahlen seien sie jedoch komplett transparent.
Der Wirkungsgrad sei nur etwa 2 Prozent geringer als bei herkömmlichen Solaranlagen, jedoch sollen die Solarschindeln auch einem Hagelgewitter standhalten können.

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Zum Start wird es die Solar Roof in den Designs Tuscan, Slate, Textured und Smooth geben, nach und nach wird es dann mehr Auswahl geben.

Energiespeicher Tesla Powerwall 2.0 präsentiert

Der Tesla-Chef stellte auch die Powerwall Version 2 vor, die Kapazität in Höhe von 14 kWh ist doppelt so hoch, wie die vom Vorgänger. Den stationären Energiespeicher kann man zum Beispiel nutzen, um den erzeugten Strom der solar Roof zu speichern.
Der Marktstart der Powerwall 2.0 erfolgt im Dezember, der Preis soll bei 5.500 US-Dollar (ca. 5.005 Euro) liegen.
In Deutschland dürfte der Preis um die 200 bis 500 Euro höher liegen, da einmal die US-Preise ohne die dortige Mehrwertsteuer genannt werden und gleichzeitig noch die Transportkosten dazu kommen.
Der neue Stromspeicher kann laut Musk an jeder Hauswand, egal ob innen oder außen montiert werden.

Wie teuer das Solar Roof werden wird, wurde nicht genau beziffert, sie sollen aber günstiger als ein Hausdach plus Solarzellen sein.

Bevor das Solar Roof allerdings wirklich produziert wird, muss erst die Übernahme von SolarCity für 2,6 Milliarden US-Dollar gelingen. Bisher sperren sich derzeit noch ein paar Investoren, da sie unter anderem einen Interessenkonflikt befürchten, weil Musk der Geschäftsführer von Tesla ist und im Verwaltungsrat von SolarCity sitzt, welches einer seiner Cousins leitet.
Auch gehen die Investoren nicht davon aus, dass die versprochenen Synergieeffekte ausbleiben werden. Die Abstimmung über die mögliche Übernahme von SolarCity ist für den 17. November geplant.

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