Daimler setzt alte Elektroauto-Batterien in stationären Energiespeichern ein

Daimler hat mit weiteren Unternehmen eine Partnerschaft gegründet, um ausgediente Elektroauto-Batterien in stationären Energiespeichern einzusetzen, dass Gesamtspeichervolumen liegt bei 13 MWh.

Der größte 2nd-Use-Batteriespeicher der Welt geht ans Netz. Die ersten Systemstränge sind bereits am Netz. Noch dieses Jahr wird der 13 MWh-Speicher seine volle Kapazität in den Dienst des deutschen Energiemarktes stellen. / The world's largest 2nd-use battery storage is starting up.The first power units are already in the grid. The 13 MWh battery storage will put its full capacity at the disposal of the German energy market before the end of this year. Bildquelle: Daimler
Der größte 2nd-Use-Batteriespeicher der Welt geht ans Netz. Die ersten Systemstränge sind bereits am Netz. Noch dieses Jahr wird der 13 MWh-Speicher seine volle Kapazität in den Dienst des deutschen Energiemarktes stellen. / The world’s largest 2nd-use battery storage is starting up.The first power units are already in the grid. The 13 MWh battery storage will put its full capacity at the disposal of the German energy market before the end of this year. Bildquelle: Daimler

Nach knapp einjähriger Bauphase geht der weltweit größte 2nd-Use-Batteriespeicher an das deutsche Stromnetz, als Energiespeicher werden ausgediente Batterieeinheiten von Elektroautos verwendet – mit Hilfe des stationären Speichers soll das Stromnetz besser ausgelastet werden können.

Insgesamt 1.000 Batteriesysteme des Elektroautos smart fortwo electric drive der zweiten Generation werden im westfälischen Lünen zu einem stationären Batteriespeicher gebündelt, die ersten Systemstränge sind bereits am Netz.

Noch in diesem Jahr wird der 13 MWh-Speicher seine volle Kapazität in den Dienst des deutschen Energiemarktes stellen. Nach Zuschlag in den wöchentlichen Auktionen der Netzbetreiber für Primärregelleistung erfolgt der Abruf, Speicherung wie Einspeisung der Leistungen voll automatisch.
Bei zunehmender Einspeisung von Strom aus fluktuierenden Erneuerbaren Energien, wie aus Windkraftanlagen oder Solarkraftwerken, sind leistungsfähige Batteriespeicher der Schlüssel zur Stabilisierung der Stromnetze. Laut Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sollen bis zum Jahr 2025 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien produziert werden, bis zum Jahr 2035 sollen es 55 bis 60 Prozent sein.

Batterien von Elektroautos führen ein zweites Leben in stationären Energiespeichern

Durch die bessere Nutzung der stofflichen Ressourcen wird unter anderem die Umwelt geschont, da die Akkumulatoren auch nach dem „Leben“ im PKW weiter genutzt werden.
Damit das Fachwissen bestmöglich gebündelt wird, hat das Joint-Venture der Partner Daimler AG, The Mobility House AG und GETEC mit dem 2nd-Use-Batteriespeicher eine zukunftsweisende Antwort für den Bereich Elektromobilität entwickelt.
Denn der Lebenszyklus der Plug-In Hybrid- und E-Fahrzeug-Akkuzellen endet nicht nach dem Einsatz im Automobil, auch nach der vom Hersteller garantierten Betriebszeit sind die Systeme im stationären Betrieb noch voll einsatzfähig – geringe Kapazitätsverluste spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

Ein wirtschaftlicher Betrieb im stationären Bereich ist für schätzungsweise mindestens zehn weitere Jahre möglich. Die Weiterverwendung der Module aus Elektroautos in einem Batteriespeicher verdoppelt deren wirtschaftlichen Nutzen und steigert außerdem nachweislich deren Umweltbilanz.

Die vier Partnerunternehmen decken mit dem Projekt in Lünen die gesamte Batterie-Wertschöpfungs- und Verwertungskette ab: Von der Herstellung und Aufbereitung der Batteriesysteme bei der Daimler-Tochter ACCUMOTIVE, dem entsprechenden Elektro- und Plug-in Hybrid-Fahrzeug-Angebot der Daimler AG, über die Installation und Vermarktung des stationären Batteriespeichers an den Energiemärkten durch The Mobility House und GETEC bis hin zum Recycling der Batteriesysteme am Ende ihres Lebenszyklus und der Rückführung der wertvollen Rohstoffe in den Produktionskreislauf, der sich REMONDIS künftig widmen wird.

Via: Pressemitteilung der Daimler AG

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Kai

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