Das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai feiert auf der IAA 2015 seine Deutschlandpremiere

Im September findet die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) statt, in dem Rahmen wird das Bennstoffzellenauto Toyota Mirai seine Deutschlandpremiere feiern.

Brennstoffzellenauto Toyota Mirai. Bildquelle: Toyota
Brennstoffzellenauto Toyota Mirai. Bildquelle: Toyota

Bei der IAA (Besuchertage: 17. bis 27. 9. 2015) in Frankfurt handelt es sich um die Leitmesse der Mobilität – dazu gehören auch Prototypen von noch nicht auf den Markt erhältlichen Fahrzeugen.

Der Mirai ist das erste Brennstoffzellenfahrzeug von Toyota, der Verbrauch liegt bei nur 0,76 kg Wasserstoff pro 100 Kilometer. Für eine Wasserstofffüllung muss man in Deutschland derzeit zwischen 7,22 bis ca. 9,50 Euro bezahlen.
In den Tank passen fünf Liter, womit die Reichweite bei über 650 km liegt.

Die Brennstoffzelle erzeugt den Strom für den Elektromotor, als Abgas kommt nur reiner Wasserdampf aus dem Auspuff. Der E-Motor verfügt über eine Leistung von 113 kW/154 PS.
Die Mittelklasse Limousine ist 4,89 Meter lang, dass Fahrgeräusch ist mit 69 dB im Vergleich zu einem PKW mit einem Verbrennungsmotor sehr leise.

Der Toyota Mirai kommt ab Oktober 2015 in Deutschland, Dänemark und England auf den Markt.
Allerdings ist der Kaufpreis mit 78.540 Euro (bzw. einer Leasingrate von 1.200 Euro pro Monat) sehr hoch, den Großteil des Preises kommt durch die Brennstoffzelle zu Stande. Als Zubehör gibt es ein JBL Sound-System mit 11 Lautsprechern, ein sprachgesteuertes Navigationssystem (Toyota Touch2 & Go plus), Bi-LED-Scheinwerfer oder automatisch wechselndes Abblend- und Fernlicht, diverse Fahrerassistenzsysteme (Toter-Winkel-Warner, Rückfahr- und Spurhalteassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und ein Pre-Collision System).

Meine Meinung über den Toyota Mirai

Ich finde die Brennstoffzellentechnologie ein interessantes Konzept, für die Energieerzeugung für Wohnwagen usw. ist es auch eine gute Idee – ABER mich stört es, dass man mit dem Brennstoffzellenauto wieder zu einer entsprechenden Tankstelle fahren muss, um Wasserstoff »nachzutanken«.
Viel interessanter finde ich hier die reinen Elektroautos, denn den dafür nötigen Strom kann man überall auf der Welt regenerativ erzeugen. Wer ein Haus hat, kann sich einfach eine Solaranlage auf das Dach und die Garage montieren lassen und schon spart man zukünftig die Kosten für das Tanken..

Den Preisaspekt lasse ich Mal bewusst außen vor gelassen, denn die Brennstoffzellen werden in Zukunft – wie die Akkuzellen – noch wesentlich günstiger werden.
Wenn es den Mirai statt mit einer Brennstoffzelle mit einer Batterieeinheit geben würde, wäre es ein echter Konkurrent für die Stromer von Tesla Motors.

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Brennstoffzellenauto Toyota Mirai. Bildquelle: Toyota

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Kai

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20 Gedanken zu „Das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai feiert auf der IAA 2015 seine Deutschlandpremiere

  • 4. Juli 2015 um 15:35
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    Mit der Brennstoffzelle begibt man sich von einer Abhängigkeit (Mineralölindustrie) in die Nächste. Nie nicht! Es gibt nur eine Lösung, rein elektrisch! Ich fahre selbst einen Toyota Prius 3 und einen Stromer (Leaf) und kann nicht verstehen, warum sich Toyota auf diesen Irrweg begibt!

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  • 4. Juli 2015 um 15:47
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    Brennstoffzelle, nein danke!

    Mit dem Strom zur Herstellung des Wasserstoffs fahre ich mit meinem Model S wahrscheinlich schon 400km, ohne erst mich wieder von einem Wasserstoffkonzern abhängig machen zu müssen. Und 500km Reichweite sind ja weniger als beim Model S, oder max. Gleichviel. Da brauchen wir so einen Unsinn sicher nicht.

    Wir müssen nur aufpassen und uns wehren, damit die Industrie nicht die Wasserstoffautos pusht und uns als toll verkauft, OMV gefällt natürlich die Idee, dass wenn weniger Benzin verkauft wird, der Umsatz mit Wasserstoff ausgeglichen wird.

    Ausserdem will ich keinen 300bar Tank in meinem Auto, in meiner Garage 🙂

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  • 4. Juli 2015 um 15:49
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    Was mir noch einfiel: Gottseidank ist das Auto so hässlich, dass ich nicht davon ausgehe, dass jemand EUR 80.000,00 dafür ausgibt.

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  • 4. Juli 2015 um 17:45
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    Ich fahre noch kein Model S, aber das Model III, sobald es verfügbar ist. Derzeit fahre ich einen Nissan Leaf! Und Du hast völlig Recht!

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  • 4. Juli 2015 um 19:58
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    Das ist kein Irrweg, das ist die Zukunft. Zuerst werden Hybridfahrzeuge gepusht und danach (oder evtl. gleichzeitig)Brennstoffzellen Mobile. Die Idee vom kostenlosen Fahren mit Strom vom Dach und einfachen, wartungsfreundlichen Batterie-Autos wird sich als Utopie erweisen und evtl. nur in einer kurzen Übergangszeit möglich sein, da weder die Industrie noch das Handwerk von einfachen, billigen Autos Leben können und unsere Politiker mit den Mindereinnahmen aus der Mineralölsteuer sowie den reduzierten Industrie/ Handwerkssteuern völlig überfordert wären und so etwas niemals händeln könnten (siehe den Krampf bei der Energiewende mit Versteuerung eigengenutzen Stromes, Stromtrassen etc.)Wer günstig elektrisch fahren will muß sich selber was zusammenbauen(lassen), oder glaubt jemand im Ernst das man die Ami-Kisten auf Dauer kostenlos laden kann. Ich denke es werden zuerst die bestehenden Tankstellen um Wasserstoff erweitert, dieser dann sehr billig abgegeben, die Anschaffung der Brennstoffzellen Autos subventioniert und danach läuft alles nach Schema F. Und für die Tesla-Jünger: glaubt bloß nicht dass Euch die Amis was schenken – das ist wie bei Apple die wollen auch nur eure Kohle für die asiatischen Spielsachen.(Fahre selber eine Zoe und einen Citystromer)

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  • Pingback:Deutscher Auto Blogger Digest vom 04.07.2015 › "Auto .. geil"

  • 5. Juli 2015 um 06:18
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    Doch, das ist ein Irrweg! Denn Tesla, Apple und Google interessieren Daten und die sind nicht abhängig von der Mineralölindustrie, Und Deutschland ist technologisch zum Entwicklungsland geworden dank der Lobby

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  • 5. Juli 2015 um 08:04
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    Denkt doch mal langfristig, wie lange braucht ein leerer Akku zum Laden mir Schnellladefunktion? Selbst wenn es nur eine halbe Stunde wäre, würden sich im Reiseverkehr Staus an den Tankstellen bilden. Für die Fahrt in den Urlaub sind die Reichweiten einfach zu kurz und die Ladezeiten zu lang. Wasserstoff kann man relativ einfach herstellen, transportieren (von den Gefahren abgesehen, aber das ist mit Benzin auch nicht viel besser ) und schnell tanken.

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  • 5. Juli 2015 um 10:14
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    Wer Brennstoffzellenautos gut finde hat sich weder mit den Antriebsstrang beschäftigt noch ist er frei von der Abhängigkeit und sollte mal selbst anfangen zu denken.

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  • 5. Juli 2015 um 11:15
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    Elektrisches Fahren ist ein unverzichtbarer Teil der Energiewende da zB. der in Spitzenzeiten nicht benötigte Solar/Windstrom am Ort der Erzeugung einwandfrei zur Produktion von Wasserstoff verwendet werden kann und nicht, wie momentan praktiziert, abgeregelt wird um die CO 2 Braunkohleschleudern nicht abregeln zu müssen. Deshalb haben Brennstoffzellenautos genauso ihre Daseinsberechtigung wie Batterieautos (gibt eben auch Menschen die den ganzen Tag auf Achse sind und nicht Stunden mit Ladeweile zubringen können) und es ist auch deshalb kein Irrweg.

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  • 5. Juli 2015 um 14:36
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    Wasserstoffantriebe erscheinen auf den ersten Blick zwar energetisch schlechter als reine Elektroautos. Doch auch Akkus benötigen zur Herstellung eine Menge Energie und bei irgendwann 100 % erneuerbaren Energie im Stromnetz wird man riesige Mengen an teuren, aufwendigen und zweifelhaft umweltfreundlichen Stromspeicher benötigen – oder auf die Wasserstoffwirtschaft umschalten. Die Netze dafür existieren ja bereits (Gasnetz).

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  • 5. Juli 2015 um 19:18
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    Jetzt kommt das wieder. Leute beschäftigt euch mal mit den Brennstoffzellenantrieb 🙁 ich bin es nur leid jedes mal von neuen alles aufzählen.
    ja wasserstoff aka.brennstoffzelle ist spitze, aber noch nicht zu den preisen, der abhängigkeit und der mit fast 80% energieverlust.

    chris: nur mal neben bei denkst du ein brennstoffzellenfahrzeug kann nicht rekuperieren?

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  • 5. Juli 2015 um 21:56
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    @A und @Plug in: glaubt ihr ernsthaft durch den Betrieb eines E-Fahrzeuges seid Ihr nicht mehr von jemandem abhängig? Ihr tauscht eure Abhängigkeit vom Ölmulti doch nur gegen die vom E-Versorger ein (die wenigsten haben eine eigene PV-Anlage), und ob das viel besser ist, sei dahingestellt. Von der Wertschöpfung sollte beim Strom allerdings ein größerer Teil im Land bleiben als beim Sprit wobei beim Sprit Vater Staat der größte Abkassierer ist. Mittelfristig wird es beim Strom genauso sein, weils bei einer Steuerfreiheit für E-Fahrzeuge und billigem „Fahrstrom“ sicher nicht bleibt. Von der Kostenseite her werden sich Verbrenner und Stromer nichts nehmen weil der Staat die Gelder braucht- alle Abhängigkeiten bleiben bestehen. E-fahren ist eine reine Einstellungssache des Fahrers gegenüber den Mitmenschen(Geräusch/Gestank/Giftgas)und der Natur.

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  • 5. Juli 2015 um 22:40
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    @ Stoner: schon mal was von Effizienz gehört? Der Witz ist dabei dass es effizienter Strom direkt zu nutzen, als es damit Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu spalten, dann komprimieren, lagern, und wieder in einer Brennstoffzelle nutzen und wieder zu Strom zu machen.

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  • 5. Juli 2015 um 22:43
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    @ Chris: bei normalen Fahrleistungen macht die Herstellung nicht soo viel aus, dass die Mehrherstellung der Akkus die entscheidende Rolle spielt.
    Außerdem, hast du die Herstellung der Brennstoffzelle, der H2-Tankstellen und H2-Herstellung (regenerativ) mitberücksichtigt?

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  • 6. Juli 2015 um 06:20
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    @stoner: Ne wer das Glaubt ist naiv, aber man ist derzeit am geringsten Abhängig.

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  • 6. Juli 2015 um 06:51
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    @beobachter: Die Wasserstoffproduktion erfolgt nur mit überschüssigem Solar/Windstrom der ansonsten verloren wäre – die direkte Nutzung von Solarstrom ist wesentlich effizienter, aber oft nicht möglich

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  • 6. Juli 2015 um 10:28
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    warum gibt es den Überschuss? 😉 Und man kann nicht so viel Übeschuss haben um Millionen Fahrzeuge anzutreiben und wenn es übeschuss ist nur dann ist es sehr schwankend von der hertellung.

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  • 6. Juli 2015 um 15:15
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    @stoner:
    Welcher überschüssiger Strom? Der Kohle-Strom, der ins Ausland exportiert wird? Kannst ja durchrechnen wie es schlauer wäre, diesen Überschussstrom:
    a) direkt in einem E-Auto zu nutzen, oder
    b) erst für H2-Herstellung zu nutzen, dann zu verdichten, transportieren, und dann in einer BZ im Kfz wieder zu Strom zu machen, und dann erst einen kleinen Bruchteil der Energie zu x-fachen Kosten im E-Motor zu nutzen…

    Und so nebenbei dieser H2-Erzeugungs-Dings muss sich rechnen, also nicht nur ein Paar hunderte Stunden pro Jahr laufen, sondern sehr viel öfter (ganz abgesehen von anderen Rahmenbedingungen)…

    Es werden uneffiziente Lösungen für Probleme gesucht, die es noch gar nicht gibt.
    Und falls es mal (nach dem Lösen der Bremse bei der Energiewende) Speicherlösungen gefragt werden, dann bieten sich:
    – die Wärme als ein unglaublich großes Reservoir für Energiespeicherung
    – eben die Stehzeuge, ich meine die „Fahrzeuge“, die 20-23 von 24 Stunden nur rumstehen
    als Energiespeicher an, und auch noch viele weitere (Flexibilisierung der Nachfrage bei großen Stromabnehmer usw usf.)

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  • 22. September 2015 um 14:33
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    In den Beiträgen vieler Befürworter von E-Autos kann man zwischen den Zeilen immer wieder die Selbstverständlichkeit herauslesen, mit der Eigenheimbesitzer oder zumindest Tiefgaragenplatzinhaber davon ausgehen, dass ich natürlich jederzeit meine Auto zuhause aufladen kann. Was ist eigentlich mit den vielen Bewohnern von Etagenwohnungen, die ihr Auto nur auf der Strasse oder dem nächst gelegenen Parkplatz abstellen können? Wo laden die ihr Auto auf? Oder sollen die einfach kein Auto mehr fahren?

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