Nach Explosion einer Wasserstofftankstelle wurde die Auslieferung von Brennstoffzellenautos gestoppt

[16.06.2019] Nach dem am Montag eine Wasserstoffstelle explodiert ist, hat der Betreiber fast alle Wasserstofftankstellen geschlossen. Zwei Autohersteller haben gleichzeitig die Auslieferung ihrer Brennstoffzellenautos gestoppt.

Daimler, Shell und Linde haben am 17. Oktober 2017 gemeinsam die erste Wasserstoff-Station in Bremen in Betrieb genommen. Fahrer von emissionsfreien Brennstoffzellen-Autos verfügen nun über eine Betankungsmöglichkeit auf der wichtigen Strecke zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen. // Today Daimler, Shell and Linde inaugurated the city of Bremen’s first hydrogen filling station. Drivers of emission-free fuel-cell cars now have a refuelling option on the important route between Hamburg and North Rhine-Westphalia. Bildquelle: Daimler, Shell, Linde
Symbolbild. Daimler, Shell und Linde haben am 17. Oktober 2017 gemeinsam die erste Wasserstoff-Station in Bremen in Betrieb genommen. Fahrer von emissionsfreien Brennstoffzellen-Autos verfügen nun über eine Betankungsmöglichkeit auf der wichtigen Strecke zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen. // Today Daimler, Shell and Linde inaugurated the city of Bremen’s first hydrogen filling station. Drivers of emission-free fuel-cell cars now have a refuelling option on the important route between Hamburg and North Rhine-Westphalia. Bildquelle: Daimler, Shell, Linde

In Norwegen ist am 12. Juni in Oslo eine Wasserstofftankstelle explodiert, der Betreiber Uno-X Hydrogen hat darauf hin fast alle seine Wasserstofftankstellen geschlossen.
Die Autohersteller Hyundai und Toyota haben nach der Explosion sogar mit der Auslieferung ihrer Brennstoffzellenautos gestoppt.

Fahrer von Wasserstoffautos haben es nun schwer in Norwegen

Wer in Norwegen ein Brennstoffzellenauto fährt, hat es derzeit schwer, wenn das Auto wieder aufgetankt werden muss. Denn Wasserstofftankstellen sind heutzutage noch rar gesät und man findet diese mal nicht unbedingt an jeder Ecke.

Gegen 17:30Uhr war am Montag in Sandvika (Vorort von Oslo) eine Wasserstofftankstelle in Brand geraten und anschließend explodiert, bei diesem Vorfall wurden zwei Menschen verletzt.

Die Ursache ist derzeit noch ungeklärt, es soll aber keine Gefahr mehr bestehen. Sicherheitshalber hat der betroffene Betreiber Uno-X Hydrogen den Großteil seiner anderen Wasserstofftankstellen geschlossen, hiervon sind bisher genau 10 Stück betroffen.

Bei Uno-X Hydrogen handelt es sich um ein Joint Venture von Nel Hydrogen, der Tankstellenkette Uno-X und des Gaslieferanten Praxair.

Es werden keine Brennstoffzellenautos mehr ausgeliefert

Da die Brennstoffzellenautos nicht mehr getankt werden können, haben die zwei Autohersteller Toyota und Hyundai vorerst beschlossen, vorerst keine Brennstoffzellenautos mehr auszuliefern.

Den betroffenen Kunden wird ein Ersatzfahrzeug angeboten, welche die Kunden nutzen können, bis die Tankstellen wieder geöffnet sind.

Ein Sprecher von Hyundai sagt, dass es keinen Grund gibt, die Sicherheit von Brennstoffzellenautos infrage zu stellen.

Im Jahr 2018 wurden in Norwegen 54 Einheiten des Brennstoffzellenautos verkauft, je 27 Mirai und 27 Nexo. Im Jahr 2017 waren es insgesamt 57 Stück. Derzeit sind in Norwegen etwa 160 Brennstoffzellenautos angemeldet.

Benzin- und Dieseltankstellen sind nicht sicherer

Tankstellen, welche Benzin oder Diesel verkaufen, sind nicht sicherer als Wasserstofftankstellen. Denn auch bei den „normalen“ Tankstellen gibt es oft Unfälle, Brände, etc. Als Ursache gelten hier vor allem Bedienfehler oder einfach die Dummheit mancher Menschen, welche zum Beispiel während des Tankvorgangs eine Zigarette, etc. rauchen.
Auch darf man nicht vergessen, dass es die „normalen“ Tankstellen bereits viel länger gibt.

Via: Golem

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Kai

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