Elektroautohersteller Tesla Motors erhält von Nevada über 1 Milliarde Dollar an Subventionen und stößt damit auf Kritik

Der Elektroautohersteller Tesla Motors hat nun bekannt gegeben, dass die Gigafactory genannte Batteriefabrik im US-Bundesstaat Nevada gebaut werden soll. Allerdings stößt das Angebot in Höhe von einer Milliarde US-Dollar, welches der Gouverneur Tesla im Gegenzug anbot, auf Kritik.

Gigafactory von Tesla Motors. Bildquelle: Tesla Motors
Gigafactory von Tesla Motors. Bildquelle: Tesla Motors

Tesla Motors will in Nevada seine Batteriefabrik errichten und so dort um die 6.500 Arbeitsplätze schaffen, im Vorfeld buhlten auch noch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Texas und New Mexiko um den Zuschlag.

Damit Tesla seine neue Produktionsstätte in dem Wüstenstaat errichtet, hat das Unternehmen im Vorfeld von Gouverneur Brian Sandoval eine Zusage für ein Subventions- und Steuerpaket in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar (ca. 950 Millionen Euro) verteilt auf 20 Jahre erhalten.
Da man mit mehreren tausend Arbeitsplätzen rechnet und auf ca. 100 Milliarden Dollar Steuereinnahmen hofft, sieht der Gouverneur die Teslaförderung als Investition in die Zukunft.

Allerdings regte sich bereits im Vorfeld Widerstand, so zitierte die USA Today Geoffrey Lawrence (Chef des konservativen Nevada Policy Research Institute) mit der Aussage:

„Warum sind Politiker so begierig, Geld von Armen und Mittelstands-Familien an einen Milliardär zu geben, der Autos für Millionäre baut?“

Um der Bevölkerung zu zeigen, dass man nicht nur Geld nimmt, hat Tesla laut der Reno Gazette zugesagt, die nächsten 5 Jahre 7,5 Millionen Dollar pro Jahr an staatliche Schulen zu spenden (also 37,5 Millionen Dollar).

Nevada schwimmt trotz der Glücksspielindustrie (Las Vegas) nicht gerade in Geld, denn in dem Bundesstaat müssen weder Bürger noch Unternehmen keine Einkommensteuer zahlen – so stellen die Grundsteuern einen großen Teil der Steuereinnahmen.

Allerdings kann immer noch ein Veto wegen des Bauvorhabens eingelegt werden, denn in der kommenden Woche entscheidet die gesetzgebende Kammer Nevadas, ob der Deal abgenickt wird.

Die Nachrichtenagentur AP meldete, dass Elon Musk (CEO / Geschäftsführer von Tesla Motors) laut einer ungenannten Quelle einen weiteren Bauplatz im US-Bundesstaat Texas reserviert hat.

Es bleibt also spannend, ob der Deal so zu Stande kommt.

Via: Handelsblatt

 

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Kai

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