Brauchen Elektroautos spezielle Reifen?

(24.05.2013)

Der Zukunftstrend in der Automobilindustrie geht zu umweltfreundlichen Elektroautos. Inzwischen ist eine ganze Reihe von Hybriden und reinen Elektroautos auf dem Markt. Bisher sind diese allerdings ausnahmslos in höheren Preissegmenten angesiedelt. Potentielle Käufer stehen vorerst außerdem der Akkuleistung der neuen Fahrzeugklasse sowie der unkomplizierten Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten skeptisch gegenüber. Mit der Entwicklung leistungsstärkerer Batterien, der Aufbereitung der neuen Technologien für günstigere Fahrzeugklassen und optimierter Lade-Technik für die Akkus wird sich dieses Marktsegment in den nächsten Jahren jedoch sehr wahrscheinlich stark erweitern.

Das Plug-In Hybridauto Fisker Karma von Fisker Automotive.
Das Plug-In Hybridauto Fisker Karma von Fisker Automotive.

Damit stellt sich auch die Frage nach den optimalen Reifen für das Elektroauto. Natürlich können Elektroautos auch mit herkömmlichen Reifen sicher fahren. Die beste Lösung sind sie dafür jedoch in aller Regel nicht. Das Problem liegt in einer zu geringen Energieeffizienz konventioneller Reifen für Elektroautos. Einige Reifenhersteller haben darauf bereits mit Neuentwicklungen reagiert: So gibt es von Michelin den Michelin-EnergieTM-E-V-Reifen für das erst in diesem Jahr erschienene reine Elektroauto Renault Zoe. Für den Twizy Z.E., das zweite Elektroauto von Renault, hat Continental das Reifenmodell Conti.eContact entwickelt. Andere Reifen-Unternehmen haben entsprechende Untersuchungen in Arbeit, so arbeitet Bridgestone dem Vernehmen nach an einer Konzept-Studie für luftlose Reifen für Elektroautos.

Energieeffizienz – entscheidende Voraussetzung für Elektromobilität

Eine möglichst hohe Energieeffizienz von Elektroautos spielt für Hersteller und potentielle Käufer in mindestens zwei Dimensionen eine zentrale Rolle. Kunden, die sich für einen Hybriden oder ein reines Elektromobil entscheiden (würden), erwarten von ihrem neuen Fahrzeug einen CO2-Ausstoss, der gegen Null tendiert. Dabei möchten sie trotzdem nicht auf die Reichweiten eines konventionellen Automobils verzichten. Zwar zeigen Marktforschungsberichte verschiedener Hersteller, dass Reichweiten von etwa 60 Kilometern mit einer Akkuladung für die Alltagsanforderungen der Zielgruppe für Elektroautos völlig ausreichen, die potentiellen Kunden würden ein solches Limit in der Praxis jedoch niemals akzeptieren. Die Reichweite des Renault Zoe wird vom Hersteller beispielsweise mit 210 Kilometern angegeben.

Hier zeigt sich das heutige Dilemma von Elektroautos: Akkus mit großen Reichweiten sind teuer, schwer und benötigen viel Platz im Fahrzeug. Optimierungsmöglichkeiten bei der Akku-Technik selbst stehen vorerst aus. Die volle Ausnutzung der vorhandenen Leistung setzt daher vorrangig bei der Optimierung der Reifen für Elektroautos an.

 Reifen für Elektroautos: Geringer Rollwiderstand bei perfekter Straßenoptimierung

Für den Energieverbrauch jedes Autos spielen die Reifen respektive ihr Rollwiderstand eine zentrale Rolle. Diese Messgröße gibt an, welche Energieverluste durch die Reibung und Verformung des Reifens im Fahrprozess entstehen. Reifen für Elektroautos müssen also einen möglichst geringen Rollwiderstand besitzen, da dieser bis zu 30 Prozent ihres gesamten Energieverbrauchs bedingen kann. Gleichzeitig muss der Reifen des Elektrofahrzeugs natürlich die gleichen Eigenschaften haben wie die Sommer- oder Winterreifen jedes anderen Autos: Optimale Fahrbahnhaftung, geringer Abrieb, geräuscharmer Betrieb sowie gute  Formstabilität und Materialbeständigkeit. Da reine Elektroautos zumindest bisher geringere Höchstgeschwindigkeiten erreichen als konventionelle Autos oder Hybrid-Fahrzeuge, profitieren Reifenentwickler hier von einem gewissen Spielraum. Gleichzeitig entwickeln Elektroautos beim Anfahren jedoch vergleichsweise hohe Drehmomente, so dass eine gute Fahrbahnhaftung vor allem beim Start des Autos wichtig ist. Auch hier verfolgen die Reifenhersteller neue technologische Konzepte. So setzt beispielsweise Michelin in seinen Produktentwicklungen für Elektroautos auf das sogenannte „Active Wheel“, bei dem Antrieb, Bremsen und Federung in die Felgen integriert sind.

Insgesamt gesehen dürften die neuen Reifen-Konzepte für Elektroautos auch für die Reifen herkömmlicher Kraftfahrzeuge zukunftsweisend sein. Auch hier geht es neben optimalen Fahr- und Sicherheitseigenschaften um einen möglichst niedrigen Verbrauch an Kraftstoff.  Ob Sie Reifen online kaufen oder dabei auch weiterhin auf den nicht-virtuellen Händler Ihres Vertrauens setzen,  bleibt natürlich Ihren persönlichen Präferenzen überlassen. Bei Ihren Recherchen sowie in einer direkten Beratung für den Autokauf sollten jedoch immer auch die optimalen und energieeffizienten Reifen für Ihr Fahrzeug eine Rolle spielen.

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Kai

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2 Gedanken zu „Brauchen Elektroautos spezielle Reifen?

  • 15. Dezember 2013 um 12:42
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    ich verkaufen 4 raiffen 195,15.65NIKON;;3 monate…ich ghelaufen…is gans new

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  • 15. Dezember 2013 um 12:45
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    140 euro

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