Vorläufiger Verkaufsstopp für die Elektroautos Volt und Ampera

(15.12.2011)

Das Elektroauto Volt vom US-Hersteller Chevrolet ist in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Batterien nach Crahstests in Brand geraten ist.

Elektroauto Ampera und Volt werden vorerst nicht verkauft
(Symbolfoto)

Die Elektrofahrzeuge Chevrolet Volt und der Amper von Opel sind baugleich, für den Ampera gibt es in Europa bis zu 6.500 Vorbestellungen. Nach dem die Batterieeinheit bis zu drei Wochen nach einem Crashtest ein Feuer ausgelöst hat und auch bei Folgecrashtests in Einzelfällen die Akkuzellen so beschäftigt worden sind, das sie in Flammen aufgegangen sind verzögert sich die Auslieferung des EAuto in Europa auf unbestimmte Zeit

Die Sicherheit der Batteriezellen in den Elektroautos von Opel und Chevrolet sollen nun verbessert werden, wann die Auslieferung in Europa nun anläuft, kann noch nicht gesagt werden. Das Basismodell für den europäischen Markt kostet 42.950 Euro, zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in Europa 6.500 Vorbestellungen für das Elektroauto Ampera. Die ersten Elektrofahrzeuge sollten ursprünglich im Frühjahr an die Kunden geliefert werden, in den USA wurden bereits 6.000 Volt verkauft.

Für den Lieferstopp durch Opel und Chevrolet Volt waren Tests der US-Sicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) im Mai dieses Jahres verantwortlich. Dabei wurde nach einem Seitenaufpralltest das Eauto auf das Dach gedreht, um einen Überschlag zu simulieren. Das Auto bestand den Crashtest, den es so in Europa nicht gibt, zwar mit der bestmöglichen Punktzahl (fünf Sterne). Nachdem das beschädigte Elektroauto anschließend auf dem Außengelände abgestellt worden war, geriet das EAuto drei Wochen später in Brand.

Die NHTSA vermutete, dass der Brand von den Batterien des Autos ausging und untersuchte einzelne Akkuzellenmodule. Einige Tage nach einem Test im November entzündeten sich schließlich einzelne der untersuchten Komponenten.

„Wir arbeiten nun daran, Lösungen zu finden, damit Batterien nach einem Unfall eine möglichst geringe Restladung haben“, sagte der Sprecher.

Durch eine sehr geringe Restladung soll die Gefahr eines Feuers möglichst minimiert werden.

Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. Aufgrund der langen Lieferzeiten sei noch keinem Kunden in Europa eines der Elektrofahrzeuge übergeben worden.

Bei den Elektrofahrzeugen Ampera und Volt handelt es sich um elektrisch angetriebene Fahrzeuge mit einem sogenanntem Range-Extender (=Reichweitenverlängerer). So kann man rein elektrisch zwischen 40 und 80 Kilometer weit fahren. Spätestens wenn die Batterie zu wenig Strom hat, um den Elektromotor anzutreiben, springt ein Verbrennungsmotor an, der im Generatorbetrieb Strom erzeugt. Der Ampera und der Volt waren für diese Technologie, die die Hauptschwäche vieler E-Autos – die relativ kurze Reichweite – ausgleicht, mit vielen Vorschusslorbeeren ausgezeichnet worden.

Die Probleme, welche General Motors (GM) und Opel mit den Batterien haben, sind bei anderen Autoproduzenten bislang nicht bekannt.

„Wir haben unsere Elektrofahrzeuge gerade einem erneuten Crashtest unterzogen, der erfolgreich verlaufen ist. Es gibt keine Probleme und daher keine Lieferverzögerungen“, hieß es bei Renault. Die Franzosen produzieren als Elektroautos unter anderem die Limousine Fluence Z.E. Auch der japanische Hersteller Mitsubishi, der seit 2009 weltweit rund 20 000 Stück seines Elektroautos iMiEV verkauft hat, meldet keine Störungen bei der Batterietechnik: „Brände oder ähnliches gab es bei uns bislang nicht“, sagte ein Sprecher von Renault, auch Nissan hat nach eigenen Angaben keine Probleme mit den Strompeichern nach einem (simulierten) Unfall.

Für den Autobauern Opel sind die Probleme mit der Batterie ein herber Rückschlag, denn die Werbekampagne ist bereits angelaufen.

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Kai
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