Zu wenig Ladestationen verlangsamen die Verbreitung des Elektroauto in Deutschland

(09.11.2011)

Immer mehr Hersteller bieten ein Elektroauto auf dem Markt an und die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, das bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos in Deutschland fahren sollen.

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(Bildquelle: Hersteller)

Bis jetzt fahren nur 2.307 Elektrofahrzeuge durch Deutschland, ein Grund für den bisher mäßigen Erfolg dürfte sein, dass viele Autofahrer nicht genug Ladestationen in ihrer Nähe haben.

Das Problem ist, das sich eine Ladestation nicht für den Betreiber lohnt und so muss man mancherorts lange suchen, bis man eine Stromtankstelle für sein Elektroauto findet.

Zur Zeit nutzen die Fahrer von E-Autos hauptsächlich ihre Ladestation (oder auch einfach die Steckdose) zu Hause, dies ist in Anbetracht der gerade einmal 2.210 öffentlichen Ladestationen, welche im Verzeichnis von lemnet.org eingetragen sind, kaum verwunderlich.

Das sich eine Ladestation für ein Unternehmen derzeit mit den bisherigen Tarifen nicht lohnt, zeigt die Rechnung von Eon-Sprecher Pursche: Eine Ladesäule koste rund 5000 Euro, der Aufbau je nach Standort noch mal die gleich Summe. Selbst wenn ein Auto zweimal am Tag aufgeladen werde, koste der entsprechende Strom jedoch nur etwa fünf Euro.

So sieht Eon das Geschäft mit den Ladestationen eher als Gelegenheit für Dienstleistungsunternehmen, ihren Kunden eine Zusatzleistung anzubieten. Der gleichen Meinung ist auch der ADAC, so gebe es hier gute Chancen für Parkplatzbetreiber und Supermärkte.

Aber auch Unternehmen könnten ihren Angestellten als Service Ladestationen zum Aufladen ihres Elektroautos bereit stellen, so könnte während der Arbeitszeit die Batterie für den Heimweg aufgeladen werden. Zum Beispiel bietet bereits der ADAC seinen Mitarbeitern in der Zentrale diesen Service.

Wenn man sein Elektrofahrzeug an einer normalen Steckdose auflädt, kann es je nach Batteriegröße und Leistungsfähigkeit der einzelnen Akkus bis zu acht Stunden dauern, bis die Batterie vollgeladen ist. Es besteht auch die Möglichkeit, sein E-Auto auch mal nur für ein oder zwei Stunden an die Steckdose anschließen, während man zum Beispiel einkauft oder andere Erledigungen nachgeht. Während der ADAC dazu rät, die Akkuzellen im Elektroauto immer komplett aufzuladen, dies hängt jedoch vor allem vom verwendeten Akkutyp ab. Allerdings kann es bei den derzeitig hohen Preisen für die Akkuzellen nicht schaden, wenn man alles tut, um die Batterie zu schonen.

Wer eine Schnellladestation zum aufladen benutzen kann, der kann die Batterie (abhängig von der Gesamtleistung) in etwa 30 Minuten komplett aufgeladen.

Bei dem jetzigen Verbreitungsstand der Stromtankstellen werden Elektroautos vermutlich eher in Gegenden mit Ein- und Zweifamilienhäusern vermehrt gekauft werden, denn hier kann man sein Elektroauto abends an der heimischen Steckdose aufladen. Wenn man in der Innenstadt wohnt und dort nicht gerade eine (Tief-)Garage mit einer geeigneten Steckdose zur Verfügung hat, wird es eher schwierig mit dem Aufladen.

Hier sind dann die jeweiligen Städte gefragt, genug öffentliche Ladestationen zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel könnten Straßenlaternen so nachgerüstet werden, das man an Ihnen auch sein Elektrofahrzeug sicher aufladen kann.

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Kai

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