(13.11.2011)

Das kabellose Aufladen kennen die meisten bisher vom aufladen der elektrischen Zahnbürste, bei einem Elektroauto ist dies bislang noch sehr selten zu sehen.

Dabei hat man beim Aufladen per Induktion viele Vorteile: kein Kabel-Salat, kein umständliches Hantieren, kein Verlassen des Autos während des Stromtankens, keine Sorgen um das Ladekabel (Diebstahl, Vandalismus, etc.)..

Dies sind zwei Parkplätze mit Induktionsladestationen für Elektroautos, diese Stationen stammen vom Hersteller Evatrans und werden bereits beim Google Hauptfirmensitz in den USA eingesetzt. Bildquelle: Evatran

So funktioniert das Aufladen des Elektroauto per Induktion

Die wichtigsten Komponenten beim induktiven Laden sind eine Primärspule, ein Magnetfeld und eine Sekundärspule. Die in der Park- oder Ladefläche (zu Zukunft auch in der Straße) versenkte Primärspule hält die Verbindung zum öffentlichen Stromnetz.

Startet der Elektroautofahrer auf Knopfdruck aus dem Fahrzeuginnern den Ladevorgang, fließt elektrische Energie über die Primärspule, das Magnetfeld und die Sekundärspule, die im Fahrzeug eingebaut ist, in die Batterie.

Im Elektrofahrzeug kann die Sekundärspule fast überall angebracht werden, am einfachsten wäre die Unterbringung in der nähe des vorderen Nummernschild – da so die Sekundärspule im E-Auto am einfachsten über der Primärspule positioniert werden kann.

Der Wirkungsgrad der kabellosen Ladung liege bei über 90 Prozent, dies bedeutet, das etwa zehn Prozent der Energie verloren gehen. Dieser Verlust an Energie kann aber noch reduziert werden, auch das Gewicht der Sekundärspule von derzeit etwa 30 Kilogramm kann noch weiter gesenkt werden.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig:

  • Auf öffentlichen Parkplätzen spezielle Induktionsparkplätze nur für Elektromobile eingerichtet werden.
  • Supermärkte, Kinos, Arbeitgeber könnten ihren Kunden und Mitarbeitern kabellose Ladestationen zur Verfügung stellen, damit deren Elektroauto dort aufgeladen werden kann.
  • In Zukunft ist es auch denkbar, das unter Straßen Primärspulen eingebaut werden, so könnten Elektrofahrzeuge bereits während der Fahrt mit Energie versorgt werden.

Bisher weiß man von dem Autohersteller Nissan, das dieser seine zukünftigen Elektroautos auch mit der Möglichkeit des Aufladens per Induktion auszustatten. Aber es ist auch problemlos möglich, eine Sekundärspule zum Aufladen per Induktion in jedem beliebigen E-Auto oder Plug-In Hybridauto nachzurüsten.

Die Ladestationen werden zum Beispiel von dem Unternehmen Evatran hergestellt, so setzt zum Beispiel Google bereits solche kabelloses Ladestationen für Elektrofahrzeuge ein.

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