Für ein Elektroauto würden die meisten nur 30000 Euro ausgeben

(25.09.2011)

Eine aktuelle Studie (“Unplugged: Electric Vehicle Realities versus Consumer Expectations”) hat ergeben, das die Mehrheit sich vorstellen kann, ein Elektroauto zu kaufen.
Die Studie wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte durchgeführt und hat gezeigt, das die Anforderungen an die Autohersteller sehr hoch sind und derzeit kaum von allen Herstellern erfüllt werden können.

So fordern die Verbraucher eine höhere Reichweite, kurze Ladezeiten, geringe Unterhaltskosten und eine generelle Alltagstauglichkeit. Die deutschen Käufer sind allerdings im weltweiten Vergleich zurückhaltend während die Italiener oder Spanier offener für einen Elektroauto-Kauf sind. Wenn die Effizient der Verbrennungsmotoren steigen würden oder die Preise für Benzin sinken würden, würde die Nachfrage nach einem Elektroauto geringer ausfallen.

Die stärkste Kaufbereitschaft geht von von den Indern und Chinesen aus, hier können sich 50 Prozent vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. In Deutschland und Japan sind es nur neun bzw. vier Prozent. Die möglichen Kaufinteressenten haben eine gute Bildung, leben im städtischen Umfeld und besitzen eigenen Angaben zufolge Fachwissen.
Für 85 Prozent der Befragten ist die Reichweite des Elektrofahrzeug ein entscheidender Punkt, auch das schnelle Aufladen der Akkus zu fairen Kosten ist ein weiteres Kriterium. Der Kaufpreis inklusive eines “Elektroauto-Aufschlags”, die Entwicklung der Verbrennungsmotor-Effizienz und die Spritpreise spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

So wünschen sich die Verbraucher eine durchschnittliche Reichweite mit einer Akkuladung von 320 Kilometer, diese Werte werden von nur sehr wenigen Elektroautos erreicht – ansonsten verfügen E-Autos mit einem Range-Extender (Reichweitenverlängerer) über eine solch hohe Reichweite.

Die kurzen Ladezeiten lassen sich abhängig vom Elektroauto und Ladestation erreichen, eine Schnellladestation mit Gleichstrom kann die Akkus in etwa 30 Minuten aufladen. Der Kaufpreis eines Elektroautos sollte sich auf maximal 30.000 US-Dollar belaufen. Eine festgelegte Obergrenze bei Kraftstoffpreisen würde das Interesse an Elektromobilen schnell steigen lassen und diese beläuft sich auf 1,52 Euro in Deutschland.

Im Rahmen der Studie “Unplugged: Electric Vehicle Realities versus Consumer Expectations” sind 13.000 Verbraucher in 17 Ländern befragt worden.

Die meisten Kaufkriterien beim Elektroauto lassen sich bereits erfüllen, so ist die Reichweite mit einem Range-Extender problemlos möglich – auch lassen sich Elektrofahrzeuge mit Gleichstrom in ca. 30 Minuten aufladen. Nur der Kaufpreis passt noch nicht, denn so kostet das Elektroauto Opel Ampera (mit Range-Extender) über 40.000 Euro.
Da in den nächsten Jahren weitere Autohersteller Elektroautos auf den Markt bringen, wird der Preis sicherlich sinken – auch da die Preise für die teure Batterie sinken werden.

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Kai
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Ein Gedanke zu „Für ein Elektroauto würden die meisten nur 30000 Euro ausgeben

  • 11. März 2013 um 15:59
    Permalink

    Die Reichweite der E-Autos spielt nicht mehr die größte Rolle für den Kauf. Wichtiger sind die Anschaffungs- und Betriebskosten der E-Autos, wie eine KPMG-Studie ergeben hat. Vor allem auch die Lebensdauer eines solchen Fahrzeugs ist für den Kunden sehr wichtig. (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/fuenf-kaufkriterien-fuer-e-autos/ )
    Mir persönlich ist der Punkt „Anschaffungs- und Betriebskosten“ am wichtigsten.

    Gruß,
    W.

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