(09.06.2011)

Deutschland soll in Sachen der Elektromobilität einen Spitzenplatz einnehmen, denn derzeit werden Elektroautos in vielen anderen Ländern erheblich mehr gefördert als in Deutschland.
Nun hat das Dortmunder Kompetenzzentrum Elektromobilität eine Förderzusage in Höhe von 6,5 Millionen Euro erhalten und an der Technischen Universität Dortmund seine Arbeit aufnehmen.

Die Fördermitteln wollen die beteiligten Wissenschaftler von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund gemeinsam mit Industriepartnern bis zum Jahr 2013 die technischen Voraussetzungen für ein auf die Bereiche Elektromobilitätsinfrastruktur und Netze spezialisiertes Prüf- und Entwicklungszentrum schaffen. Dieses Zentrum soll später eine zentrale Anlaufstelle in allen systemtechnischen Fragestellungen rund um das Thema Elektromobilität werden.

Der Förderbescheid wurde vom Ministerialdirigent Karl-Uwe Bütof (NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr) am 26. Mai im Rahmen eines Workshops zum Thema Elektromobilität im Dortmunder Technologiezentrum an Vertreter der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund übergeben. Herr Bütof sieht die Kompetenzzentren in Dortmund, Aachen und Münster als die tragenden Säulen für den „Masterplans Elektromobilität“, mit dem das Bundesland Nordrhein-Westfalen langfristig zum bedeutendsten Innovations- und Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge in Deutschland werden soll.

Die Förderung erhält die Universität Dortmund für das Projekt „Technologie- und Prüfplattform für ein Kompetenzzentrum für interoperable Elektromobilität, Infrastruktur und Netze“ (TIE-IN)“. Von einer unabhängigen Jury wurde das Projekt im Rahmen des Wettbewerbs „ElektroMobil.NRW“ ausgewählt daher mit 6,5 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und der EU gefördert. Im Rahmen des Projekt TIE-IN soll am Dortmunder Kompetenzzentrum eine Test- und Entwicklungsumgebung aufgebaut werden, die von Energieversorgungsnetzbetreibern und Herstellern von Ladestationen, Ladesystemen, Abrechnungssystemen oder Funk- und Kommunikationseinrichtungen genutzt werden kann.

Neben Tests auf elektrische und kommunikationstechnische Anforderungen sollen auch Umweltprüfungen sowie Prüfungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit, Personensicherheit sowie zur funktionalen Sicherheit der Systeme zur durchgeführt werden.

Die Fördermittel fließen bis zum Jahr 2013 in das Dortmunder Kompetenzzentrum, der größte Anteil (ca. 4,6 Millionen Euro) erhält die TU Dortmund, die das Projekt federführend koordiniert. Sechs Lehrstühle der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik sind an dem Projekt beteiligt:
– Energiesysteme und Energiewirtschaft,
– Elektrische Antriebe und Mechatronik,
– Kommunikationsnetze,
– Regelungssystemtechnik,
– Bordsysteme und
– Energieeffizienz.

Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,2 Millionen Euro erhielt die TechnologieZentrumDortmund GmbH sowie die EMC Test NRW, die weiteren Kooperationspartner sind AKUVIB Engineering und Testing GmbH, LTi DRiVES GmbH, RWE Rheinland Westfalen Netz AG, und die TÜViT Informationstechnik GmbH.

Solche Förderungen wird es hoffentlich häufiger geben, denn wenn das Elektroauto nicht stärker in Deutschland gefördert wird, droht Deutschland von andere Ländern wie Japan oder USA ganz beim Thema Elektromobil abgehängt zu werden. Auch wenn Deutschland bei Autos mit einem Verbrennungsmotor ein hohes Ansehen genießt, sollte dies kein Grund für die Bundesregierung sein, auf weitere Förderungen zu verzichten.

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Kai
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