(03.01.2011)

Das Elektroauto leidet bei vielen Menschen unter dem Vorurteil, es habe keine große Reichweite und müsse dann lange aufgeladen werden. Daher will das israelische Unternehmen Better Place (bekannt durch seinen Geschäftsführer Shai Agassi) Akkuwechsel-Stationen für Elektroautos in Deutschland einführen. Für den ersten möglichen Standort in Deutschland wurde die Hansestadt Hamburg ausgewählt, schon 2011 könnte ein Mobilitätskonzept für Hamburg spruchreif sein. Demnach sollen im Hafengebiet zukünftig verstärkt Unternehmen aus der Elektromobilitätsbranche angesiedelt werden.

Hier wird ein von Better Place umgebautes Auto vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Palo Alto, CA aufgeladen.

Das Konzept von Better Place sieht vor, dass die in Zusammenarbeit mit Renault-Nissan gefertigten Elektroautos ohne Akku an die Kunden verkauft werden. Der Akku wird an den Kunden verleast und bleibt Eigentum von Better Place. Wenn jemand mit seinem Elektroauto über 150 Kilometer fahren will, kann der leere Akku innerhalb von ein paar Minuten gegen einen vollen Akku an einer Akkuwechsel-Stationen von Better Place getauscht werden. Ein weiterer Vorteil für den Kunden ist, das der teure Neukauf von Akkus entfällt – denn gerade Akkus können bis zu einem drittel des Kaufpreises eines Elektroautos ausmachen.

Auch wenn die Aufgabe sehr komplex ist und ein hohes finanzielles Risikos besteht, sieht die HPA das Unternehmen durchaus als tauglichen Partner, anderenfalls würden nicht schon seit April diesen Jahres intensive Gespräche über eine Ansiedlung im Hamburger Hafengebiet geführt. Diese stünden kurz vor dem Abschluss, sodass schon 2011 die erste Deutschland-Niederlassung von Better Place, mit Sitz in Hamburg, entstehen könnte.

Better Place hat in Israel schon einen großen Teil der geplanten Batteriewechselstationen und Ladesäulen für Elektroautos aufgebaut. Renault hat auch schon bereits einige Prototypen ausgeliefert. Die Batterie für die Fahrzeuge stammt vom japanischen Renault-Partner Nissan, der dafür mit dem ebenfalls japanischen NEC-Konzern zusammenarbeitet.

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Kai
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