Mit dem selbst umgebauten Elektroauto durch Kanada – VW-Käfer

2 Minuten Lesezeit

Der Student Ricky Gu von der University of British Columbia, hat als erster Mensch Kanada in einem Elektroauto durchquert. Um die Strecke von 6.400 Kilometer zu bewältigen verwendete der 21-jährige ein VW-Käfer welcher zum Elektroauto umgebaut wurde. Gu baute das normale Benzinauto in Eigenregie in ein Elektroauto um, die Eckdaten des Fahrzeugs sind beeindruckend: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h, bei niedrigeren Geschwindigkeiten erreicht der Elektro-Käfer mit nur einer Akkuladung eine Reichweite von 500 Kilometern. Für die 6.400 kilometerlange Strecke benötigte er 16 Tage .

Die Umbaukosten betrugen ca. 25.000 Dollar, diese hat der Student komplett aus Sponsorgeldern realisieren können. Die Akkukapazität ist mit dem 50 Kilowattstunden starken Lithium-Eisenphosphat-Akku fast doppelt so hoch, wie bei den meisten Serien-Elektroautos. Das Elektromobil von Gu kann an einer normalen Steckdose in rund sechs Stunden aufgeladen werden.

In 16 Tagen von Vancouver nach Halifax

Insgesamt dauerte Gus Reise 16 Tage, wenngleich er mit Beifahrer Colin Mastin zwei Tage lang pausieren musste, als Hurrikan Earl über Kanada hinweg zog. Dabei schafften die beiden es, zwischen den unausweichlichen Ladevorgängen, die der Elektro-Käfer benötigt, bis zu 355 Kilometer auf kanadischen Highways zurück zu legen. Im Stadtbetrieb soll das Vehikel sogar bis zu 500 Kilometer bewältigen können, bevor es wieder geladen werden muss.

Die Ladevorgänge waren dabei kein großes Problem für Gu. Von Vancouver an der kanadischen Westküste bis zum Zielort Halifax an der Ostküste finden sich in regelmäßigen Abständen große Trailer-Parks. „Wir sind einfach hin gefahren und haben gefragt, ob wir unser Auto anstecken dürfen. Und jeder meinte: Klar, macht das“, erzählt Gu.

Mit der Reise vom Pazifik zum Atlantik wollte Gu vor allem Bewusstsein für nachhaltige Technologien schaffen. „Ich meine, dass Elektroautos die Zukunft sein werden und dass wir nicht ewig abhängig von fossilen Brennstoffen sein können“, sagt er.

(Quelle: Pressetext.com)

Diese Meldung zeigt, das man auch mit selbst umgebauten Elektroautos gute Werte erreichen kann. Wer solche Werte wie die des VW-Käfers als Elektroauto erreichen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen, denn solche Leistungsstarken Akkus sind immer noch leider sehr teuer.

Weiterführende Seiten:

UBC-Electric Car Club

University of British Columbia

One comment on “Mit dem selbst umgebauten Elektroauto durch Kanada – VW-Käfer”
  1. eDriver says:
    23. Februar 2012 at 20:04

    … erst mal RECHNEN – dann SCHREIBEN …

    Die Akkukapazität ist mit dem 50 Kilowattstunden starken Lithium-Eisenphosphat-Akku … an einer normalen Steckdose in rund sechs Stunden aufgeladen …

    Normale Steckkdose in -D- ~240V max. 16A => dann kommen guenstigstenfalls
    3,5 KW pro stunde im Akku an … ist in 6 Stunden gerade 21KW … also
    nix mit VOLL … (mal ganz davon abgesehen das in Nordamerika vielerorts
    110V (und nur 10A) aus der Dose kommen …)

    An „Drehstrom“ mi Dickem 10KW-„Schnell“-Lader siehts schon besser aus …

Write a comment
To write a comment as guest you have to add your name and email.