Britisches Uni-Team schafft 400Km mit einer Akkuladung

Elektroautos und Sportwagen scheinen nicht zusammen zu passen, jedoch möchte ein britisches Uni-Team dies ändern, denn sie sind mit einem Elektrorenner knapp 400 km rund um London an einem Stück gefahren.

Hier sieht man das Projekt-Team des SRZero. Bildquelle: http://www3.imperial.ac.uk/

Mit einer Akkuladung konnte das Uni-Team zwei mal rund um die britische Hauptstadt London fahren – das schaffte in der Nacht zum Freitag das aus Studenten des Imperial College in London bestehende Team Racing Green Endurance (RGE). Es umrundete den knapp 190 km langen Autobahnring M25 zwei Mal – und hatte danach immer noch Saft im Akku. Ein Tesla Roadster schafft allerdings 500 km Reichweite, aber es ist ein UniTeam und man muss sich auch erst einmal an einen Rekord ran arbeiten.

Am Freitagmorgen um 3 Uhr Ortszeit starteten Projektmanager Alexander Schey und Toby Schultz zu der Langstreckenfahrt in ihrem Elektroauto. Es handelt sich um einen umgebauten Rennwagen vom Typ SR8 des britischen Herstellers Radical. Daraus haben die elf Team-Mitglieder in acht Monaten ein Elektrofahrzeug gemacht, den SRZero.

Auch als Elektroauto ist der Wagen (SRZero) ein Renner: Angetrieben wird er von zwei Motoren mit einer Dauerleistung von 72 kW und einer Spitzenleistung von 144 kW. Sie beschleunigen das SRZero in 7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Beim Langstreckentest fuhren Schey und Schultz mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 100 km/h.

Als Energiespeicher dient ein Lithium-Eisenphosphat-Akku, der mit 550 kg die Hälfte des Fahrzeuggewichts ausmacht. Die Reichweite beträgt rund 400 km. Anschließend muss der SRZero wieder ca. 6 Stunden aufgeladen werden.

Jetzt wo die 400KM erfolgreich gemeistert wurden will das Projekt-Team mit ihrem Elektrorenner die Panamericana bezwingen. Die Straße gilt als längste der Welt und verläuft mit einer kurzen Unterbrechung in Kolumbien von Alaska bis nach Feuerland.

Start ist am 8. Juli in Prudhoe im Norden Alaskas. In Tagesetappen von knapp 300 km wollen wollen die Elektroautofahrer in gut drei Monaten 26.000 km durch die beiden amerikanischen Kontinente zurücklegen. Ende September wollen sie Ushuaia, ihr Ziel im Süden Argentiniens, erreichen.

Bisher sahen die meisten Elektroautos nicht aus wie ein Sportwagen (Tesla mal ausgenommen), aber es gibt nun auch in Europa erste Gehversuche. Ich finde es gut, das sich auch Unis an solchen Projekten beteiligen und nicht nur den Großkonzernen das Feld überlassen. Schließlich können solche Teams sehr gute Ideen entwickeln, auch das MP3-Format wurde im universitären Raum entwickelt: Dem Fraunhofer Institut

Hier geht es zu dem Projektteam der Uni: www.racinggreenendurance.com bzw http://www3.imperial.ac.uk/

Artikelquelle: Golem

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Kai

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