Darum schonen Elektroautos die Bremse

Für uns alle ist es selbstverständlich, dass wenn wir das mittlere beziehungsweise, bei einem Automatikgetriebe, das linke Pedal drücken, das Auto unverzüglich bremst. Aber welcher Prozess steckt eigentlich dahinter? Und wie verhält es sich bei Elektroautos, die oftmals auch eine Bremsautomatik nutzen oder über eine Energiezurückgewinnungstechnik, die sogenannte Rekuperation, verfügen. Dieser Beitrag fasst es kurz und prägnant zusammen.

Der Aufbau des elektronischen Bremspedal bei dem Elektroauto Zoe. Bildquelle: Renault
Der Aufbau des elektronischen Bremspedal bei dem Elektroauto Zoe. Bildquelle: Renault

Bremsenarten bei normalen Fahrzeugen und Elektroautos

Früher wurden Fahrzeuge noch durchweg mit Trommelbremsen ausgestattet, an deren Stelle heute Scheibenbremsen getreten sind. Wie eine solche Bremsscheibe aussieht, zeigen die Beispiele aus dem Onlineshop von www.kfzteile.com. Scheibenbremsen lassen sich dauerhaft stärker belasten, weshalb sie Trommelbremsen ersetzt haben. Auch Elektroautos verfügen über diese Bremsenart. Hinzu kommen Verbindungen zur Handbremse und softwaretechnische Verbindungen zu automatischen Bremssystemen.

Funktionsweise einer Bremse

Für die meisten zählt nur, dass der Wagen bremst, sobald man das Pedal tritt. Was dabei physikalisch zwischen Pedal und Reifen stattfindet, halten sie für zu komplex, um es zu verstehen. Wenn man es aber auf ein Minimum an Informationen runter bricht, ist es jedoch äußerst simpel. Die Bremsscheibe ist in jedem Rad des Fahrzeugs verbaut und dreht mit. An anderer Stelle befinden sich links und rechts sogenannte Bremskolben mit einem Bremsbelag in Richtung Bremsscheibe.

Wird jetzt das Bremspedal gedrückt, drückt man Bremsflüssigkeit in Richtung der Kolben und sorgt dafür, dass sie je nach Druck sachter oder fester zusammengedrückt werden. Die Bremsbeläge kommen dabei in Kontakt mit der Bremsscheibe und durch die Reibung wird das Fahrzeug verlangsamt. Vergleichbar ist das mit einem Fahrrad, wo ebenfalls Bremsklötze aufgedrückt werden, um das Rad zu verlangsamen.

Welche Software-seitigen Lösungen gibt es?

Tatsächlich ist es so, dass sich nur die wenigsten Autofahrer trauen, das Bremspedal so richtig durchzudrücken. Deshalb haben Autohersteller eine mittlerweile recht große Auswahl automatischer Systeme entwickelt, die die Bremse ebenfalls beeinflussen. Dass bei jeder Bremsung ein sogenannter Bremskraftverstärker zum Einsatz kommt, um mehr Druck auf die Räder zu bringen, wussten vielleicht nur wenige. Dass in Millisekunden berechnet wird, ob es sich um eine Notbremsung handelt oder nicht, vielleicht ebenfalls nicht. Vom Anti-Blockier-System (ABS) zur Vermeidung von stillstehenden und somit nicht lenkbaren Rädern haben dagegen schon die meisten Autofahrer etwas gehört. Immer populärer werden auch vollautomatische Fahrsysteme, die per Radar den Abstand zum Vordermann messen und dementsprechend die Geschwindigkeit reduzieren. Wie dieses System genau funktioniert, erklärt diese Seite sehr gut.

Im Falle von Elektroautos gibt es ein weiteres interessantes Phänomen, welches sich Rekuperation nennt. Es geht darum, die Bremsenergie vom Fahren zurückzugewinnen. Journalisten hatten damit sogar ausprobiert, einfach ohne zu bremsen durch London zu fahren. Was dabei herausgekommen ist, lässt sich in diesem Beitrag anschauen.

Man kann es bis ins tiefste Detail beschreiben oder auch oberflächlich umreißen: Wenn man nur schon mal die grundsätzliche Funktion einer Bremse verstanden hat, wurde bereits vieles richtig gemacht. So kompliziert, wie es immer wirkt, ist es einfach nicht.

 

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Kai

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