StringAkkus sollen das Reichweitenproblem von Elektroautos lösen

[17.04.2017] Dank der String-Akkus sollen Elektroautos in wenigen Minuten über genug Energie für die Weiterfahrt verfügen, dabei werden viele einzelne Akku-Eier eingesetzt.

So sieht ein einzelner Akku-String von Taketwo aus. Bildquelle: Taketwo
So sieht ein einzelner Akku-String von Taketwo aus. Bildquelle: Taketwo

Auch wenn es für Elektroautos bereits Schnellladegeräte gibt, dauert der Ladevorgang mindestens 20 Minuten. Wenn es also mal schnell über weite Strecken gehen soll, sind Stromer nicht immer die erste Wahl.

Das Unternehmen Tanktwo will das Problem nun auf eine einfache und interessante Weise lösen: Denn in Zukunft können viele kleine Akkus, welche an ein Ei erinnern zu einer großen Batterieeinheit zusammengefasst werden.
Dabei ist das Prinzip ganz einfach, wenn man sein Elektrofahrzeug schnell aufladen will, fährt man zu einer entsprechenden Ladestation. Dort werden die einzelnen String-Zellen zuerst aus dem „Tank“ entleert und dann werden neue, aufgeladene String-Zellen wieder in das Elektroauto eingefüllt.

Batterie-Wechselstation soll lange Wartezeiten für Besitzer von Elektroautos überflüssig machen

Das Unternehmen Tanktwo hat seinen Firmensitz in New York (USA) und in Vantaa (Finnland), in Zukunft könnte man noch viel von dem Start-Up hören. Denn die Idee mit den vielen einzelnen Akkuzellen, mit welchen man das Elektroauto betankt, klingt sehr gut.

So werden die einzelnen Akku-Strings in der Batterieeinheit liegen. Bildquelle: Taketwo
So werden die einzelnen Akku-Strings in der Batterieeinheit liegen. Bildquelle: Taketwo

Für ein normales E-Auto würden etwa 10.000 der Akkuzellen zum Einsatz kommen

Ein Unternehmen hat an einer neuen Art von Batterieeinheit geforscht, dass Ergebnis ist die sogenannte String Cell – was übersetzt etwa Schnur Zelle heißt. Der Name passt, denn wie bei einer normalen Batterieeinheit besteht auch die Batterieeinheit von Tanktwo aus vielen einzelnen Akkuzellen. Die StringAkkus werden jedoch ungeordnet in die Batterieeinheit des Elektroautos gefüllt.
Die Mikroelektronik in den einzelnen Zellen sorgt dafür, dass kein Kurzschluss erfolgt. Zusätzlich misst die Elektronik in jeder einzelnen Zelle die Leistungsdaten des jeweiligen Akkus, so zum Beispiel die Temperatur, Anzahl der Ladezyklen Ladezustand oder auch, ob der Akkumulator defekt ist. Falls dies der Fall sein sollte, wird das betroffene Akku-Ei beim nächsten Wechsel aussortiert.

So einfach soll das Nachfüllen der einzelnen Akkuzellen erfolgen. Bildquelle: Taketwo
So einfach soll das Nachfüllen der einzelnen Akkuzellen erfolgen. Bildquelle: Taketwo

Nur so viele Akkuzellen, wie man gerade für die Fahrt mit dem Elektroauto benötigt

Das System mit den String-Akkus hat den Vorteil, dass man unnötiges Gewicht sparen kann. Denn wenn man während der normalen Pendler-Fahrt zur Arbeit vlt. nur die Hälfte der Akkuzellen benötigt, kann man auch nur die Hälfte der Akkus in sein Fahrzeug füllen lassen.
Wenn man dagegen eine lange Fahrt plant, kann man die Batterieeinheit ganz mit den einzelnen Mini-Akkus befüllen.

Insgesamt passen bis zu 10.000 einzelne String-Akkus in eine Batterieeinheit, jedes einzelne hat etwa die Größe eines Hühnereis.

Natürlich kann man sein Elektroauto auch weiterhin an einer normalen Ladestation oder auch zu Hause aufladen.

Nach eigenen Angaben führt Tanktwo bereits Gespräche mit Auto- und auch Batterieherstellern.

Mein Fazit zum Einsatz der String-Akkus bei Elektroautos

Die Idee mit den vielen einzelnen Akkuzellen, welche sich schnell gegen frisch aufgeladene Akkumulatoren austauschen lassen, klingt erst einmal sehr gut.

Bisher gab es sehr ähnliche Konzepte, bei denen einfach die ganze Batterieeinheit ausgetauscht wurde – dank eines Roboters kann dies innerhalb von ein paar Minuten erfolgen.

Am weitesten hat das Unternehmen Better Place diese Idee vorangebracht, so gab es hier bereits ein paar Standorte mit den Wechselstationen. Aber auch Tesla Motors hatte zumindest in der Vergangenheit an dieser Idee gearbeitet.

Andere Konzepte sehen vor, dass man einfach die Batteriechemie an einer Art Tankstelle austauschen kann.

Leider waren zumindest in der Vergangenheit die Autohersteller nicht von dieser Idee zu überzeugen, denn bis auf Renault hatte kein anderer Autobauer mit Better Place im großen Umfang zusammengearbeitet.
So ging Better Place leider pleite und die Idee schien dann wieder tief in den Schubladen der verschiedenen Unternehmen gelandet zu sein.

Via: Tanktwo

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