Elektroauto: Eine Frage von Klimaschutz vs. Leistung

Die internationalen Anstrengungen für eine saubere Umwelt und effizienten Klimaschutz im Alltag sind im Jahr 2016 so wichtig wie noch nie. Die globale Luftverschmutzung ist immer noch ein großes Problem und wird, laut Meinung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), noch immer nicht angemessen sanktioniert. Die Klimapolitik der G-20-Staaten macht es indes nicht leicht, eine Senkung der Erderwärmung um deutlich unter 2°C zu erreichen. Technische Weiterentwicklungen wie das Elektroauto sollen den modernen Klimaschutz vorantreiben und praktikabel machen. Doch wie attraktiv ist Elektromobilität eigentlich?

Ladestation für Elektroautos - Telekom Cebit Stecker
Ladestation für Elektroautos – Telekom Cebit Stecker

Was das Elektroauto bringen soll

Mit erneuerbaren Energien und alternativen Technologien will die Weltwirtschaft gegen die dramatische Verschlechterung des globalen Klimas angehen – aber natürlich möglichst profitabel. Informationsplattformen wie Urban Hub dokumentieren den Wandel, der sich dabei vor allem in städtischen Regionen vollzieht. Ein Aspekt des Klimaschutzes ist der Einsatz von Elektroautos, sogenannter „E-Modelle“ (Ladung über Stromnetz) oder „Plug-In Hybridautos“ (Ladung über Stromnetz sowie Verbrennungsmotor). Deren Konzept ist so simpel wie vorbildlich: Emissionen auf den überfüllten Straßen zu reduzieren und rentable Alternativen zum Kraftstoffmotor zu schaffen. Doch wie attraktiv ist ein E-Auto für den Endverbraucher wirklich? Einfach zu beantworten ist das nicht, denn die aktuellen Entwicklungen im Bereich Elektromobilität zeigen zwar durchaus Fortschritte, sind aber nicht für jeden gleich rentabel.

Vorteil: Klimafreundlich und modern

Die Anforderungen an Elektrofahrzeuge sind groß und wirken sich auch auf den Preis aus: Moderne Ausstattung, teure Batterien mit großem Speicher sowie die noch relativ niedrigen Produktionszahlen machen den Kauf eines E-Autos derzeit noch zum teuren Vergnügen. Die ideellen und praktischen Vorteile sollte man jedoch klar mit berücksichtigen: 10 Jahre lag ab der Neuzulassung ist man mit einem Elektroauto von der Kfz-Steuer befreit. Außerdem darf man seit dem 18. Mai für erstzugelassene Fahrzeuge bis zu 60.000,– EUR (Nettopreis) und je nach Modell bis zu 4.000,– Euro Förderprämie in Anspruch nehmen. Reine E-Autos sind emissionsfrei, haben weniger Verschleiß und verursachen geringere Instandhaltungskosten als ein Fahrzeug mit Kraftstoffmotor. Darüber hinaus ist abzusehen, dass die Preise für aktuell kostspielige Batterien noch fallen werden. Wem der Kauf zu teuer ist, kann diese aber genausogut mieten. Strom ist als regenerative Energieform auch geringeren preislichen Schwankungen ausgesetzt als fossile Brennstoffe und bietet dazu die Möglichkeit zur Eigenversorgung an Heimladestationen.

Nachteil: Preis-Leistung noch mangelhaft

In der Realität der Autonutzer gibt es allerdings Faktoren, welche die Euphorie zum Kauf eines E-Autos schnell ausbremsen können: Eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit muss je nach Nutzungszweck genau abgewogen werden. Während ein E-Auto als „Stadtflitzer“ in infrastrukturell besser aufgestellten Metropolen wie Berlin durchaus praktisch sein kann, sieht es auf dem Land schon schlechter aus. Gerade bei längeren Reisen müssen sich E-Autofahrer mit vergleichsweise kleiner Reichweite abfinden. Langstrecken über 200 Kilometer können da zur Zumutung werden, vor allem wenn Zeitdruck eine Rolle spielt. Hinzu kommen eine allgemein noch lückenhafte Versorgungsinfrastruktur an Ladestationen und lange Ladezeiten von bis zu 15 Stunden. Die Skepsis bleibt also. Obwohl Elektromobilität noch eine entscheidende Rolle für den Klimaschutz spielen wird, steckt die Entwicklung von E-Autos noch in einem zu frühen Stadium, um den Ansprüchen an Wirtschaftlichkeit, Mobilität und Versorgungsbedarf zu genügen.

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Kai

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