Die Preisentwicklung und Preiserwartungen bei Elektroautos

Über die Vorteile für die Umwelt von Elektroautos sind sich die meisten Autofahrer heute im Klaren. Die entscheidenden Bremsen, sich für den Kauf zu entscheiden, sind der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis und die mancherorts unzureichend angebotenen Ladestationen. Im Durchschnitt ist das E-Auto etwa um 50 % teurer als der Benziner oder Diesel.

Symbolbild. Dies sind Akkuzellen in einer Batterieeinheit, welche im Elektroauto Nissan e-NV200 verbaut werden.
Symbolbild. Dies sind Akkuzellen in einer Batterieeinheit, welche im Elektroauto Nissan e-NV200 verbaut werden.

Ursachen für den hohen Preis der E-Autos

Was die E-Autos vorrangig so teuer macht, sind die Batterien. Beispielsweise kosten die Batterien für das Elektroauto smart fortwo ED etwa 7.000 Euro. Je kWh liegen die Preise derzeit bei 500 Euro für Lithium-Ionen-Akkus, die für ein Auto infrage kommen. Dabei sind die Batterie-Systeme bei Weitem noch nicht vollständig ausgereift. Immerhin muss ein E-Auto für eine 100km-Fahrt (Verbrauch ca. 20.000 Wh) etwa 150 kg an Akkus an Bord haben. Weitere Faktoren, die auf den Preis wirken, sind die hohen Entwicklungs- und Forschungskosten, die auf den Preis schlagen. Letztlich bestimmen Nachfrage und Anschub einer erhöhten Serienfertigung den Preis sehr entscheidend. Solange das E-Auto noch eine eher seltene Technik, vornehmlich für kurze Strecken ist, werden die Preise nicht merklich sinken. Mit technischen Verbesserungen, an denen zurzeit mit Hochdampf gearbeitet wird, dürfte auch der Verkauf attraktiver werden. Tendenzen dahin sind schon jetzt abzusehen.

Preissenkung wird erwartet

Die Group electrive.net veröffentlichte eine Studie zur Kostenentwicklung von E-Autos, aus der hervorgeht „dass ab dem Jahr 2018 Elektrofahrzeuge aus Endkundensicht wettbewerbsfähig gegenüber den jeweiligen Verbrennerderivaten“ sein werden. Die Fachleute führen das zurück auf die Fortschritte bei der Batteriefertigung. Im Zuge dieser Entwicklung sollen die Preise für Batterien sich bis 2020 sogar um mehr als 50 % verringern. E-Autos werden dann noch immer etwas teurer als Benziner sein, aber dies wird durch geringere Wartungskosten und Kraftstoffkosten ausgeglichen. Bei den Batterien soll es ab 2018 zu einer weiteren positiven Entwicklung kommen, wenn der vollständige Umstieg auf die NMC 622-Technologie vollzogen wird. Das allgemein bezahlbare und nutzbare E-Auto ist also nicht länger Zukunftsmusik.

Wann sich schon heute das E-Auto lohnt

Schon heute gibt es einen Kaufanschub vom Staat. E-Autos sind 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit, und nun winkt auch der Zuschuss von bis 4.000 Euro beim Kauf. Wer bereit ist, für den Umweltschutz beim Autokauf tiefer in die Tasche zu greifen, kann sich durchaus schon für ein E-Auto entscheiden, zumal die Betriebskosten geringer sind. Durch Anbieter wie Netzsieger können Autokredite zu besseren Konditionen gefunden werden. Auch die Wartung ist weniger aufwendig und teuer. Bei Fahrstrecken bis 100 km lohnt sich auch die Batterieladung. Berechnet wurde, dass die meisten Autofahrer täglich mit einer Aufladung ausreichend versorgt wären. Sinnvoll für die Umwelt ist allerdings die Ladung mit Ökostrom. Vor dem Kauf sollten sich Käufer gründlich von der Batterie-Qualität überzeugen und ausreichend lange Probefahrten unternehmen, um sich technisch mit dem neun E-Wagen vertraut zu machen und die tatsächliche Batterieleistung zu testen.

 

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Kai

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Ein Gedanke zu „Die Preisentwicklung und Preiserwartungen bei Elektroautos

  • 30. September 2016 um 22:17
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    Mit Hochdampf ist auch nicht schlecht. Entweder mit Hochdruck oder mit Volldampf aber nicht mit Hochdampf. 😉

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