Kreisel Electric baut eine neue Batteriefabrik für Elektroautos

4 Minuten Lesezeit

Der Elektroauto-Batteriehersteller Kreisel Electric erweitert seine Produktionskapazitäten, hierfür baut das Unternehmen eine neue Fabrik, welche bereits im März 2017 ihre Produktion aufnehmen soll.

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So wird das Dach der Fabrik von Kreisel Electric von oben aussehen. Bildquelle: Kreisel Electric

So wird das Dach der Fabrik von Kreisel Electric von oben aussehen. Bildquelle: Kreisel Electric

Bei Kreisel Electric handelt es sich um einen österreichischen Entwickler und Hersteller leistungsfähiger Batteriepacks für Elektromobile und stationäre Stromspeichersysteme. Um die immer größer werdende Nachfrage bedienen zu können, erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten. Mit der neuen Fabrik sollen pro Jahr Batteriepacks mit insgesamt 800.000 Kilowattstunden pro Jahr produziert werden. Die Fertigungslinie der Batteriefabrik „3K One“ wird komplett automatisiert sein, deren erster Spatenstich erfolgte am 2. Mai – die Fabrik wird auf einer Fläche von 6.276 Quadratmetern errichtet.

Beim ersten Spatenstich am 2. Mai 2016: v.l.n.r.: Andreas Schaufler, Architekt, Markus Kreisel (Geschäftsführer), Philipp Kreisel (Geschäftsführer), Johann Kreisel Jun. (Geschäftsführer), Doris Hummer (Landesobfrau des Wirtschaftsbundes Oberösterreich), Gabriele Lackner-Strauss (Obfrau der Wirtschafskammer Oberösterreich) und Friedrich Stockinger (Bürgermeister von Rainbach). Bildquelle: Kreisel Electric

Beim ersten Spatenstich am 2. Mai 2016: v.l.n.r.: Andreas Schaufler, Architekt, Markus Kreisel (Geschäftsführer), Philipp Kreisel (Geschäftsführer), Johann Kreisel Jun. (Geschäftsführer), Doris Hummer (Landesobfrau des Wirtschaftsbundes Oberösterreich), Gabriele Lackner-Strauss (Obfrau der Wirtschafskammer Oberösterreich) und Friedrich Stockinger (Bürgermeister von Rainbach). Bildquelle: Kreisel Electric

Bis zu 70 Arbeitsplätze entstehen bis zur Eröffnung im März 2017. Die hoch-innovative Kreisel-Batterietechnologie hat ihre Leistungsfähigkeit bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Unternehmen realisiert gemeinsam mit Industriepartnern auch komplexe Projekte inklusive Antriebsstrang, Ladetechnik und Software.

Aufgrund des speziellen Batterie-Assemblings und des innovativen Thermomanagements hat die aktuelle Produktgeneration bei der nutzbaren Kapazität einen Vorteil von knapp 20 Prozent gegenüber dem wichtigsten Wettbewerber. Die Kreisel-Technologie erreicht mit nur 4,1 Kilogramm Gewicht und einem minimalen Volumen von 1,95 Kubikdezimeter eine Kapazität von einer Kilowattstunde und damit eine überragende Leistungsdichte im Wettbewerbsvergleich. Die garantierte Lebensdauer der aktuell leichtesten Batterie am Markt liegt bei 400.000 Kilometern im Elektroauto.

So wird die Fabrik von Kreisel Electric von vorne aussehen. Bildquelle: Kreisel Electric

So wird die Fabrik von Kreisel Electric von vorne aussehen. Bildquelle: Kreisel Electric

In der ersten Ausbaustufe der Fabrik, die im März 2017 im österreichischen Rainbach eröffnet werden soll, können Batteriepacks mit einer Kapazität von 800.000 Kilowattstunden jährlich produziert werden. Aufgrund hochautomatisierter Fertigungsprozesse kann die Batterietechnologie in Serie besonders schnell (15 Sekunden pro Kilowattstunde) und besonders günstig montiert werden. Eine Verdopplung der Produktionskapazität ist innerhalb eines Quartals möglich.

In Zukunft wird ein Drittel des Gebäudes für die Batteriefertigung, ein Drittel für Entwicklung, Prototypen und Kleinserienaufbau und ein Drittel vom Gebäude für Software- und Engineering-Entwicklung sowie Büros verwendet. Das Dach des Fabrikgebäudes wird eine Photovoltaikanlage (200 kWp) erhalten. Ein stationärer Speicher mit Kreisel-Batterien (1.000 Kilowattstunden) sichert die kontinuierliche Versorgung mit selbst produziertem PV-Strom für Gebäude und Ladesäulen. Die Wärmeversorgung wird durch die Nutzung von Abwärme der Produktionsmaschinen sowie Wärmepumpen sichergestellt.

Positionierung als Batteriehersteller

 

Mit der innovativen Batterietechnologie positioniert sich Kreisel Electric als einer der wenigen europäischen Batteriehersteller für mobile und stationäre Stromspeicher. Die herausragenden Eigenschaften im Hinblick auf die Leistungsdichte, aber auch auf die kompakte Bauweise, die vorteilhaften Ladezeiten, die hohe Sicherheit (Flüssigkeitskühlung) und die hohe, garantierte Lebensdauer hat Kreisel Electric durch den Umbau ausgesuchter Verbrennungsfahrzeuge unter Beweis gestellt.

Dies ist die Seitenansicht auf die Kreisel Electric Fabrik. Bildquelle: Kreisel Electric

Dies ist die Seitenansicht auf die Kreisel Electric Fabrik. Bildquelle: Kreisel Electric

Zu diesen Einzelstücken zählen u.a. der Porsche Panamera mit einer elektrischen Reichweite von 450 Kilometern ohne Geschwindigkeitsdrosselung (>300km/h), der Skoda Yeti oder der Mercedes Sprinter. Daneben kooperiert Kreisel mit Herstellern, Flottenbetreibern, Taxi- oder Transportunternehmern. Dabei entstehen sowohl kundenindividuelle Kleinserien mit bis zu 500 Exemplaren – oder Kreisel unterstützt bei Aufbau und Betrieb einer Lizenz-Fertigung der Batterietechnologie.

Ein Highlight ist die Integration der Kreisel-Batterien in den eGolf von VW: Die Hochvoltbatterie zwischen den Achsen hat derzeit eine Kapazität von 24,2 Kilowattstunden bei einem Gewicht von 330 Kilogramm. Der Einbau des Kreisel-Batteriepacks erhöht die Kapazität bei identischem Bauraum und identischem Gewicht auf 55,7 Kilowattstunden. Damit verbessert sich die Reichweite (NEFZ) des Elektroautos von 190 auf 430 Kilometer.

 Via: Pressemitteilung von Kreisel Electric

2 comments on “Kreisel Electric baut eine neue Batteriefabrik für Elektroautos”
  1. Plug in says:
    5. Mai 2016 at 22:43

    beste europäische Firma und vielleicht bald Zulieferer für viele Autohersteller.

  2. Stoner says:
    6. Mai 2016 at 06:48

    Das freut mich aber sehr das „Mein Elektroauto“ geschafft hat den Blick von Freemont mal woanders hin zu lenken. Gibt in Europa auch Firmen über die es sich zu berichten lohnt. Kreisel und Brusa sind nicht die einzigen und ist auch wesentlich interessanter als der 1000 Bericht über ein Auto welches es erst in ein paar Jahren käuflich geben wird oder über ein Softwareupdate. Weiter so!

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