Norwegen schränkt die Elektroauto-Förderung ein

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In Norwegen wurden die Käufer von Elektroautos in der Vergangenheit regelrecht verwöhnt, so gab es für die Anschaffung eines Elektromobils eine satte finanzielle Förderung. Nun wurden Stromer im Norden Europas nicht mehr ganz so stark gefördert.

In Norwegen werden viele Elektroautos verkauft. Hier sieht man das Dorf Reine in Norwegen. © harvepino - Fotolia.com

In Norwegen werden viele Elektroautos verkauft.Hier sieht man das Dorf Reine in Norwegen.© harvepino – Fotolia.com


Denn die Kaufförderung war auf die ersten 50.000 Stromer limitiert, dieses Limit wurde vor kurzem erreicht und somit bekommen die neuen Käufer nicht mehr die Mehrwertsteuer geschenkt.

In diesem Monat hat die norwegische Regierung über die Zukunft der finanziellen Kaufanreize bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen entschieden.

Leider hat man sich dazu entschieden, die finanzielle Förderung schrittweise zurückzuführen. Genau genommen sollen die finanziellen Vorteile in den kommenden Jahren gestrichen werden, aber auch andere Fördermaßnahmen könnten entfallen.  

Es klingt sehr absurd, aber in Norwegen ist das Elektroauto das Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. Insgesamt wollte die Regierung 50.000 E-Autos fördern, eigentlich sollte das Ziel erst im Jahr 2018 erreicht werden – allerdings wurde das Limit bereits in diesem Jahr erreicht.

Die Förderung war so erfolgreich, dass ein Viertel aller PKW-Neuzulassungen in Norwegen Elektroautos sind. In Deutschland liegt der Anteil der Stromer bei nur 0,3 Prozent.

Bisher mussten die Fahrer von E-Autos in Norwegen keine KFZ-Steuer zahlen, ab dem Jahr 2018 sollen sie wieder 50 Prozent und ab 2020 den vollen Satz zahlen.

Der Beschluss der norwegischen Regierung geht aber noch weiter, denn bisher mussten die Käufer eines Elektroautos keine Mehrwertsteuer zahlen, diese Regelung soll bald geändert werden. 

In Zukunft wird es als Ersatz eine Prämie geben, diese soll gedeckelt werden und mit dem wachsenden technischen Fortschritt immer weiter gesenkt werden.

Um die Elektromobilität zu fördern, hat Norwegen auf Steuereinnahmen in Millionenhöhe verzichtet – so lag die Summe für das Jahr 2014 bei etwa 355 Mio. € bis 470 Millionen Euro.

Es gibt aber auch Kritiker an der Förderung von E-Autos, so kritisieren diese, dass vor allem eher wohlhabende Menschen die Förderungen genutzt haben. Wenn man bedenkt, dass das Elektroauto Tesla Model S in Norwegen das meist verkaufte rein elektrisch angetriebene Auto ist, kann man diesen Standpunkt schwer entkräften.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Stromer viele Vorteile gegenüber den Verbrennern haben.

So schonen sie die Umwelt, da ein E-Auto viel leiser fährt und es keine Abgase ausstößt, gleichzeitig kann man regenerativ erzeugten Strom für den Antrieb der E-Fahrzeuge nutzen.

Andere Förderungen stehen auf der Kippe

Wenn es ganz schlimm läuft, könnten für die Fahrer von Elektroautos fast schwere Zeiten anbrechen, denn in Zukunft sollen die Kommunen selbst entscheiden, welche Förderung sie bieten.
Dazu gehören die freie Benutzung der Busspuren, Befreiung von der Maut und kostenloses Parken auf öffentlichen Parkplätzen.

Via: Spiegel.de


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