Mein E-Auto parkt im Container

Das Grundstück ist gekauft, das Haus geplant – nur für das Auto fehlt noch der passende Unterstand. Bei der Planung der passenden Garage für des Deutschen liebstes Kind gilt es einiges zu beachten. Wer ein Elektroauto fährt, hat zusätzlich einen wichtigen Punkt im Hinterkopf zu haben: Die Stromversorgung.

Hier ist das Plugless Power EV charging system von Evatran zu sehen, wenn es in der Garage montiert ist. Bildquelle: Evatran
Hier ist das Plugless Power EV charging system von Evatran zu sehen, wenn es in der Garage montiert ist. Bildquelle: Evatran

Vorsicht mit der Haushaltssteckdose

Ohne Stromversorgung kommt ein Elektroauto nicht weit. Im Allgemeinen ist es nachts mit dem Stromnetz verbunden, um sich darüber aufzuladen und am nächsten Morgen startklar zu sein. Allerdings ist es nicht so einfach, wie es klingt: Das Auto über ein Verlängerungskabel an die Haushaltssteckdose zu schließen, ist gefährlich. Das Aufladen des E-Autos dauert über die normalen Steckdosen oft die ganze Nacht. In dieser Zeit fließt eine große Menge Strom durch die Kabel, die dafür nicht ausgelegt sind.

Leicht kommt es dadurch zur Überhitzung und unter Umständen sogar zu einem Brand. Da in der Vergangenheit bereits häufiger Garagenbrände beim Aufladen über die Haushaltssteckdose entstanden ist, ist hier Vorsicht walten zu lassen. Allerdings gibt es verschiedene Stromer, bei denen dies bedenkenlos möglich ist. Um sicher zu gehen, empfehlen Experten, Stromnetz und Steckdose durch einen Fachmann überprüfen zu lassen. Eine Überhitzung lässt sich so umgehen.

Ungewöhnliche Variante mit mehreren Vorteilen

Eine kreative Lösung, die zudem relativ günstig ist, bietet sich an, wenn das Fahrzeug in einem Container Unterschlupf findet. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, sodass jedes Elektroauto dort Platz findet. Ein Container hat aber noch weitere Vorteile:

  • Er lässt sich vorrübergehend nutzen. Befindet sich die eigentliche Garage noch im Bau, ist es praktisch, einen Container auf dem Grundstück abzustellen und das E-Auto dort zu parken. Eine Wallbox kann dort auch eingebaut werden, später kann diese in die eigentliche Garage umziehen.
  • Vor allem, wer einen Neuwagen fährt, freut sich über diese Möglichkeit, da das Auto so vor Wind, Wetter und Diebstahl geschützt ist. Ist die neue Garage fertig gestellt, lässt sich der Container wieder verkaufen und per LKW abtransportieren.
  • Der Container ist aber ebenso für eine dauerhafte Nutzung geeignet. Es ist dann aber notwendig, eine Baugenehmigung zu beantragen. Je nach Bundesland sind die Vorschriften unterschiedlich, sodass eine individuelle Anfrage notwendig ist. Lediglich wenn der Unterstand nur vorrübergehend eingeplant ist, ist keine Baugenehmigung zu beantragen.
  • Er lässt sich leicht verschönern. Eigenheimbesitzer können die Außenhülle anstreichen und ihr dadurch einen persönlichen Touch verleihen. Wer sich kreativ zeigt, schafft durch ein echtes Kunstwerk. Alternativ lässt sich ein Künstler engagieren, der Wandmalerei oder Graffitis beherrscht. Besonders Sprayer freuen sich, ihre Kunst legal anbringen zu dürfen.
  • Mittlerweile gibt es Carports, die bereits mit Solaranlagen ausgestattet sind, um ein E-Auto mit Strom zu versorgen. Warum nicht ebenso den Container mit Solar-Paneelen auf dem Dach versorgen? Möglich ist bei dieser Variante vieles.

 

 

 

 

 

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Kai

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