Volvo testet das Aufladen von Elektrofahrzeuge direkt auf der Straße

(19.06.2013)

Bei den Elektroautos, Elektro-LKWs und anderen elektrischen Transportmitteln ist die Batterie immer ein Kostenfaktor und auch ein Zeitfresser in der Form, dass diese einmal teuer ist und das Aufladen mindestens etwa 30 Minuten (bis etwa 8 Stunden) dauert.

Das System erinnert ein wenig an die Straßenbahn, nur das hier der Strom in der Straße entlang fließt. Richard Sebestyen mit dem Stromkollektor am Heck des test-Trucks. Bild: Volvo Group
Das System erinnert ein wenig an die Straßenbahn, nur das hier der Strom in der Straße entlang fließt. Richard Sebestyen mit dem Stromkollektor am Heck des test-Trucks. Bild: Volvo Group

Der Auto- und Nutzfahrzeughersteller Volvo arbeitet an einer Lösung, bei der der benötigte Strom in Stromschienen in der Fahrbahndecke eingearbeitet sind.

Mats Alaküla (Elektrofahrzeug-Experte bei Volvo und Professor an der Universität Lund) erklärt:

„Im Stadtverkehr gibt es bereits eine ganze Reihe von Lösungen und wir sind ständig auf der Suche nach weiteren. Wir führen Feldversuche durch, in denen Plug-in-Elektrobusse mit Akkus ausgestattet sind, die während der kurzen Stopps an Haltestellen via Schnellladung nachgeladen werden können“.

Da LKWs und Fernbusse nicht regelmäßig anhalten und dementsprechend große Batterieeinheiten transportieren müssten, könnten die „Stromschienen“ einen entscheidenden Vorteil bringen, denn so geht kein wertvoller Laderaum bei LKWs verloren.

Volvo arbeitet bei dem Forschungsprojekt mit dem schwedischen Verkehrsministerium, Vattenfall, verschiedenen Hochschulen, Fahrzeugherstellern und Zulieferern zusammen.

Einer der Ideen sind zwei Stromschienen auf der gesamten Fahrbahnlänge, welche in der Fahrbahndecke eingebaut werden. In dem Elektromobil befindet sich ein Stromkollektor, der über den Kontakt mit diesen Schienen Strom abgreifen kann.

Mats Alaküla sagt dazu:

„Auf diese Weise lassen sich Fahrzeuge permanent mit Energie versorgen, ohne dass sie große Akkus mitschleppen müssen“, erläutert . „Die Stromschienen sind dabei in einzelne Abschnitte unterteilt, wobei immer nur der Abschnitt aktiv ist, der gerade Kontakt mit dem Kollektor des Fahrzeugs hat.“

Um das System zu testen, hat Volvo im letzten Jahr eine 400 Meter lange Teststrecke in Hällered bei Götheborg eingerichtet.

Wenn alle Autobahnen und Bundesstraßen mit so einem System ausgestattet werden würden, wäre die Sorge um die Reichweite von Elektroautos vorbei. Andere Richtungen der Entwicklung gehen dahin, dass man statt den Stromschienen „einfach“ Induktion verwendet.

Via: elektromobilität-praxis

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Kai

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6 Gedanken zu „Volvo testet das Aufladen von Elektrofahrzeuge direkt auf der Straße

  • 19. Juni 2013 um 16:24
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    macht kein Sinn.
    Jeder kann sich zwei Leitungen daraus ziehen und Strom für sich erzeugen.
    Es reicht ein todes Tier und ist das System hin
    Es soll andere Lösungen geben, die wirtschaftlicher sind

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  • 19. Juni 2013 um 22:15
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    Genau das ist keine Lösung, wo soll der Strom denn heer kommen den all die milliarden von Autos, LKW’s, Strassenbahnen und und… verbrauchen, sollen wir noch meht AKW bauen, oder wie stellt sich Volvo das vor!? Alles nur PR von Volvo sonst garnichts!!!!

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  • Pingback:Deutscher Auto Blogger Digest vom 19.06.2013 › "Auto .. geil"

  • 24. Juni 2013 um 09:25
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    nun, immerhin denken sie mal drüber nach. Audi z.B. macht gar nichts, stoppt Elektorautos und entlässt den Innovationsleiter. Komisch, dass aus den Gegenden nie was kommt.

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  • 9. Oktober 2014 um 21:30
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    Ich beobachte mit etwas Beruhigung, dass tatsächlich sehr viele Anstrengungen in diesem Bereich unternommen werden. Grundsätzlich ist es für meine Begriffe doch zunächst einmal nicht von Belang, wo der Strom herkommt. Als wichtig erachte ich eher, dass von findigen Unternehemen und Einzelpersonen Konzepte vorgeschlagen werden, die möglichst einfach und zeitnah umzusetzen sind, langfristig preiswert erscheinen und nicht den Anspruch haben, zu viel komplexe Zukunftstechnologie zu beinhalten.
    Meine Meinung bzgl. Elektromobilität ist: Ein einfacher – und deshalb schnell umsetzbarer – technischer Schritt nach dem Anderen. Bezahlbar, sicherheitstechnisch und politisch vertretbar. Ob die vorgeschlagene Lösung das bieteten kann, wird sich in den nächsten Jahren wohl herausstellen.

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  • 2. Juli 2015 um 21:49
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    Das Laden während der Fahrt, bzw. bei Aufenthalt (Bus, VersorgungsKFZ) ist eine feine Sache, auch wenn ich mir es mit „Stromschienen“ im Straßenbelag nicht so recht vorstellen kann, aber da gibt es ja auch die induktive Übertragung. Es freut mich, dass sich Leute damit beschäftigen.
    Noch eine kleine Klugscheißerei zum Thema „wo der Strom herkommt“;

    Es ist vollkommen wurscht, wo er herkommt. Selbst wenn du ein Benzin!!! betriebenes, zentrales Kraftwerk dafür verwendest, um Strom für Autos bereitzustellen, wird die Km Leistung viel höher sein, als wenn du den Sprit mittels „Normalo“ KFZ verfeuerst. Zudem bin ich als Schluchtenscheißer bevorzugt, wir haben genügend Wasserkraft im Kaiserreich. Vor allem kannst du die Dinger über Nacht laden, wo wir unseren Strom mangels sinnvoller Nutzung in die ALU Erzeugung pumpen, oder billig ins Ausland verscherbeln.
    Und sollte sich jetzt noch Jemand über die explodierenden Blabla-Ionen-Akkus empören, für ein stinknormales Gebrauchsauto, zB. für einen Pendler, reichen auch Bleifließ Akkus, und die halten bei guter Führung 10 Jahre und länger.
    Und für Leute mit Sportauspuff und Jägermeisteraufkleber sind Elektroautos ohnedies nicht gedacht.

    Vorweg nehmend, ihr mich auch!

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