(16.11.2012)

Eine Batterieeinheit kann nur eine begrenzte Dauer im Elektroauto verwendet werden, danach ist die Kapazität mit 70% zu gering, um noch einen weiteren sinnvollen Einsatz im E-Auto zu ermöglichen.

Aufbaue einer Batterieeinheit. Bildquelle: GM

Das Elektroauto ist trotz mancher Unkenrufe langsam im kommen und scheint sich (wenn auch relativ langsam) doch allmählich durchzusetzen. Die Batterieeinheit ist derzeit die Achillesverse im Elektromobil, denn diese ist teuer und kann auch nicht unbegrenzt immer wieder aufgeladen werden. Denn wie jeder Akku unterliegen auch die Akkuzellen in der Batterieeinheit einem gewissen Verschleiß.

Nach ihrem Leben im Elektrofahrzeug soll die Batterieeinheit dazu dienen, als Notstromspeicher Wohnhäuser Industrie – und Bürogebäude auch während eines Stromausfalls zuverlässig mit Strom zu versorgen.

Am Donnerstag haben der Elektrotechnikkonzern ABB und der Autohersteller General Motors (GM) haben am Donnerstag einen entsprechenden Prototyp vorgestellt. Dabei wurden fünf gebrauchte Batterieeinheiten aus dem Elektroauto Chevrolet Volt zu einer modularen Einheit zusammengefasst worden, welche drei bis fünf durchschnittliche amerikanische Haushalte zwei Stunden mit Strom versorgen kann.

Auch kann so Strom in kostengünstigen Perioden für die Nutzung in teuren Spitzenlastzeiten gespeichert werden oder Lücken in der Stromerzeugung auf Basis von Sonne, Wind oder anderen erneuerbaren Energien gespeichert werden.

Die Nutzungsdauer der Stromspeicher im E-Auto gilt als Erfüllt, wenn die Kapazität nur noch 70% beträgt. Die Autohersteller geben die Lebenskapazität in Aufladezyklen oder Kilometern an danach sollte die Batterie ausgetauscht werden.
Aber die restliche Kapazität reicht noch aus, um sie für die Stromversorgung in Gebäuden zu verwenden.

Im Jahr 2011 demonstrierten GM und ABB bereits, wie ein Batteriepack des Chevrolet genutzt werden kann, um Strom zu speichern und wieder ins Netz einzuspeisen. Jetzt lief das Speichersystem im ‚Remote-Notstrommodus‘, bei dem die Battieren mit Hilfe des Energy Storage Inverter-Systems von ABB 100 % Energie bereit stellten.
Bei dem nächsten wollen die Unternehmen das modulare Batteriesystem im Stromnetz installieren, um die technische Bewertung abzuschließen.

Solche Batteriesysteme können später auch in Smart-Grid-Anwendungen eingebunden werden, aber schon heute kann man auch solche Batterien für sich nutzen.

Denn wer sein Elektroauto über eine Solaranlage auflädt, der könnte solche Stromspeicher nutzen, um den Strom in der Zeit zu speichern, während das E-Auto nicht aufgeladen werden muss.

Zum Schluss noch ein Video mit einem Interview mit Mietek Glinkowski vom ABB-Forschungszentrum in Raleigh, North Carolina:

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Kai
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