Öko-Institut untersucht Carsharing mit Elektroautos

3 Minuten Lesezeit

(31.10.2012)

Das Ökoinstitut und das ISOE-Institut untersuchen wie umwelt- und nutzerfreundlich Elektroautos im Vergleich zu konventionellen Autos im Carsharing sind.

Bildquelle: Car2Go/Daimler

Bildquelle: Car2Go/Daimler

Immer weniger Menschen kaufen sich ein Auto, daher ist Carsharing immer weiter im kommen. Nun wird untersucht, wie umwelt- und nutzerfreundlich Elektroautos  im Vergleich zu konventionellen Pkw beim Carsharing wirklich sind und wer nutzt die Fahrzeuge und wie werden sie genutzt?

Dieses Thema untersuchen das Öko-Institut und das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung jetzt am Beispiel des Daimler-Tochterunternehmens car2go, dem Pionier und Marktführer unter den flexiblen Carsharing-Konzepten. Die Begleitforschung wird vom Bundesministerium für Umwelt (BMU) gefördert.

Car2go setzt seit 2011 an verschiedenen Standorten eine große Zahl an E-Autos ein. Das Carsharing kann ökologische und ökonomische Vorteile bieten und den Nutzern zugleich maximale Flexibilität bringen, unter anderem kann man bei car2go per Smartphone das nächste freie Auto in Sekundenschnelle finden, einsteigen und nach der Fahrt am Ziel wieder abstellen.

Die Frage ist aber:

  • wie umweltfreundlich ist Carsharing wirklich gegenüber dem Besitz eines eigenen Autos?
  • Wie verändert sich die Verkehrsmittelwahl der Nutzer?
  • Und können batterieelektrische Pkw ihre Vorteile im Carsharing-Betrieb gegenüber herkömmlichen Autos ausspielen und ihre vermeintlichen Einschränkungen überwinden?

Diese Fragen wollen jetzt Wissenschaftler des Öko-Instituts und des ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung untersuchen und beantworten. Das Forschungsteam führt dazu eine umfangreiche empirische Studie zum Verkehrsverhalten von Autofahrern am Beispiel von car2go durch.

Projektleiter Florian Hacker vom Öko-Institut:

„Wir wollen wissen, wie sich die alltägliche Nutzung von Verkehrsmitteln bei den car2go Teilnehmern verändert. “

In der Untersuchung sollen auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede beim Carsharing mit konventionellen und elektrischen Fahrzeugen untersucht werden. Dafür werden über einen Zeitraum von zwei Jahren Nutzer in den Städten Stuttgart und Köln mehrfach befragt. In Köln setzt car2go Autos mit sparsamen Verbrennungsmotoren ein, in Stuttgart wird noch in diesem Jahr eine ausschließlich batterieelektrisch betriebene Fahrzeugflotte an den Start gehen.

Zum Thema Elektroautos beim Carsharing ist sich Konrad Götz vom ISOE sicher:

„Für die Akzeptanz der Elektromobilität könnten die Elektroflotten im Carsharing eine Schlüsselfunktion haben“ .. „Denn sie sind für viele Autofahrer der erste Zugang zur Fahrpraxis mit Elektroautos, die ja als Mobilität der Zukunft schlechthin gilt.“

Der car2go Geschäftsführer Robert Henrich begrüßt die Zusammenarbeit:

„Wir sind mit car2go seit vier Jahren international unterwegs und in diesem Zeitraum enorm gewachsen. Für weit mehr als 200.000 Kunden, darunter 25.000 Nutzer der Elektrofahrzeuge, ist car2go inzwischen Teil der täglichen Mobilität. Ich freue mich darauf, dass wir unsere umfangreiche Erfahrung jetzt gemeinsam mit dem Öko-Institut und dem ISOE durch wissenschaftliche Untersuchungen ergänzen können.“

Ich gehe davon aus, dass Elektroautos im städtischen Bereich im Carsharing-Bereich den Ansprüchen der Fahrer reichen. Wenn man weiß, dass man weite Strecken (ab 200 Kilometern) fahren will/muss, sollte man sich dann doch lieber ein Auto mit einem Verbrennungsmotor mieten. Oder man tauscht das fast leere Elektrofahrzeug gegen ein voll aufgeladenes…

Write a comment
To write a comment as guest you have to add your name and email.