Volvo C30 Electric Winter Test Drive Teil 3 – Die Technik – Mit Videos

(02.04.2012)

Im März (genauer am 13. und 14. März) hatte ich die Gelegenheit erhalten, dass Elektroauto Volvo C30 Electric in Schweden testen zu dürfen.

Während es in  Teil 1 es um die allgemeinen Informationen ging, war in Teil 2 die Reichweite des E-Auto das Thema. Hier im 3. Teil der kleinen Artikelserie geht es um die technischen Details des Elektroauto Volvo C30 Electric.

Bei einem elektrisch angetriebenen Auto ist jedes Quäntchen Strom ein kostbares Gut, wenn dieser kostbare Strom für Dinge wie die Heizung verwendet werden muss, ist dies schade – denn so schmilzt auch die Reichweite des Elektroauto dahin.

Allerdings muss ein Elektrofahrzeug vor den winterlichen Temperaturen geschützt werden, denn der Batteriespeicher in Form der Akkuzellen mag keine Kälte. Denn je kälter es ist, desto geringer ist die Kapazität und somit die Reichweite des E-Auto

Die Reichweite eines Elektroauto wird also von 2 Hauptfaktoren im Winter negativ beeinflusst:

  • 1. Der Einfluss der Kälte auf die Akkuzellen
  • 2. Der größere Energieverbrauch durch die Heizung

Der Einfluss der Kälte auf die Akkuzellen kann mit einem einfachen Mittel entgegengewirkt werden, hierbei handelt es sich um die Standheizung. Während der Volvo C30 Electric an der Steckdose aufgeladen wird, kann der Boardcomputer automatisch die Batterieeinheit erwärmen, so das schädliche Einflüsse durch die Kälte vermieden werden.


(Bildquelle: Volvo)

Der Volvo C30 Electric lässt sich vor Antritt einer Fahrt bereits beim Laden vorwärmen, der Vorwärmtimer wird über die Menüeinstellung des Fahrzeugs programmiert. Wird diese Vorwärmung aktiviert, nutzt ein Motorvorwärmer (6 kW) Strom aus der Steckdose, um die Kühlflüssigkeit der Klimaanlage zu erwärmen. Die Heizung wird dabei aktiviert, um die Batterie in einem gutem Betriebszustand zu erhalten und gleichzeitig den Fahrgastraum vorzuwärmen.
Hierfür hat Volvo ein einzigartiges Überwachungssystem entwickelt, um die Lebensdauer der Antriebsbatterie zu verlängern. Während des Ladevorgangs wird die Antriebsbatterie automatisch beheizt, wenn die Temperatur im Zentrum der Batterie auf –15° C sinkt.

Wenn das Fahrzeug ohne die Möglichkeit des Aufladens abgestellt wird, startet die Erwärmung der Batterie automatisch bei –19° C, um die Batterie in einem effizientem Betriebszustand zu erhalten.
Falls kein Ladekabel angeschlossen ist, kann man den Fahrgastraum auch mit der Ethanolheizung erwärmen – in etwa 3 Minuten sind die Seitenscheiben und die Frontscheibe nahezu Eisfrei.

Laut Lennart Stegland. verlängert die Vorwärmung bei –10° Celsius den Aktionsradius um zehn Kilometer, verglichen mit einem Kaltstart, wo die Batteriekapazität für die schnelle Erwärmung in Anspruch genommen werden muss.

Nach dem Vorwärmen beginnt jede Fahrt mit einem angenehmen Klima im Innenraum, als Fahrer hat man die Möglichkeit, im Menüsystem des Elektroauto genau einzustellen, auf welche Weise der Fahrgastraum während der Fahrt erwärmt werden soll:

  • Durch Einschalten des automatischen Heizmodus „Auto Heating“ wird eine kraftstoffbetriebene Zusatzheizung (5 kW) – angetrieben mit Bioethanol aus einem 12-Liter-Tank (mit Benzin auf den Märkten, wo Ethanol nicht verfügbar ist) automatisch zugeschaltet, um unterwegs den Innenraum zu erwärmen. Der Nachfüllstutzen der Zusatzheizung befindet sich dort, wo bei einem konventionellen Volvo C30 der Kraftstoffnachfüllstutzen sitzt.
  • chaltet der Fahrer die automatische Heizung aus („Auto Heater Off“) kooperieren ein elektrischer Tauchwärmer sowie ein elektrischer 1kW PTC (Positive Temperature Coefficient)-Heizer und sorgen für ein angenehmes Bordklima. Auf Kurzstrecken oder an weniger kalten Tagen lässt sich auch Strom aus der Antriebsbatterie zur Versorgung der Klimaanlage abzweigen. Dadurch bleibt die Nullemissionskapazität des C30 Electric erhalten, der Aktionsradius verkürzt sich dadurch jedoch etwas.

Derzeit baut Volvo an einer Kleinserie von 250 Einheiten, in Deutschland wird das Elektroauto nur gewerblichen Kunden angeboten, die sich bei dem angebotenen Dreijahres-Leasing auf eine monatliche Netto-Leasingrate von 950 Euro ohne Sonderzahlung einstellen müssen.

Die Details zu dem Elektroauto Volvo C30 Electric:

Typ Volvo C30 Electric
Motor Elektromotor
Leistung in PS (KW) bei U/min-1 111 (82) bei
Energiespeicher Lithiumionen Akkuzellen
Heizung: Ethanolheizung und/oder elektrisch
Max. Drehmoment (Nm) bei Umin-1 220 bei
Höchst-
geschwindigkeit (km/h)
130
Beschleunigung 0-100 km/h (sek.) 10,9
Antrieb Front
Länge (mm) 4270
Breite (mm) 1780
Höhe (mm) 1450
Gewicht, Hersteller-
angabe (kg)
1660
Preis (Euro) 57.900 (Derzeit gibt es den C30 nur per Leasingvertrag
Serienausstattung: Zum Preis: Errechnet sich aus dem ausschließlich möglichen Leasing; Rate für drei Jahre ohne Anzahlung: 1600 Euro pro Monat, für Deutschland
soll es eine Sonderkondition geben, wonach man nur um die 980 Euro pro Monat als Leasingrate bezahlt.

Fazit:

Es ist schon wirklich schade, das man das Elektroauto Volvo C30 Elektric noch nicht kaufen kann. Denn die wenigen bereits vorhandenen Exemplare werden ausschließlich per Leasing an die Unternehmen gegeben.
Denn der Fahrspaß ist wirklich sehr gut in diesem elektrisch angetriebenen Fahrzeug, so merkt man beim beschleunigen nicht, das es sich um ein Elektroauto handelt. Was mir sofort aufgefallen ist, das es in Schweden viel mehr Steckdosen an den Parkplätzen gibt. Dies liegt jedoch nicht an den Elektrofahrzeugen, sondern an den Standheizungen, welche über Strom betrieben werden.

Wer die Möglichkeit haben sollte, dem kann ich nur empfehlen, mal mit dem Volvo C30 Electric zu fahren.

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Ein Gedanke zu „Volvo C30 Electric Winter Test Drive Teil 3 – Die Technik – Mit Videos

  • 3. April 2012 um 19:06
    Permalink

    Wow.

    Toll was du hier machen durftest.

    Der Volvo C30 scheint wirklich ein tolles E-Auto zu sein.

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