(23.03.2012)

Für ein Großteil der Besitzer von Kleinwagen kann der Umstieg auf das Elektroauto laut der TU Wien sinnvoll sei.

Symbolfoto. Dieses Bild zeigt das Display des Infotainment System vom Elektroauto Nissan Leaf

Die Autoren der Studie untersuchten, wann sich ein Wechsel zu einem Elektrofahrzeug lohnen würde. Der Umstieg von größeren Fahrzeugen, wie zum Beispiel den sogenannten SUV (Sport Utility Vehicle) oder Lastkraftwagen auf Elektrofahrzeuge gestaltet sich auf Grund des stärkeren Stromverbrauchs als schwierig bzw. unverhältnismäßig teuer.

Auch kam die Studie zu dem Ergebnis, dass ein umfassendes Netz von Ladestationen bzw. Stromtankstellen wegen der meistens kurzen Fahrtstrecken kaum notwendig sei, da eine Ladestation zu Hause oder am Arbeitsplatz zum Großteil ausreicht.

Im Rahmen der Studie wurden Autos mit einem Verbrennungsmotor mit GPS-Sendern ausgestattet, die Fahrzeuges waren größtenteils in Wien und Niederösterreich 3 Wochen lang unterwegs. 95 Prozent der gefahrenen Strecken waren kürzer als 50 Kilometer. Bei ungefähr 60 Prozent aller untersuchten Klein- und Mittelklassewagen wären alle Fahrten ohne Einschränkungen auch elektrisch zu bewältigen gewesen.

So erläutert Markus Litzlbauer (Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien):

„Bei Kleinfahrzeugen stellt sich ein Umstieg auf Elektromotoren in den meisten Fällen als sinnvoll heraus.“

Im Testzeitraum legten 25 Prozent der an der Studie teilnehmenden Fahrer mindestens einmal eine Strecke über 150 Kilometer zurück, bei solchen Fällen rät Litzlbauer:

„Bei längeren Strecken besteht die Möglichkeit, zwischendurch eine kurze Pause an einer Schnellladestation einzulegen“

Falls eine Schnellladestation genutzt wird, könnten Elektroautos sogar 80 Prozent aller Wege abdecken. Die Frage ist nur, ob man als Fahrer wirklich eine solche Zwangspause akzeptiert, oder ob man, wenn man öfters weite strecken fährt nicht von Anfang an auf ein E-Auto mit einem Range-Extender setzt.

Um den Strombedarf der E-Autos zu decken, würde es laut der TU Wien reichen, wenn sich zum Beispiel Hausgemeinschaften eine größere Solaranlage teilen würden. In der Regel würde der dadurch erzeugte Strom ausreichen, notfalls könnte noch auf Strom aus dem regulären Stromnetz zurückgegriffen werden.

Damit die Elektrofahrzeuge ein Erfolg werden, müssten insbesondere die Akkuzellen günstiger werden, diese machen derzeit bei den Anschaffungskosten von 15.000 bis 50.000 Euro fast ein drittel aus.

 

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Kai
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