Elektroautos sollten schon alleine der Umwelt zu liebe mit „grüner“ Energie aufgeladen werden, jedoch stammt zur Zeit der meiste Strom aus Atomkraftwerken oder Kohlekraftwerken.

Die genaue Verteilung sieht ungefähr so aus:

  • Braun- und Steinkohle: 42%
  • Kernkraft: 23%
  • Erdgas: 13%
  • regenerative Energien: 16%
  • wie Wind: 7%
  • wie Biomasse: 4%
  • wie Wasserkraft: 3 %
  • und Sonne: 1 %.
    (Die Zahlen sind ungefähre Werte, Quelle: Bild)

Derzeit wird in Deutschland über die Verlängerung der AKW-Laufzeiten diskutiert, die umweltfreundlichen Alternativen zu Atom- und Kohlekraftwerken sind:

  • Sonnenenergie
  • Erdwärme
  • Gezeitenkraftwerke
  • Wasserkraftwerke
  • Windenergie
  • Wellenkraftwerke

In Deutschland ist die Wind- und Solarenergie stark vertreten, jedoch besteht hier der Nachteil, das beide vom Wetter bzw. Sonne abhängig sind. So würde man in einer windstillen Nacht weder Wind- noch Solarenergie gewinnen können.

Smart Grids als Lösung?

Um die Energie besser nutzen und verteilen zu können, sollen sogenannte Smart Grids eingesetzt werden. Smart Grids werden intelligente Stromnetze genannt, diese schlauen Systeme verteilen den Strom aus kleinen Kraftwerken (wie Windrädern oder Solaranlagen) ständig neu.

So stellt sich das Larta Institut das soge. intelligente Stromnetz (Neudeutsch: Smart Grid) vor. Bildquelle Larta Institut

Das Ziel ist eine gleichmäßige Versorgung mit Strom, wenn zu viel Strom im Netz ist, wird er in Akkus zwischengespeichert, der dann abgegeben wird, wenn zum Beispiel das Elektroauto in der Nacht zum Laden an die Steckdose kommt.

Die Industriekonzerne wie Siemens oder ABB (stammt aus der Schweiz) sehen in Smart Grids einen Trend. Jedoch sind Smart Grids mit sehr hohen Kosten verbunden, derweil schätzt man die Investitionskosten auf mehrere Milliarden Euro.

Ein erster Schritt zu Smart Grids sind intelligente Stromzähler, deren Einsatz wird beispielsweise in Italien oder Frankreich schon länger vorangetrieben. In Deutschland laufen schon erste Tests zu Smart Grids, beispielsweise gibt es in Baden-Württemberg ein Projekt mit dem Titel „MeRegio“.

Elektroautos und intelligente Waschmaschinen

Vorstellbar sind derzeit verschiedene Szenarien, zum Beispiel könnten Elektroautos oder Hybridautos den Strom tagsüber speichern und Nachts wieder ins Stromnetz abgeben. Oder aber der Strom wird zentral in Akkus gespeichert und intelligente Waschmaschinen beginnen erst Nachts mit dem Waschen, da Nachts ansonsten zu viel Strom ungenutzt und irgendwie „verbraucht“ werden muss.

Wenn über kurz oder lang die Kohle- und Atomkraftwerke verschwinden, sollte auch darüber nachgedacht werden, wie man weniger Strom verschwendet. Langfristig gibt es verschiedene Möglichkeiten um den Strom zu speichern, ob man nun die Akkus von Elektro- und Hybridautos als kurzzeitigen Stromspeicher verwendet oder den Strom zentral speichert ist dabei eine Frage der Nutzung des Elektroautos und dem aktuellen Stand der Forschung.

Langfristig denke ich, es werden immer mehr Geräte so programmiert werden können, das diese gerade Nachts den Strom nutzen. Wie zum Beispiel Waschmaschinen oder wenn man das Elektroauto aufladen will.

Quelle: dw-world.de

Bildquelle: Larta Institut

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Kai
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